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Solidarität auch mit den Jugendlichen

Solidarität auch mit den Jugendlichen
Kommentar Von Benjamin Reif
16.06.2020

Es braucht einen besseren Dialog zwischen Jung und Alt.

Die Heranwachsenden hat die Krise auf besondere Weise mitgenommen. Selbst sind sie von Covid-19 meist deutlich weniger gefährdet als andere Bevölkerungsgruppen. So mussten sie in den vergangenen Monaten weitreichende Einschnitte in ihr Privatleben hinnehmen, und zwar aus Rücksicht auf andere, weniger der eigenen Gesundheit zuliebe. Sie haben sich klaglos und mit großer Disziplin daran gehalten, zumindest im öffentlichen Raum.

Das sollten die Verantwortlichen in der Politik nicht vergessen. So könnte beim „Neustart“ aus der Krise heraus von den Lokalpolitikern ein Signal an die Jungen gesendet werden, das die von ihnen gelebte Solidarität in der Krise widerspiegelt.

Das können zum einen natürlich Haushaltsgelder sein, die dann für die Errichtung, Sanierung oder Pflege von Skateparks, Bolzplätzen oder natürlich den Jugendhäusern verwendet werden können. Ein schönes Beispiel findet sich in Lauingen – hier wurde ein Dirt-Park errichtet, allerdings von privaten Sponsoren und nicht mit öffentlichen Geldern.

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Wichtiger wäre aber vielleicht etwas Immaterielles. Der Landkreis braucht ein sichtbareres Forum, in dem ganz speziell auf die Belange der Jugendlichen eingegangen wird. Das könnte zum Beispiel ein im Halbjahrestakt stattfindendes Gespräch von Jugendlichen mit dem Landrat sein. Am besten noch im Livestream, sodass direkt und in Echtzeit Fragen von außerhalb beigesteuert werden können. Oder ganz verwegen: ein Podcast aus dem Landratsamt, speziell für Jugendliche. Oder ein Discord-Server, auf dem sich Lokalpolitiker und Jugendliche austauschen.

Falls Sie bei diesen Begriffen gerade nur Bahnhof verstanden haben, macht nichts. Sie finden sicher einen Jugendlichen, der so solidarisch ist, sie Ihnen zu erklären.

Lesen Sie den dazugehörigen Artikel: So schwer ist Jugendarbeit in Corona-Zeiten

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