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Landkreis Dillingen
29.09.2021

Exklusiv: Wir sagen Ihnen das Wetter im Landkreis Dillingen voraus

Typisch für den Herbst: Im Landkreis, speziell an der Donau, gibt es oft lange, dichte Nebeltage.
Foto: Heimer

Sonnencreme oder Wollmütze? Benjamin Grimm ist unser Wetterfrosch. Einmal in der Woche sagt er Ihnen liebe Leserinnen und Leser, in einem Video die Temperaturen voraus. Immer pünktlich zum Wochenende. So geht es.

Lassen Sie uns über das Wetter reden. Wohl über kaum etwas kann man sich jeden Tag aufs Neue unterhalten. Egal mit wem. Dem einen ist es zu kalt, die anderen warten sehnlichst auf den Herbst. Mal regnet es zu wenig, mal zu viel. Dann sind die Temperaturen gefühlt seit Tagen eisig, dann wieder schwülwarm und trocken. Was das Wetter nicht kann: Es allen recht machen. Muss es auch nicht. Über was würden wir uns sonst täglich freuen, ärgern und unterhalten?

Eben. Deshalb starten wir ein ganz exklusives Videoprojekt nur für Sie, liebe Leserinnen und Leser. Denn es wäre doch schon schön, wenn wir wüssten, wie das Wetter wann und wo wird. Vor allem am Wochenende. Und dann am besten noch eine genaue Vorhersage direkt für den Landkreis Dillingen, vielleicht sogar für den eigenen Heimatort. Wir haben da etwas, besser jemanden. Benjamin Grimm ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher Wetterbeobachter.

In Bachhagel scheint um 7.30 Uhr bei 8,8 Grad schon die Sonne.
27 Bilder
Der Wettercheck zum 1. September im Landkreis Dillingen
Foto: Andrea Binswanger-Dürr

Er kennt sich aus und er ist ab sofort der Wetterfrosch für unsere Zeitung. Von jetzt an werden wir jeden Donnerstagabend um 19 Uhr auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/DonauZeitung ein Video mit einer Wettervorhersage für das kommende Wochenende im Landkreis Dillingen veröffentlichen. Dafür wird unser Wettermann Benjamin Grimm jeden Donnerstag zur selben Zeit am selben Ort eine Wetterprognose abgeben. Damit wir wissen, ob am Wochenende eine Grillparty im Freien möglich ist oder wir lieber Schneeschaufel und Streusalz bereit halten sollten.

Diese Mess-Stationen gibt es im Landkreis Dillingen

Seit wann interessieren Sie sich eigentlich so sehr für das Wetter?

Grimm: Da ich mich schon im Jugendalter fürs Wetter und Natur sehr interessierte, dachte ich mir irgendwann: Wenn eh immer schaust, wie viel es geregnet hat, ob es schneit oder die Sonne scheint, dann könntest es doch auch aufschreiben. Dann weißt in ein paar Jahren auch noch wie es an Weihnachten oder Ostern vor Jahren war (lacht).

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Und wie genau sieht diese Wetterbeobachtung konkret aus?

Grimm: Zu meinen täglichen Wetterbeobachtungen gehören Höchst-und Tiefsttemperatur, 24-Stunden-Niederschlagsmenge, im Winter morgendliche Schneehöhe und wenns zeitlich passt, sechsmal täglich eine Augenbeobachtung. Das heißt: Der aktuelle Wetterzustand und Temperatur spielen eine Rolle. Dazu vergleiche ich noch die verfügbaren Wetterdaten beziehungsweise Messwerte der Wetter- und Niederschlagsstationen im Landkreis Dillingen.

In Bachhagel scheint um 7.30 Uhr bei 8,8 Grad schon die Sonne.
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Der Wettercheck zum 1. September im Landkreis Dillingen
Foto: Andrea Binswanger-Dürr

Braucht man dazu spezielles Equipment?

Grimm: Niederschlag zeichne ich mit professionellen manuellen Regenmessern, wie sie auch beim Deutschen Wetterdienst zum Einsatz kommen, auf. Die Temperaturen übernehme ich in Bachhagel aus den Daten der Wetterstation der Gemeinde. In Ellerbach beziehe ich Daten einer Wetterstation vom Straßenbauamt und messe zusätzlich noch selber im Garten.

Diese Wetter-App hat der Spezialist installiert

Wie genau sind die Vorhersagen?

Grimm: Zu 100 Prozent kann man natürlich das Wetter nicht vorhersagen, da sich die verschiedenen Wettermodelle aus denen sich eine Vorhersage zusammensetzt spätestens alle sechs Stunden aktualisieren. Vor allem ein Gewitter im Sommer kann man nie genau vorhersagen. Dazu muss man bei gewitterträchtigen Tagen stets das Radar im Blick haben. Jetzt im Herbst ist es auch schwierig, einen sonnigen Tag vorherzusagen. Es ist immer die Gefahr da, dass hochnebelartige Suppe am Himmel teils ganztägig hängen bleibt oder sich Nebel in unseren Niederungen gar nicht auflöst, obwohl doch Sonne vorhergesagt war. Möglichst genaue Vorhersagen von drei bis fünf Tagen sind möglich. Alles weitere sind Trends mit zunehmendem Unsicherheitsfaktor.

Was halten Sie von den alten Bauernregeln?

Grimm: Von Bauernregeln hört man oft. Teilweise stammen sie aus dem Mittelalter. Damit darf es jeder halten, wie er möchte. Ich persönlich halte davon nichts.

Er beobachtet auch für den Deutschen Wetterdienst

Wie viele Handy-Wetterapps haben Sie?

Grimm: Ich habe nur eine Wetterapp auf dem Handy. Es heißt pflotsh.com. Das kostet zwar etwas bei vollem Umfang und kaum jemand kennt die App. Aber die ist wirklich top.

Sie sind auch für den Deutschen Wetterdienst (DWD) tätig, richtig?

Grimm: Ja. Seit drei Jahren beobachte ich für den DWD als phänologischer Beobachter in meinem Wohnort das Wetter sozusagen in der Natur. Ich beobachte jährlich wiederkehrende Erscheinungen an ausgewählten Wild- und landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. Zum Beispiel Bestellung der Felder, Austrieb von Wildpflanzen im Frühjahr, Fruchtreife, Ernte, herbstlicher Blattfall usw. Diese Daten schicke ich an das Messnetz des DWD. Diese werden dort in einem deutschlandweiten Messnetz ausgewertet.

Benjamin Grimm ist unser Wetterfrosch. Auf dem Bild ist er bei der Wetterstation in Bachhagel zu sehen.
Foto: Heimer

Wie viele offizielle Wetterstationen gibt es im Landkreis?

Grimm: Im Landkreis Dillingen gibt es eine offizielle Wetterstation des DWD mit Temperatur, Niederschlag, Sonnenstunden. Die steht in Fristingen. Dazu betreibt der DWD noch zwei Niederschlagsstationen in Syrgenstein/Altenberg und Finningen, die ehrenamtlich betreut werden. Zwei Niederschlagsstationen von der Landesanstalt für Umwelt stehen in Bissingen und Wertingen. In Wertingen steht zusätzlich noch eine Wetterstation des DTN-Messnetz. In Frauenriedhausen betreibt die Landesanstalt für Landwirtschaft eine Wetterstation.

Und in Bachhagel steht eine Station, die besonders interessant ist. Und die Sie betreuen.

Grimm: Die Wetterstation der Gemeinde Bachhagel ist zwar keine offizielle Station, arbeitet aber nach professionellem Standard. Zudem ist der Standort am Ortsrand auf Wiese und unbebauter Fläche optimal, um genaue Wetterdaten zu sammeln. Mich als Hobbywetterbeobachter freut es natürlich sehr, dass sich die Gemeinde Anfang 2020 entschied, sich eine Wetterstation anzuschaffen. Und zudem redet eigentlich jeder über das Wetter, dann ist es doch eine tolle Sache, dass Bürger und Bürgerinnen sich immer aktuell über die Wetterdaten vom Ort informieren können. Es wird auch immer über den Klimawandel gesprochen. Den kann man aber nur beobachten beziehungsweise vergleichen, wenn Daten über Jahre zur Verfügung stehen. Vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren im Landkreis noch ein paar Wetterstationen mehr. Bachhagel hat den Anfang gemacht.

Hand aufs Herz: Wie oft fragen Sie Freunde und Bekannte nach dem aktuellen Wetter?

Grimm: Es gibt schon immer wieder welche, die fragen, wie es werden wird oder wie viel es geregnet hat. Aber viele haben ja doch „ihre“ Wetterapp (lacht).

So bekommen Sie das aktuelle Wetter für den Landkreis Dillingen

Los geht ab Donnerstag, 30. September, jeden Donnerstag um 19 Uhr online.

Wo? Auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/donau-zeitung.de

Jeden Donnerstag gibt unser Wetterbeobachter einen Ausblick auf das Wetter für das kommende Wochenende im Landkreis Dillingen. Immer am selben Ort.

Wie mitmachen? Ihrer Heimatzeitung auf Facebook, liken Sie die Social-Media und sind immer auf dem aktuellen (Wetter)Stand.

Benjamin Grimm arbeitet für die Gemeinde Bachhagel. Seit Anfang 2014 übernimmt er dort die Wetterbeobachtungen und dokumentiert sie detailliert. Seit 2017 auch für seinen Heimatort Ellerbach im Aschberg.

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