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Villenbach

19.02.2020

So sieht derzeit die Kirche in Wengen aus

Die Kirche in Wengen ist innen und außen eingerüstet. Die Sanierung wird vermutlich bis in den Herbst hinein dauern.
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Die Kirche in Wengen ist innen und außen eingerüstet. Die Sanierung wird vermutlich bis in den Herbst hinein dauern.
Bild: Elli Höchstätter

Das Gebäude im Villenbacher Ortsteil Wengen wird saniert. Gottesdienste werden dort keine gefeiert. Die Gläubigen müssen ausweichen.

Die Kirchenbänke sind abmontiert. Im Altarraum sind die Heiligenfiguren zusammengestellt und mit einer Plastikfolie abgedeckt. Ein großes Gerüst dominiert den großen Raum, in dem jeder Schritt hallt.

Die Kirche St. Michael in Wengen ist derzeit eine große Baustelle. In dem Gotteshaus sind statt der Gläubigen die Handwerker anzutreffen. Gottesdienste finden dort keine mehr statt. Roger Mayr, der seit vergangenem Jahr in der Kirchenverwaltung ist, erklärt: „Wir gehen jetzt nach Riedsend in die Kirche.“ Und das wird noch einige Zeit so bleiben. Denn laut Mayr dauern die Arbeiten in der Kirche vermutlich bis Herbst 2020.

Es gibt einiges zu tun

In dem Gotteshaus gibt es einiges zu tun. Angefangen vom Dachstuhl über die Deckengemälde bis hin zu den Wandmalereien – alles soll saniert werden.

So sieht derzeit die Kirche in Wengen aus

Die Vorgänger in der Kirchenverwaltung hatten die Sanierung der Kirche geplant, allen voran Josef Kratzer. Laut Mayr hilft Kratzer auch noch tatkräftig mit und schaut regelmäßig auf der Baustelle nach dem Rechten.

Weil die Kirche schon so alt ist, müssen die Arbeiten mit viel Fingerspitzengefühl durchgeführt werden. Mayr zeigt beispielsweise, dass im Dachstuhl teilweise nur Teile von Balken entfernt und erneuert wurden. „Es wird bestandsschonend gearbeitet“, erklärt er. Zu tun gibt es einiges. So werden beispielsweise die Außensparren rundum erneuert, die Dachlatten ausgetauscht und neue Dachplatten verlegt. Ziel ist es dabei auch, dass der Trauf- und Gesimsbereich besser durchlüftet wird.

Ein ungewohnt guter Blick auf die Malereien

Wegen der Arbeiten am Dachboden war die Decke von einem Gerüst aus abgestützt worden. Wer sich auf diese luftige Konstruktion wagt, ist der Kirchendecke plötzlich sehr nah. Der Vorteil: In der luftigen Höhe gibt es einen ungewohnt guten Blick auf die inzwischen wieder sichtbaren Malereien.

Mayr macht dabei auf eine besondere Zahl aufmerksam, die auf einem Gemälde vermerkt ist. 1777 steht da. In diesem Jahr erfolgte die Ausmalung der Kirche durch Thomas Haberes aus Weißenhorn. Die Farben an der Decke und den Wänden haben im Lauf der Jahre gelitten. Deshalb sollen sie im Rahmen der Sanierung gesäubert und aufgefrischt werden. „Die Stuckateure und Maler kommen, wenn es wärmer wird. Erst dann können sie richtig arbeiten“, sagt Mayr.

Kosten von rund 350 000 Euro in Wengen

Er geht davon aus, dass die Sanierung der Kirche rund 350000 Euro kosten wird. Allerdings wird es auch verschiedene Zuschüsse, unter anderem von der Diözese oder vom Landesdenkmalamt, geben. Doch die Pfarrgemeinde wird am Ende vermutlich noch 170 000 Euro stemmen müssen. „Wir müssen schauen, was wir an Spenden bekommen“, sagt Mayr. Kleinere Beträge seien mittlerweile schon eingegangen.

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