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Lauingen

28.05.2020

So steht es um Same Deutz-Fahr

Fünf Wochen stand auch in Lauingen die Produktion bei SDF still. Das Geschäftsjahr 2020, so das Unternehmen, wird ein schwieriges.
Bild: SDF Group

Plus Das international tätige Unternehmen mit einer Niederlassung in Lauingen stellt seine Geschäftszahlen vor.

Die Geschäftsergebnisse der internationalen Same Deutz-Fahr-Gruppe (SDF), zu der auch das Schlepperwerk in Lauingen zählt, standen im Geschäftsjahr 2019 trotz der rückläufigen Situation an den Märkten im Zeichen des Wachstums. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor.

Das Geschäftsjahr schloss SDF demnach mit einem Umsatz von 1,268 Milliarden Euro ab, der gegenüber 2018 um 7,6 Prozent rückläufig war. Was die Rentabilität betrifft, lag das Ergebnis vor Steuern von 59,3 Millionen Euro deutlich über den 50 Millionen Euro des Vorjahres. Auch der Nettogewinn übertraf mit 44,6 Millionen Euro das in 2018 erzielte Ergebnis von 42,2 Millionen Euro.

Investitionen und Produktentwicklung in Höhe von 60 Millionen Euro

Die Geschäftsfelder Traktoren und Mähdrescher verzeichneten einen Umsatzrückgang, der auf einer Linie mit dem negativen Trend an den europäischen Märkten und der Schwäche der Ausfuhrmärkte lag. Positiv entwickelte sich das Geschäft hingegen für die Traubenerntemaschinen der Marke Grégoire, für die 2019 ein Rekordjahr war.

Das Geschäftsfeld „Ersatzteile“ leistete weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis des Unternehmens. In diesem Bereich galt die besondere Aufmerksamkeit der Entwicklung der Online-Vertriebsplattform, die 2020 die Leistungsfähigkeit des Service für den Kunden noch weiter verbessern wird.

Die 2019 für Investitionen und Produktentwicklung aufgewendeten Mittel bewegten sich mit 60 Millionen Euro auf dem Niveau der Vorjahre. Hier lag der Schwerpunkt bei Produkten und Verkaufsprozessen. Zu nennen ist hier zum einen die Realisierung des „vernetzten Traktors“ mit Fokus auf dem Flottenmanagement, das die Fernüberwachung der wichtigsten Funktionsparameter des Traktors ermöglicht. Zum anderen machte die Digitalisierung der Vertriebsprozesse dank der Konfiguration und Einführung des neuen CRM (Customer Relationship Management) Fortschritte.

Auch in Lauingen stand die Produktion still

Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2020 waren bekanntlich stark von der Pandemie geprägt. Die Produktionstätigkeit von SDF war davon je nach Standort in unterschiedlicher Weise betroffen. In China und Indien etwa waren die Produktionsstandorte zeitweise geschlossen. Auch das Traktorenwerk in Lauingen war fünf Wochen lang geschlossen. Die 313 Mitarbeiter dort konnten Anfang Mai aber ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Deutlich besser ist die Situation laut Pressemitteilung in der Türkei, wo bisher keine besonderen Auswirkungen aufgrund von Covid-19 verzeichnet werden. Das Werk in Frankreich führte seine Arbeit normal weiter. Es kam jedoch zu Verzögerungen, die durch Nachschubschwierigkeiten für Komponenten aus Ländern mit Lockdown bedingt waren. Das Mähdrescher-Werk in Kroatien stellte hingegen den Betrieb ein und soll im Verlauf dieses Monats die Tätigkeit wieder aufnehmen. Und in Treviglio in Italien, dem Hauptsitz der SDF Group, stand die Produktion fast zwei Monate still. Es sei aber möglich gewesen, in dem Werk die Sicherheitsvorschriften umzusetzen, sodass die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. (mayjo/pm)

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