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Tradition

08.11.2019

St. Martin kommt nach Lauingen

Der Nussmärtel hat nicht nur in Lauingen (Archivfoto), sondern in der ganzen Region Bedeutung.

Die kommenden Tage stehen im Zeichen des Heiligen. Am Sonntag findet der Markt statt, am Montag besucht Martin die Kinder

Zum Martinstag ist in Lauingen in diesem Jahr wieder viel geboten. Am Sonntag, 10. November, wird die jahrhundertealte Tradition des Martinimarkts fortgeführt. Der findet schon seit dem 15. Jahrhundert statt, als sich die Bevölkerung vor dem Winter noch mit Kleidung und Werkzeug eindeckte.

Auch in diesem Jahr kommen wieder zahlreiche Aussteller auf den Marktplatz. Los geht es um 10 Uhr, der Markt endet um 17 Uhr. Unter anderem wird die Arbeiterwohlfahrt Burger und Getränke für den wohltätigen Zweck verkaufen. Im Montessori-Kinderhaus wird in diesem Jahr zudem eine Mineraliensammlung mit Stücken aus ungarischen und rumänischen Erzminen, aber auch aus dem alpinen und süddeutschen Raum, gezeigt. Die Sammlung ist zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 16 Uhr zu bestaunen. Neben den Marktständen sind zwischen 13 und 17 Uhr außerdem einige Fachgeschäfte geöffnet. Wegen des Markts ist die Innenstadt am Sonntag weitestgehend gesperrt.

Am Tag danach geht das Programm auf dem Marktplatz gleich weiter: Denn Sankt Martin besucht wieder die Herzogstadt. Auf seinem Pferd reitend und mit drei Nußmärteln im Schlepptau bereitet er Buben und Mädchen eine Freude. Ab 17.30 Uhr sammeln sich die Kinder mit ihren Laternen und Begleitern vor dem Rathaus. Dort wird um 18 Uhr das von Kreisheimatpfleger Alois Sailer geschriebene „Lauinger Martinsspiel mit Nussmärtelbegleitung“ zum mittlerweile sechsten Mal aufgeführt. Begleitet wird es vom Gesangverein Frohsinn, der Stadtkapelle, den Lauinger Kindergärten und der Grundschule. Danach führt der Umzug zur Stadtpfarrkirche St. Martin. Am Pfarrhof erhalten die Kinder Nüsse und Lebkuchen.

Der Martinsbrauch hat in Lauingen Tradition. Der Kulturmarkt hat es zu seiner Aufgabe gemacht, den Brauch aufrecht zu erhalten. Besonders der Nussmärtel mit seinem wüsten Pelzmantel, Glocke und Rute, hatte früher in den Familien große Bedeutung in der Region. Sie brachten Mandarinen, Nüsse und Lebkuchen – zumindest den braven Kindern. Die dürfen sich darauf auch in diesem Jahr freuen. Mit der Rute drohen sie heute jedoch selten. (pm/mayjo)

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