1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Stein um Stein zur neuen Sportstätte

22.12.2010

Stein um Stein zur neuen Sportstätte

So soll die neue Sportstätte des SSV Höchstädt aussehen, wenn alles fertig ist. Wenn es nach 1. Vorsitzenden Jakob Kehrle geht, sollen die Sportler schon in fünf Jahren komplett darin trainieren. Das "Projekt Zukunft" soll dann der Vergangenheit angehören. Die Grafiken zeigen die Vorder- und Rückansicht. Foto/Grafik: Bronnhuber, Weiss
2 Bilder
So soll die neue Sportstätte des SSV Höchstädt aussehen, wenn alles fertig ist. Wenn es nach 1. Vorsitzenden Jakob Kehrle geht, sollen die Sportler schon in fünf Jahren komplett darin trainieren. Das "Projekt Zukunft" soll dann der Vergangenheit angehören. Die Grafiken zeigen die Vorder- und Rückansicht. Foto/Grafik: Bronnhuber, Weiss

In fünf Jahren soll alles fertig sein, wenn es nach Jakob Kehrle geht. Dann soll das "Projekt Zukunft" der SSV Höchstädt Vergangenheit sein und die Sportler der zehn Abteilungen komplett in den neuen Sportstätten trainieren, schwitzen, duschen und ratschen können. Vor über zwei Jahren war der offizielle Spatenstich für das gigantische Projekt. Seither schuften mehr als 200 Helfer fast rund um die Uhr, um das Projekt voranzutreiben. Zwei Bauabschnitte sind schon so gut wie abgeschlossen, der dritte steht in den Startlöchern. SSV-Vorsitzender Jakob Kehrle ist zuversichtlich: "Ich hätte das Projekt vor zwei Jahren nicht angefangen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass der ganze Verein dahinter steht."

Schon einiges zu sehen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Bisher haben Mitglieder, deren Familien und Freunde sowie ortsansässige Firmen und Paten in rund 24 000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden geholfen, dem "Projekt Zukunft" ein Gesicht zu geben. Und es ist schon einiges zu sehen: Es gibt ein neues Foyer, ein neues Funktionsgebäude mit Fitnessraum, ein großer Saunabereich wartet auf die Fertigstellung und die sieben Umkleidekabinen sind auch schon in Betrieb. Beim Bauabschnitt III steht unter anderem die Erstellung einer neuen Mehrzweckhalle auf der Agenda. Die jetzige soll künftig den Keglern mit vier Bahnen zur Verfügung stehen und den Stockschützen eine neue Heimat geben.

Einziges Problem: Woher das Geld nehmen? Der Bauabschnitt II war mit 600 000 Euro veranschlagt. 441 000 Euro hat die Stadt Höchstädt bis jetzt dazugegeben. Den Rest hat der Sportverein mit Spenden, Vorsteuer, zwei Darlehen und Zuschüssen - unter anderem bisher 26 000 Euro vom Landkreis - finanziert. Während der Bauarbeiten haben sich dann Mehrkosten von rund 68 000 Euro ergeben. Vor allem Umbauarbeiten im Altbau waren laut Kehrle zu niedrig angesetzt. Auch für die nächsten Bauabschnitte habe man sinnvollerweise gewisse Arbeiten, wie etwa die Energieversorgung, schon fertiggemacht. Zwei Drittel der Kosten hat die Stadt übernommen, den Rest musste die SSV selbst finanzieren. "Dafür sind wir sehr dankbar", so Kehrle.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Um die restlichen angefangenen, nicht von der Stadt bezuschussten und teilweise nicht förderfähigen Arbeiten zu Ende zu bringen, braucht die SSV Geld. Es steht der Ausbau des Gewichtheberraumes, der Bau eines Lagerschuppen für die Ski- und Radabteilung, der Bau von zwei Lagerhallen im Foyer-Bereich, Saunabereich sowie Arbeiten an den Außenanlagen oder die Fertigstellung des Terrassenbereiches auf der Agenda. Nicht zu vergessen der große Brocken Mehrzweckhalle. Vorsitzender Kehrle rechnet dafür mit rund 200 000 Euro - Geld, dass die SSV nicht hat. "Wir brauchen Unterstützung, sonst geht es nicht weiter", so Kehrle. Und das wäre das Schlimmste, was seiner Meinung nach passieren könnte. "Sobald es einen Baustopp gibt, wird es schwierig, wieder von Neuem anzufangen." Deshalb hat er die "Bausteine-Aktion" ins Leben gerufen. Sponsoren können Bausteine zwischen 50 und 1000 Euros kaufen. Später sollen die Bausteine mit Namen der Paten im Foyer für alle sichtbar verewigt werden.

Wenn es nach Jakob Kehrle geht, sollen mit dieser Aktion mindestens 70 000 Euro zusammenkommen. "So könnten wir alle Arbeiten erledigen und uns dann an die Mehrzweckhalle wagen." Außerdem wartet der SSV-Vorsitzende auf eine Förderung des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) in Höhe von rund 165 000 Euro Zuschuss und 108 000 Euro Darlehen. "Wir haben zwar über 90 Prozent Baufortschritt, stehen aber bei der Zuteilungsliste hinten. Das wollen wir versuchen zu ändern." Mit diesen Geldern wäre auch der Bau der Mehrzweckhalle möglich. "Man hat uns das nicht zugetraut. Aber mir war immer klar, dass die SSV das gemeinsam schaffen kann", so Kehrle. Von 16 bis 74 Jahre - alle Mitglieder helfen tatkräftig mit, damit das Projekt nicht Zukunftsvision bleibt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren