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Kabarett

06.10.2014

Spielt nicht mit Sekundenkleber!

Thomas Schreckenberger regt sich gerne über alltäglichen Unsinn auf. Am Freitagabend trat er im Pfarrheim St. Josef in Höchstädt mit seinem aktuellen Programm „Notausgang gesucht“ auf.

Thomas Schreckenberger trat bei der Höchstädter SPD auf

Was muss man über die Schwaben wissen? Thomas Schreckenberger hat die Antwort: „Was sich bewegt wird gegrüßt – was sich nicht bewegt, wird geputzt.“ Schon der erste Witz treibt den Besuchern die Tränen in die Augen. Die Zuhörer im Pfarrheim St. Josef in Höchstädt beweisen, dass auch Schwaben über sich selbst lachen können.

Seriös gekleidet, mit schwarzem Sakko, schwarzer Anzughose und schwarzen Lederschuhen nahm Thomas Schreckenberger mit seinem „Notausgang gesucht“ die Politik auf die Schippe. Kein Thema war Schreckenberger zu heikel, um es nicht auf der Bühne anzusprechen. Die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche, der Zweite Weltkrieg und die „Ethikkommission“ der FIFA: „Das ist so, als ob mein Metzger sagen würde: Ab morgen haben wir eine Veganertheke!“

Viel Spott für die Union

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Als Schreckenberger Promis und Politiker imitiert, lachen sich die gut hundert Zuhörer schief. Selbst Angela Merkel kann man plötzlich auf der Bühne sehen, wenn Schreckenberger seine Hände in Bauchhöhe zur Raute formt. „Spielen Sie nicht mit Sekundenkleber!“ warnt Schreckenberger seine Zuhörer. Viel Spott muss die CDU und CSU in Höchstädt einstecken.

Dass ein psychisch Kranker Modellautos für Christine Haderthauer gebaut hat, interessiere ihn nicht. „Was die CSU Fraktion in ihrer Freizeit macht, ist mir doch egal“ sagt Schreckenberger. Und: Der Unterschied zwischen Horst Seehofer und Ludwig II. sei nur, dass man bei Ludwig II. noch streitet, ob er verrückt war. Die Zuhörer lachen herzhaft.

Auch wenn er von der SPD eingeladen wurde, habe er sein Programm nicht extra darauf eingestellt, sagt Schreckenberger. „Aber als Kabarettist ist man ja schon eher links und kritisch gegenüber allem.“

Tosend applaudierten die Zuhörer im Pfarrheim, als sich der Abend dem Ende zuneigt. Den Nach-Hause-Weg erklärte Schreckenberger dann mit den Stimmen von Marcel Reich-Ranicki, Winfried Kretschmann und Herbert Grönemayer.

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