Newsticker

NRW will bei Verstoß gegen Maskenpflicht Sofort-Bußgeld von 150 Euro einführen
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Tiefe Kluft zwischen Aislinger Gemeinde und Feuerwehr

Aislingen

19.12.2019

Tiefe Kluft zwischen Aislinger Gemeinde und Feuerwehr

Immer noch strittig bei vielen Aislinger Feuerwehrleuten. Die bauliche Erweiterung des alten Feuerwehrgerätehauses anstelle eines Neubaus.
Bild: Aumiller

Es bleibt ein Reizthema in Aislingen: Die Feuerwehr hat Bedenken zur geplanten Erweiterung des Feuerwehrhauses. Wo soll das neue Heim entstehen?

Aislingen Die tiefe Kluft ist auch in der letzten Ratssitzung der Marktgemeinde Aislingen in diesem Jahr spürbar – auch in der Adventszeit. Auf der einen Seite der Gemeinderat mit Bürgermeister Jürgen Kopriva, auf der anderen Seite die Zuhörer aus dem Kreis der Freiwilligen Feuerwehr Aislingen. Der Grund: die beiden vollkommen verschiedenen Meinungen über den Standort der Einrichtungen für die Feuerwehr. Der Beschluss des Gemeinderats besagt, den bisherigen Standort des Feuerwehrgerätehauses beizubehalten und baulich den neuen Anforderungen anzupassen. Die Feuerwehr ist direkt am Rathaus im Ortskern angesiedelt.

Warum die Aislinger Feuerwehr Bedenken hat

Die Floriansjünger wollen das aber nicht mehr. Sie wünschen sich, den alten Standort aufzugeben und endlich ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, das für die nächsten Generationen Bestand haben kann. So war es auch keine Überraschung, dass sich erneut zahlreiche Feuerwehrkameraden aus Aislingen als Zuhörer im Sitzungssaal eingefunden hatten, stand doch eine offizielle schriftliche Anfrage von Gemeinderat Thomas Wecker zum aktuellen Sachstand über den Umbau des Feuerwehrgerätehauses auf der Tagesordnung.

Bürgermeister Jürgen Kopriva sagte am Dienstagabend, dass der Bauplan immer noch beim Landratsamt vorliege, da sich noch nicht alle Träger öffentlicher Belange dazu geäußert hätten. Die Ausschreibung für die einzelnen Bauabschnitte werde jedoch noch in dieser Woche vom Architektenteam erfolgen. Der Baubeginn sei für den März 2020 geplant, wobei die Bauzeit insgesamt nicht mehr als vier Monate in Anspruch nehmen dürfe.

Tiefe Kluft zwischen Aislinger Gemeinde und Feuerwehr

Was mit dem neuen Feuerwehrauto passiert

Zur Anfrage über den Zeitpunkt der Indienststellung und die Unterbringung des neuen Feuerwehrfahrzeugs LF 10 berichtete der Rathauschef, das Fahrzeug sei bereits bis zur Fertigstellung des Umbaus des Feuerwehrgerätehauses in einer Halle an der Karl-Bernhard-Straße eingestellt worden. Auf die Anfrage von Wecker zum Frostschutz, sagte der Bürgermeister, laut Hallenbesitzer sei die Halle nicht sehr frostanfällig, dennoch habe die Gemeinde dafür gesorgt, die Halle zu beheizen.

Darüber hinaus sei hinzuzufügen, dass über die vorläufige Unterbringung des neuen Fahrzeugs Kommandant Florian Eser ebenso mit einbezogen worden sei, wie bei sechs Besprechungen mit Gemeinderäten und dem Planungsbüro zur Realisierung der Pläne für den Umbau des bestehenden Feuerwehrgerätehauses. Daher sei es auch seitens des Gemeinderats dem Kommandanten überlassen worden, wann das Fahrzeug angemeldet und in Dienst gestellt werde, so Kopriva.

Welche Deadline eingehalten werden muss

Der Nachweis für die Indienststellung müsse jedoch bis zum April 2020 erfolgen, um nicht den Zuschuss zu verlieren. Kommandant Eser äußerte sich in diesem Zusammenhang, das Fahrzeug demnächst anzumelden und im Einsatzfall mit den beiden alten Fahrzeugen bis zur Fertigstellung des Umbaus mitzuführen.

Vor der Behandlung dieses Themas wurde vom Ratsmitglied und örtlichen Rechnungsprüfer Thomas Wecker der Rechnungsprüfungsprüfbericht 2018 verlesen und anschließend die Entlastung ebenso erteilt wie bei der Feststellung der Jahresrechnung 2018 durch VG-Kämmerer Helmut Baum. Die Ausschreibung der Kanalsanierung wurde bei dieser Sitzung als Tagesordnungspunkt gestrichen.

Lesen Sie aus dem Aschberg auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren