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Dillingen

03.12.2019

Sonnenstrom für 350 Haushalte

An der Staatsstraße 2033 zwischen Dillingen und Holzheim wollen die Firma Wager und die Donau-Stadtwerke eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage errichten.
Bild: Berthold Veh

Plus Im Glötter Ried südlich von Dillingen soll eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage entstehen. Wie das aussehen könnte und wie der Stadtrat das Projekt beurteilt.

Nach der ICE-Taufe im Bahnhof und der Präsentation der neuen Pläne fürs Kino (siehe Seite 28) haben die Dillinger Stadträte am Montagabend ein weiteres Zukunftsprojekt im Glötter Ried auf den Weg gebracht. Auf dem ehemaligen Kieswerksgelände an der Zufahrt zur Nusser-Alm wollen die Firma Wager und die Donau-Stadtwerke Dillingen Lauingen eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage errichten. Dazu ist eine Änderung des Bebauungsplans Glötter Ried notwendig.

Wie könnte die Fotovoltaikanlage im Glötter Ried aussehen?

Bernhard Schulz von der Stadtverwaltung informierte in der Sitzung im Sparkassensaal über das Projekt. Es geht um eine 5,4 Hektar große, wiederverfüllte Fläche an der Staatsstraße 2033 zwischen Dillingen und Holzheim, auf der einst Kies ausgebeutet wurde. Die Fotovoltaikanlage soll auf einer 2,1 Hektar großen Fläche (mehr als zwei Fußballfelder) entstehen. Die restlichen 3,3 Hektar sind als Ausgleichsfläche vorgesehen, informierte Schulz.

Warum die Anlage 920 Tonnen Kohlendioxid einsparen kann

Oberbürgermeister Frank Kunz ( CSU) lobte das Gemeinschaftsprojekt der Firma Wager und der Stadtwerke. „Wir können dort etwas für unsere Umwelt tun“, sagte der Rathauschef. Er verwies darauf, dass die geplante Fotovoltaikanlage etwa 920 Tonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen wird. „Und wir können damit 350 Haushalte mit Strom versorgen“, rechnete Kunz vor. Fraktionschef Albrecht Witte (SPD) meinte, der Stadtrat möge das Vorhaben nicht einfach „gelangweilt“ durchwinken. „Das ist nicht nur ein sinnvolles Projekt, sondern ein hervorragendes Projekt“, sagte Witte.

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Im Übrigen sei ja auch Lauingen über die Stadtwerke daran beteiligt. Das Vorhaben könne anderen Kommunen im Landkreis zur Nachahmung empfohlen werden. Thomas Demel (CSU-Fraktion, inzwischen FW) stellte fest, dass dadurch „ein unmöglicher Zustand“ auf einer Industriebrache beseitigt werde. Und Ingrid Stanzel (Grüne), Günter Schwertberger (CSU), Hermann Balletshofer und Johann Graf (beide Umland) würdigten die Fotovoltaik ebenfalls als „tolles Projekt“.

Stanzel regte an, doch noch Parkplätze auf dem Areal zu schaffen, denn die Freizeitnutzung dort sei groß. Und Graf fragte, ob die Anlage nicht größer ausfallen könne. Bernhard Schulz informierte, dass die Förder-obergrenze bei 1500 KWp liege, und so groß ist die Fotovoltaikanlage auch geplant. Die notwendige zweite Änderung des Bebauungsplans Glötter Ried mit der Ausweisung einer „Sonderbaufläche Freiflächen-Fotovoltaikanlage“ wurde schließlich einstimmig beschlossen.

Wann die Anlage entstehen soll

DSDL-Werkleiter Wolfgang Behringer teilte auf Anfrage mit, dass die Firma Wager und die Stadtwerke im Frühjahr mit der Errichtung der Anlage beginnen wollen. Zuvor müssten noch Bodenuntersuchungen stattfinden. Noch im Frühjahr soll die Anlage Strom liefern. Die weiteren Themen:

Baugebiet Fristingen Dillingen schafft im Stadtteil Fristingen weiteres Bauland. Im Anschluss an das Wohngebiet am Rebhuhnweg sollen etwa 15 neue Bauplätze entstehen. Die Aufstellung des Bebauungsplans „Wohngebiet Langebuchstraße-Süd, Fristingen“ haben die Stadträte einstimmig beschlossen. Die Grundstücksverhandlungen seien abgeschlossen, das Areal soll durch eine Ringstraße erschlossen werden. Die Bauplätze werden nach derzeitigem Stand eine Größe zwischen 600 und 650 Quadratmetern haben, erläuterte Schulz. Johann Graf sagte, es sei dringend nötig, dass neue Bauplätze geschaffen werden. Die Nachfrage in Fristingen sei groß. Er wies darauf hin, dass es bei Festen der Fischer drei Mal im Jahr etwas lauter werde. Das sollten die Käufer der Bauplätze wissen. Oberbürgermeister Kunz sagte, dass die Fischer weiterhin auf dem angrenzenden Gelände feiern können. Der Verein habe auch einen Rechtsanspruch darauf.

Stellenplan Einstimmig hat der Dillinger Stadtrat den Stellenplan beschlossen.

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