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Haushalt

27.03.2016

Syrgenstein schafft bis zu 14 Wohnungen

Der Wohnraum in Syrgenstein ist knapp. Die Gemeinde hat sich entschlossen, selbst zum Bauherrn zu werden und bis zu 14 Wohnungen zu schaffen.

Die Bachtal-Gemeinde hat sich dazu entschlossen, selbst zum Bauherren zu werden. 1,6 Millionen Euro investiert sie dafür im Haushalt 2016. Wie das Projekt finanziert werden soll und was sonst noch geplant ist

 Der Wohnraum in Bayern ist knapp. Auch im Landkreis Dillingen. Von verschiedensten Seiten kommt deshalb immer wieder der Appell, dass dringend neue Wohnungen geschaffen werden müssen. Die Gemeinde Syrgenstein macht nun Nägel mit Köpfen. Im Haushaltsplan, der vergangene Woche vom Gemeinderat verabschiedet wurde, sind 1,6 Millionen Euro für den Bau von Mietwohnungen eingeplant.

Wie Bürgermeister Bernd Steiner beim Besuch in der DZ-Redaktion erklärte, sollen im Rahmen des Förderprogramms „Wohnungspakt Bayern“ in der Bachtalgemeinde Wohnungen mit einer Fläche von insgesamt 800 Quadratmetern geschaffen werden. Angedacht ist der Bau eines dreistöckigen Objekts mit Flachdach und etwa zehn bis 14 Wohnungen, die vor allem sozialschwachen Familien und anerkannten Flüchtlingen erschwinglichen Wohnraum bieten sollen. Derzeit hat die Gemeinde für das Projekt noch mehrere Grundstücke im Visier. Welches es letztlich wird, müssten nähere Untersuchungen zeigen. Doch die sollen zügig durchgeführt werden. „Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen“, sagt Bernd Steiner.

Die Wohnungen sollen zunächst von einer professionellen Gebäudeverwaltung betreut werden, auf lange Frist könne man auch überlegen, sie in eine neu zu gründende Wohnungsbaugenossenschaft einzubringen. Sie sollen zunächst einfach gestaltet sein, allerdings wird das Gebäude so beschaffen sein, dass man später einen Aufzug oder Balkone ohne große Probleme nachrüsten kann. Das Wohnraumprojekt, es ist mit Abstand der größte Brocken im diesjährigen Syrgensteiner Haushalt. Die Kommune rechnet hier mit einem Zuschuss von 30 Prozent, rund 480000 Euro. Um das Projekt finanzieren zu können, plant die Gemeinde eine Kreditaufnahme von 960000 Euro. Weil gleichzeitig aber 808000 Euro an Schulden getilgt werden, beläuft sich die Nettoneuverschuldung auf lediglich 150000 Euro. Und nachdem die Einnahmen aus der Miete etwa die Zinsbelastung decken, belaste das Projekt den Haushalt in den kommenden Jahren quasi nicht, so der Bürgermeister.

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Investiert wird 2016 aber nicht nur in Wohnraum, sondern auch in Lebensqualität. So soll in diesem Jahr das Jugendzentrum komplett umgebaut werden. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Bauantrag. 404000 Euro wird der Umbau kosten. Der diesjährige Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 76000 Euro. Für die Gestaltung des Umfelds rechnet die Kommune mit Ausgaben von 334000 Euro und Förder-einnahmen von 200000 Euro. Das Wasserprojekt an der Bachtalhalle wird mit 173000 Euro zu Buche schlagen, von denen Syrgenstein 100000 Euro selbst zahlen muss. Losgehen soll es daneben auch mit der Gestaltung des Mehrgenerationenparks im direkten Umfeld des neuen Pflegeheims, dessen 1. Stock bereits steht. Im Sommer sollen die Arbeiten für den Park starten. Wenn er fertig ist, gibt es Wegeverbindungen vom Ortszentrum bis hinunter zur neuen Wasserfläche. Was noch fehle, sei dann lediglich ein gastronomisches Angebot. Die Hoffnung wäre hier, dass sich am ehemaligen Standort der Raiffeisen-bank etwas entwickle, sagt Steiner, der die Schließung der Filiale als schweren Schlag für den Ort bezeichnet.

Weitere Posten im Syrgensteiner Etat für 2016 sind die Planungskosten für ein Kernwegekonzept für Wirtschaftswege (40000 Euro), die Erneuerung der Wasserleitung in der Heimgartenstraße (70000 Euro), die Verbesserung der Breitbandversorgung im Gewerbegebiet (Eigenanteil 20000 Euro), die Planung der Umgestaltung der Schulstraße (30000 Euro), ein interkommunales Beschilderungskonzept (Eigenanteil 20000 Euro) sowie die Planung des zweiten Bauabschnitts der Neugestaltung der Ortsmitte Landshausen (50000 Euro). Wie schon 2015 legt die Gemeinde auch heuer 50000 Euro für ein neues Feuerwehrfahrzeug für Staufen zurück. Das wurde vor 30 Jahren gemeinsam mit Bürgermeister Steiner in Dienst gestellt.

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