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29.03.2009

"Sommer-Karneval darf nicht sein"

Fasching ist das zentrale Thema - und das mitten in der Fastenzeit: Etwa 250 Mitglieder des Regionalverbands Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine machten gegen Auswüchse eines falsch verstandenen Fastnachtsbrauchtums mobil.

Lauingen - Fasching ist das zentrale Thema - und das mitten in der Fastenzeit: Etwa 250 Mitglieder des Regionalverbands Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine (BSF) haben sich am vergangenen Samstag zur Jahreshaupttagung in der Lauinger Stadthalle getroffen. Und dabei gegen Auswüchse eines falsch verstandenen Fastnachtsbrauchtums mobilgemacht. "Der Fasching endet am Aschermittwoch. Sommer-Karneval darf nicht sein", sagt BSF-Präsident Eugen Müller. Auch in der Region habe es eine Anfrage gegeben, ob man denn das Jubiläum im Sommer nicht mit vollem Faschingsprogramm feiern könne. "Da gäbe es vom BSF eine Abmahnung", sagt der Offinger im Gespräch mit unserer Zeitung.

Eine Absage erteilt der Verband auch dem Ansinnen von schwäbischen Faschingsfreunden, ein Dreigestirn zu etablieren. "Das gehört zum rheinischen Karneval, und nicht nach Schwaben", sagt der Präsident. Ob Prinzenpaare in der Region nicht ebenfalls rheinischen Karneval verkörpern? "Nein", winkt Müller ab: "Unsere Prinzenpaare haben mehr den Sissi-Charme." Im Übrigen hätten Garde-Mädchen einen Hut zu tragen. Und auch Hästräger müssten satzungsgemäß gekleidet sein. "Es geht nicht, dass Hästräger in Turnschuhen, ohne Maske und mit T-Shirt unterwegs sind", sagt Müller.

Der Präsident blickte in Lauingen auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Mit dem schwäbischen Hanswurst und dem Hollaria-Prinzenpaar habe man Kanzlerin Merkel besucht. Beim Tanz gehe es im BSF stetig aufwärts. Dazu trage die Präsidentin der Laudonia, Susanne Höret, mit Tanz-Workshops bei. Von der Arbeit des BSF angetan zeigten sich auch der Präsident des Helvetischen Fastnachtsrings, Ferdi Segmüller, BDK-Ehrenpräsident Franz Wolf und Bürgermeister Wolfgang Schenk, der die BSF-Mitglieder auch im Lauinger Rathaus empfing. In der Stadthalle gab es für die rund 250 Narren ein buntes Programm, das auch die Showtanzgruppen der Laudonia und Finndonia sowie die Flying Narrows der Höchstädter Schlossfinken bereicherten.

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