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Aislingen

15.01.2020

Stefan Hoser will Bürgermeister in Aislingen werden

Reges Kommen und gehen herrschte am Sonntag in den Wahllokalen, hier das im Friedberger Rathaus, als die Bürger aufgerufen waren ihre Stimme zur Europawahl abzugeben. Symbolbild, Feature, Wahl, Wahlurne
Bild: Gönül Frey

Der CSU-Ortsverband entscheidet sich gegen einen Kandidaten aus den eigenen Reihen und nominiert stattdessen einen Aislinger, der aktuell noch gar kein Mitglied in der Partei ist.

Die Nervosität ist ihm anzusehen, als er am Mittwochabend vor rund 80 Zuhörern an das Rednerpult tritt: Stefan Hoser möchte am 15. März als Bürgermeisterkandidat gegen den amtierenden Jürgen Kopriva (UWG) in Aislingen antreten. „Mein letztes Bewerbungsgespräch liegt 20 Jahre zurück“, beginnt Hoser seine Vorstellung. Als er vom CSU-Ortsverband gefragt wurde, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne, habe er zunächst gezögert.

Vier Wochen dauerte es anschließend, bis der Aislinger einen Entschluss fasst: „Ich wollte erst genau wissen, was auf mich zu- kommt, wie ich Beruf, Familie und die Arbeit im Rathaus unter einen Hut bekomme“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie die Wahl des CSU-Ortsverbandes ausfiel

Zwar ist Hoser aktuell in der CSU noch kein Mitglied, der Unterstützung durch den Ortsverband war er sich allerdings sicher. Zunächst. Doch der 43-Jährige bleibt nicht der Einzige, der sich aufstellen lassen will. Überraschenderweise hatte auch Manuel Schuster (CSU) sich vor rund einer Woche ebenfalls dazu entschieden, für das Amt des Rathauschefs zu kandidieren. Der 38-Jährige erklärte in der Nominierungsversammlung, dass er aufgrund eines privaten Versprechens zunächst nicht habe antreten wollen. Da er im März das erste Mal Vater werde, habe er zunächst mit seiner Partnerin über die Möglichkeit sprechen müssen. Obwohl Schuster bereits langjährige Erfahrung im Aislinger Gemeinderat und umfassende Kontakte in der CSU mitbringt, entschieden sich nur fünf der 18 stimmberechtigten Mitglieder für ihn. Die restlichen 13 Stimmen gingen an Hoser, der die Nominierung mit großer Freude annahm.

Stefan Hoser will Bürgermeister in Aislingen werden

Als Bürgermeister will Hoser mehr Nähe zu den Bürgern

„Meine Ehefrau und meine drei Kinder stehen hinter mir und unterstützen mich, wo sie können“, sagt der Aislinger. Auch sein Arbeitgeber in Augsburg stärke ihm den Rücken, betont der gelernte Fachinformatiker. Er werde seine Arbeitszeit stark reduzieren, um bei Terminen vor Ort flexibel zu sein, betont der 43-Jährige. Dass er seit vielen Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen wie dem Kegelverein in Gundremmingen, dem Imkerverein oder dem Sportverein aktiv gewesen sei, zeige, dass er sich in seiner Heimat engagiere. Aufgrund einer neuen Sanierungssatzung der Gemeinde hatte Hoser vor rund fünf Jahren auch die Interessensgemeinschaft „Harmonisches Dorfleben Aislingen“ gegründet. Dass auf Basis von Fördergeldern beschlossen wurde, die Satzung zu ändern und nun bei jeglichen Sanierungsarbeiten ein Grundbucheintrag gefordert werde, hätten viele Einwohner nicht gewusst, sagt er.

Wie Hoser seine Chancen einschätzt

Mehr Nähe zu den Bürgern, das wünscht sich der 43-Jährige, sollte er gewählt werden. „Ich möchte einen Dialog vor Ort“, erklärt er. Es müsse leichter werden, sich über die Geschehnisse in der Gemeinde zu informieren. Ob das über eine besser strukturierte und aufgewertete Webseite passiere oder bei einem möglichen Stammtisch – Ideen gebe es viele. Ob ihm die Wähler eine Chance geben, weiß Hoser aktuell noch nicht, hofft aber auf deren Vertrauen: „Die Wahl wird ein ganz enges Rennen“, vermutet er.

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15.01.2020

Und in den Medien wird immer wieder lamentiert, dass keiner mehr ehrenamtlicher Bürgermeister werden will. Der Landkreis Dillingen jedenfalls ist da - wie scheinbar so oft -eine Ausnahme.Was ich gut finde!

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