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TSV

11.02.2015

Sportheim Bissingen: Finanzierung wird überarbeitet

Die Umbaupläne des Bissinger Sportheims stehen in der Diskussion. Die TSV-Mitglieder wehren sich.
Bild: von Weitershausen

Weil die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 200000 Euro ablehnte, werden im Verein die Karten neu gemischt

In der Vorstandssitzung des TSV Bissingen war die vergangene Marktgemeinderatssitzung Thema Nummer eins. Nachdem das Gremium um Bürgermeister Michael Holzinger den beantragten Zuschuss in Höhe von 200000 Euro ablehnte und sich auf 100000 Euro, verteilt auf mehrere Haushaltsjahre einigte, setzten sich die Vorstandsmitglieder des TSV mit der Finanzierung nochmals auseinander.

Viele Sportler waren Zeuge der öffentlichen Sitzung in Bissingen. Einige Äußerungen der Räte seien dabei auf Unverständnis gestoßen, heißt es in einer Pressemitteilung. So gebe und werde es auch nie eine Spende des Vereins an andere Organisationen geben, wie ein Marktgemeinderatsmitglied fälschlicherweise anmahnte. Die Spenden, die in dieser Zeit an den TSV Bissingen weitergeleitet worden sind, ob von privaten Personen oder von Firmen wie der Sparkasse, waren alle zweckgebunden für den Verein Glühwürmchen, so die Sportler. So sei dieser größere Betrag zusammengekommen. Einziger Vereinszweck des TSV sei die Förderung des Sports. Solche Spenden durch den TSV würden den Entzug der Steuerbegünstigung nach sich ziehen.

Der TSV Bissingen nimmt laut Pressemitteilung eine Sondersituation ein, wie es auch Bürgermeister Holzinger in der Sitzung betonte. 420 Kinder und Jugendliche werden beim TSV betreut. Über alle Sparten und Abteilungen werden dazu mehr als 5000 ehrenamtliche Stunden aufgewendet. Hier könne man nicht die reine Kopfzahl der Jugendlichen vergleichen, so Vorsitzender Lutz Trzeciak.

Weiter sei es auch nicht in Ordnung, wenn verschiedene Räte oder Ortssprecher davon sprechen, dass durch diesen Zuschuss andere Ort-steile benachteiligt würden. Längst werden im TSV Bissingen Jugendliche aus nahezu allen Ortsteilen betreut, auch aus dem oberen Kesseltal, wo keine Jugendarbeit im Sportverein mehr angeboten wird, so Trzeciak weiter. Als Beispiel nennt der Vorsitzende die Abteilung Fußball und das Mutter-Kind-Turnen.

Schade sei es auch, so die Meinung des Vorstands, dass sich die Verantwortlichen über die Bau- und Renovierungsarbeiten nicht ein eigenes Bild gemacht hätten und sich vor Ort über die anstehenden Arbeiten und Gegebenheiten informiert hätten. Dadurch wären solche unsachlichen Diskussionen vermieden worden.

Weiter sei man sich einig gewesen, dass die Finanzierung im Hinblick auf bevorstehende Mitgliederversammlung nochmals überarbeitet werden müsse. Auch werde man beim TSV Bissingen nun keinen radikalen Sparkurs einschlagen, um die fehlenden Mittel einzusparen, denn darunter würde nur die Jugendarbeit leiden. „Wir vom TSV Bissingen wissen, welchen sozialen Stellenwert der Sportverein in der Gemeinde hat und werden uns auch in Zukunft dieser Aufgabe stellen“, so Trzechiak. (pm)

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