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23.12.2016

Tempo 30 im ganzen Höchstädter Zentrum?

SPD-Ortsverein blickt zurück und voraus. Auch die Hausarztsituation ist ein Thema

Anlässlich der letzten Vorstandssitzung dieses Jahres ging Wolfgang Konle, der erste Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Höchstädt, in seinem Jahresrückblick auf einige Themenschwerpunkte ein. Überschattet wurde das Jahr 2016 durch den gesundheitlichen Zustand des Bürgermeisters Stefan Lenz. Die SPD wünschte ihm und seiner Familie, dass er bald wieder auf dem Damm ist und seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen kann.

Die Wasserversorgung werde in naher Zukunft weiterhin ein wichtiges Thema sein, betonte Manfred Maneth. Höchstädt bleibe für sein Leitungsnetz verantwortlich – das Wasser werde die Rieswassergruppe liefern. Die gewerbliche Entwicklungsmöglichkeit im Norden sei gegeben, und die Qualität des Wassers werde verbessert. Positiv wertete er, dass die Stadt zwischen hartem und enthärtetem Wasser ab 2020 wählen könne. Durch den Anschluss Höchstädts an die Rieswasserversorgung würden im Wasserschutzgebiet besondere B16-Straßenbaumaßnahmen nicht mehr benötigt.

Die dort eingesparten und verfügbaren rund 1,55 Millionen Euro, schlug Bernd Wiegmann vor, könnten für kommunale Baumaßnahmen und für die Schulen sinnvoll eingesetzt werden.

Tempo 30 im ganzen Höchstädter Zentrum?

Die neuen Bauplätze am Ensbach erfreuten sich einer großen Nachfrage, stellte Konle fest. Weiterer, nötiger Wohnraum sollte in der Innenstadt im zu erhaltenden und zu renovierenden Bestand bereitgestellt werden. „Investitionen der Stadt sind gefragt, sozialer Wohnungsbau ist eine kommunale Aufgabe, der wir uns nicht verschließen dürfen“. Auch und gerade für Familien, die für eine Belebung der Stadt wichtig seien.

Bernd Wiegmann ergänzte, dass eine zukünftige Beschränkung auf 30 Stundenkilometer im ganzen Innenstadtbereich förderlich sein könne. Die SPD werde die Erfahrungen Lauingens zu diesem Thema im Auge behalten. Jan Waschke wies auf die prekäre Hausarztsituation in Höchstädt hin. Durch die Praxisschließung von Dr. Hermann Ditz verliere die Kommune nun insgesamt drei Hausärzte, und knapp 2300 Patienten müssten sich Allgemeinmediziner im übrigen Landkreis und darüber hinaus suchen. Seitens der Stadt gebe es dringenden Handlungsbedarf, um die medizinische Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Dazu bedürfe es einer intensiven Zusammenarbeit mit den bestehenden Praxen, dem Akademischen Lehrkrankenhaus in Dillingen sowie der Krankenkassenärztlichen Vereinigung.

Zu lange wäre die Engstelle des Pulverbaches in Oberglauheim ignoriert worden, bedauerte Konle, und schlug vor, dort könne und solle im kommenden Jahr mit relativ geringem Finanzaufwand die Situation verbessert werden.

In ihrem traditionellen „Blättle“, das dem städtischen Mitteilungsblatt beiliegt, geht die SPD näher auf diese Themen ein. Auch auf das „Kabarett in der Fastenzeit“ mit Michi Marchner, der als „echte Rampensau“ bekannt ist und am 1. April 2017 im Vereinsheim der SSV auftreten wird. (pm)

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