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Bissingen

02.08.2019

Stephan Herreiner will Erster Bürgermeister werden

Am 13. Oktober sind in Bissingen Neuwahlen. Am Abend dieses Sonntages steht dann fest, wer der neue Bürgermeister der Marktgemeinde ist und künftig die Geschicke im Rathaus leiten wird. Ab jetzt können Wahlvorschläge bei der Verwaltung eingereicht werden.
Bild: Brigitta Ernst

Seit einem Jahr vertritt der CSUler den erkrankten Rathauschef Michael Holzinger in Bissingen. Jetzt tritt er für das Amt an. Dabei hatte er ganz andere Pläne.

Eigentlich hatte Stephan Herreiner andere Pläne. Und eigentlich macht ihm sein Job richtig Spaß. Aber das vergangene Jahr hat alles verändert. Deshalb lautet seine Entscheidung: „Ja, ich will Bürgermeister in Bissingen werden. Wenn ich nominiert werde, werde ich für das Amt kandidieren. Ich habe Lust auf diese Arbeit und will es richtig anpacken“, sagt Herreiner am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung. Diese Entscheidung habe er sich gemeinsam mit seiner Familie gründlich überlegt, vor allem deshalb, weil er weiß, was als Rathauschef der Marktgemeinde auf ihn zukommen würde.

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"Es geht nicht alles gleichzeitig"

Seit der Erkrankung des noch amtierenden Bürgermeisters Michael Holzinger ist Herreiner in seiner Funktion als Zweiter Bürgermeister der offizielle Vertreter in Bissingen. „Ich habe die Arbeit in den letzten Monaten intensiv kennengelernt und gesehen, was man bewegen kann“, so Herreiner.

Stephan Herreiner will Erster Bürgermeister werden.
Bild: Stadt Dillingen

Er habe aber auch gesehen, was ein Bürgermeister leisten müsse, was die meisten Menschen nicht mitbekommen. „Es sind viele Themenbereiche und überall gibt es Kritiker. Und man muss erkennen, dass nicht alles gleichzeitig geht“, sagt er.

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Seit 2002 sitzt er für die CSU Bissingen im Gemeinderat

Seit 2002 sitzt der 52-Jährige für die CSU Bissingen im Gemeinderat. 2014 wurde er zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Vor allem in diesen vergangenen fünf Jahren sei er viel im ganzen Kesseltal unterwegs gewesen, wie er erzählt. „Wir haben sowohl im unteren als auch im oberen Kesseltal tolle Menschen. Ich durfte so viele Bürger kennenlernen, die ich bisher nicht kannte“, sagt er. Dabei habe er gemerkt, dass ein gutes Miteinander in jedem Fall wieder möglich sei, man mit den Menschen gemeinsam viel bewegen könne. „Das ist auch mein Antrieb, mich für dieses Amt zu bewerben. Ich hoffe sehr, dass wir wieder ein Miteinander hinbringen. Das Kesseltal ist in den vergangenen Jahren nicht immer positiv in den Schlagzeilen gewesen. Das muss sich ändern – das gilt nicht nur für den Gemeinderat, sondern für die ganze Gesellschaft“, betont Stephan Herreiner. Wenn er am Sonntag, 13. Oktober, die Wahl gewinne, stehe der Zusammenhalt im Kesseltal oben auf der Prioritätenliste. Und die sei randvoll.

"Die Aufgaben sind umfangreich, aber ich bin eingearbeitet"

Der Kanal ist ein Dauerthema, bis 2023 müssen alle Maßnahmen abgeschlossen sein. Eine Pflichtaufgabe, die laut dem 52-Jährigen sein muss und viel Geld kostet. Der Kindergarten muss vergrößert werden, weil eine fünfte Gruppe dazukommt. Die Kesseltaler schreien nach neuen Bauplätzen, und auch die Marktstraße müsste saniert werden. „Die Aufgaben sind umfangreich. Aber ich bin eingearbeitet“, sagt er. Zudem habe er viel Wissen von Bürgermeister Holzinger mitnehmen können. Und sowohl die Ehefrau als die 15-jährige Tochter wüssten, was auf sie zukommt. „Alle ziehen mit, ich habe nichts zu verlieren“, sagt der gebürtige Bissinger, der seit 1999 in Unterbissingen lebt. Auch sein Arbeitgeber unterstütze die Kandidatur. Herreiner ist gelernter Zimmermann, hat eine Weiterbildung zum Bautechniker gemacht und ist seit Jahren Abteilungsleiter einer Innenausbaufirma.

Zur Wahl will er für die CSU antreten, und es finden noch Gespräche mit anderen Listen statt.

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