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Dillingen

29.03.2018

Solch eine Schallschutzwand wollen die Dillinger nicht

So sieht die Schallschutzwand an der westlichen Höchstädter Ortseinfahrt aus. Für einige Dillinger Stadträte ist das ein Negativbeispiel. Die geplante Gabionenwand im Steinheimer Westen soll ganz anders aussehen.
Bild: Berthold Veh

Der Stadtrat beschließt Straßenplanung fürs neue Steinheimer Baugebiet. Ein Beispiel aus Höchstädt schreckt ab.

2019 sollen Häuslebauer im neuen Steinheimer Baugebiet loslegen können. Der Dillinger Stadtrat treibt derzeit die Planung für den südlichen Teil des Neubaugebiets am westlichen Ortseingang des Stadtteils voran. 26 Bauplätze werden im ersten Abschnitt entstehen, das Landesamt für Denkmalpflege untersucht derzeit den Boden auf Hinterlassenschaften früherer Kulturen. Und der Dillinger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend die Straßenplanung für den südlichen Teil des Neubaugebiets Steinheim West am Ende einstimmig beschlossen.

Dabei bissen sich die Räte vor allem an einem Thema fest – an den Schallschutz-Vorkehrungen entlang der alten Bundesstraße 16 (inzwischen Kreisstraße DLG 42). Und da gilt die Schallschutzwand im nahe gelegenen Höchstädt offensichtlich als negatives Beispiel. Kurioserweise fiel der Name der Nachbarstadt während der gesamten Debatte nicht. Und Oberbürgermeister Frank Kunz war auch sichtlich bemüht, dass im Dillinger Stadtrat nicht über Höchstädter Verkehrsfragen diskutiert wird. Ganz verhindern konnte er es nicht, denn Hermann Balletshofer sagte, eine Schallschutzwand, wie sie nicht weit von Steinheim entfernt stehe, „ist für uns indiskutabel“. Und Franz Graf betonte ebenfalls, dass die in Steinheim geplante Gabionenwand auf keinen Fall die Höhe wie in der Nachbarstadt erreichen dürfe. Die Schallschutzwand wird im Steinheimer Westen etwa 3,70 Meter von der Fahrbahn entfernt sein und eine Höhe von zwei Metern haben, informierte der Leitende Verwaltungsdirektor Bernd Nicklaser. Wenn man die Böschung hinzurechne, habe die Gabionenwand eine Höhe von rund 2,50 Metern.

Dritter Bürgermeister Peter Graf forderte eine richtige Begrünung und war gedanklich schon wieder in Höchstädt. „In der Nachbarstadt wächst dort nicht viel.“ Oberbürgermeister Kunz brach schließlich eine Lanze für die Straßenplaner in Höchstädt. Vermutlich sei dort der Platz nicht vorhanden gewesen, um die Schallschutzwand von der Fahrbahn wegzurücken. „Wir haben Gott sei Dank den Platz“, sagte Kunz. In Steinheim werde jedenfalls kein Tunnel entstehen.

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Ein weiteres Thema war der Kreisverkehr, der an der neuen Ortseinfahrt in Steinheim gebaut wird. Von dort aus wird das Baugebiet südlich und nördlich der alten B16 erschlossen. Albrecht Witte wies darauf hin, dass der Kreisel einen Radius von 18,75 Metern haben wird. „Der Flächenverbrauch ist enorm“, stellte Witte fest. Im Übrigen kenne er eine Kommune (vermutlich in der Nachbarschaft), „da fährst du fünf Mal durch den Kreisverkehr“. Witte zweifelte, ob das sinnvoll sei.

Balletshofer hatte aber zuvor bereits auf eine Unterschriftenaktion in Steinheim verwiesen. Dort sei ein Kreisel am Ortseingang positiv beurteilt worden. Der Steinheimer Stadtrat ist überzeugt, dass Autofahrer durch den Kreisverkehr zu einem langsameren Fahren angehalten werden. Auf der alten Bundesstraße 16 in Steinheim seien täglich immer noch etwa 12000 Kraftfahrzeuge unterwegs.

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