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Landkreis Dillingen

02.08.2018

So übersteht man die Hitze am besten

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Zum Schutz vor der Sonne ist Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Filter wichtig. Die Creme sollte rechtzeitig vor dem Sonnen aufgetragen werden.
Bild: dpa, Symbolfotos

Bei dieser Hitze gibt es einiges zu beachten. Wie Mitarbeiter eines Bauhofs damit umgehen, wie man seine Haut schützt und welche Ernährung passend ist.

Es gibt Arbeitsplätze, um die man derzeit niemanden beneidet. Das sind vor allem die, die draußen im Freien sind. Nicht im klimatisierten Büro, sondern draußen in der Hitze, bei mehr als 30 Grad. Mitarbeiter der Bauhöfe beispielsweise haben es momentan nicht leicht. „Es ist ganz schön knackig und sehr anstrengend“, sagt ein Mitarbeiter des Lauinger Bauhofs. Eine Straße teeren, während die Sonne auf den Asphalt knallt – man kann sich wahrlich angenehmeres vorstellen. Um die Hitze zu umgehen, passen die Bauhofmitarbeiter ihre Arbeitszeiten an. Statt um 7 Uhr fängt der eine oder andere momentan schon um 6 oder sogar um 5 Uhr an. Nachmittags gibt es dann früher Feierabend. Die Mittagszeit verbringen die Bauhofmitarbeiter im Schatten, und so mancher geht auch schon mal mittags nach Hause. „Wir haben ohnehin Überstunden aus dem Winterdienst“, heißt es. Auch die Ausstattung ist ein wichtiger Faktor. Die Arbeiter tragen getönte Arbeitsschutzbrillen. Aus Sicht des Arbeitsschutzes müssten die Arbeiter eigentlich auch langärmlige Oberteile tragen. „Das ist in der Hitze nicht machbar“, sagt der Bauhofmitarbeiter. Die meisten Kollegen würden deshalb ein T-Shirt tragen – und die freiliegende Haut durch Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50 schützen.

Hautschutz – sowieso ganz wichtig in diesen Tagen. Die Apotheker im Landkreis Dillingen geben Tipps rund um das Thema Sonne und Hautpflege. Zum einen müsse man genügend Sonncreme mit UV-A- und UV-B-Filter verwenden. „Beide Anteile des ultravioletten Lichts können nämlich Krebs erzeugen“, teilt Pressesprecher Matthias Schneider mit. Nase, Ohren, Lippen und Schultern würden sich zuerst röten, diese Körperstellen sollte man immer mit einem höheren Lichtschutzfaktor versorgen. Ein weiterer Tipp der Apotheker: Rechtzeitig eincremen und immer nachschmieren. Sonnenschutzmittel sollten 20 bis 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne aufgetragen werden – Insektenschutzmittel etwa eine halbe Stunde nach der Sonnencreme. Nach dem Schwimmen und Schwitzen muss der Sonnenschutz regelmäßig erneuert werden. Besonderen Schutz in der Sonne benötigen Kleinkinder. „Die schützende Hornschicht der Haut ist bei Kindern wesentlich dünner als bei Erwachsenen. So kann die UV-Strahlung leichter in tiefere Hautschichten dringen“, erklärt Schneider. Deshalb gilt bei Kindern: Keine pralle Sonne, keine Mittagssonne.

Die richtige Pflege nach dem Sonnebad brauchen nicht nur Kinder. UV-Strahlung, Wind, Salzwasser oder Chlor und Schweiß trocknen laut Schneider die Haut aus. Diese braucht dann viele Nährstoffe und reichlich Feuchtigkeit. Am besten würden sich dafür After-Sun-Lotionen eignen. Ölhaltige Pflegeprodukte seien im Sommer für die wenigsten Hauttypen geeignet. „Sie bilden einen fetthaltigen Film auf der Haut, der die Poren verstopft und die Schweißbildung fördert.“

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Zusätzlich zur richtigen Pflege empfiehlt der Apotheker, gerade jetzt auf eine gesunde und passende Ernährung zu achten. Doch wie sieht diese aus? „Leicht und locker“, sagt Alexander Schuster, Inhaber und Koch der Schmankerlstube in Wertingen. Wenig Kohlenhydrate und wenig Fett also. Besonders geeignet sind Salat, Fisch und Fleisch. Steak mit leichter Soße und mediterranem Gemüse statt Kartoffelgratin oder paniertem Schnitzel. Zum Anbraten sollte man auf Butter verzichten, und auch Olivenöl sollte man nicht zum Anbraten verwenden, sondern frisch über das Essen geben. Macht es Sinn, aufgrund der Hitze abends später zu essen? „Eigentlich nicht“, sagt Schuster. „Je später man isst, desto länger braucht der Magen zum Verdauen.“ Die Folge sei ein schlechterer Schlaf.

Oberstes Gebot derzeit: viel trinken. Ideal seien laut Schneider Mineralwasser oder Saftschorlen, aber auch Kräuter- oder Früchtetees. Und wie ist das mit Alkohol? Jürgen Philipp von der Kaufmännischen Krankenkasse rät davon ab. „Alkohol wirkt bei Hitze deutlich schneller. Wer bei diesen warmen Temperaturen Alkohol zu sich nimmt, riskiert Kreislaufprobleme bis hin zur Bewusstlosigkeit“, warnt er. Wer auf dem Sommerfest nicht auf sein Bier verzichten möchte, sollte zum alkoholfreien greifen. (ands, pm)

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