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Landkreis

10.12.2019

Tödliche Attacke in Augsburg: Feuerwehren aus dem Landkreis zeigen sich solidarisch

Die Wertinger Feuerwehr stellte Kerzen auf, das Schild der Höchstädter Feuerwehr trägt jetzt Trauerflor.

Auch im Landkreis Dillingen werden nach dem Tod des Feuerwehrmannes in Augsburg Kerzen entzündet.

Die tödliche Prügel-Attacke am Freitagabend auf dem Augsburger Königsplatz, bei der ein 49-jähriger Feuerwehrmann gestorben ist, hat auch Feuerwehrleute im Landkreis Dillingens sprachlos gemacht. „Das ist unfassbar, wir sind schockiert“, sagt Kreisbrandrat Frank Schmidt. Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft hatte am Montagabend dazu aufgefordert, vor den Feuer- und Rettungswachen Kerzen aufzustellen, um so die Anteilnahme gegenüber den Hinterbliebenen und den Kollegen des 49-Jährigen auszudrücken. Kreisbrandrat Schmidt bedauert, dass er erst spät am Nachmittag davon erfahren habe, dass sich auch der Landesfeuerwehrverband dieser Aktion angeschlossen hat. Er habe deshalb nicht mehr rechtzeitig reagieren und einen Aufruf starten können. „Dass so etwas passiert, ist tragisch und macht mich traurig“, sagt Schmidt.

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In Wertingen brennt eine Kerze

Der Höchstädter Feuerwehrkommandant Stephan Karg hat im Laufe des Montags von der Aktion der Gewerkschaft mitbekommen. Deshalb habe er am Abend entschieden, am Feuerwehrhaus in Höch-städt eine Kerze aufzustellen. Das Schild des Feuerwehrhauses in der Oberglauheimer Straße versah Karg mit einem Trauerflor. Der Kommandant ist sprachlos, dass offensichtlich ein einziger Schlag den Feuerwehrmann getötet hat. „Und es müssen Nichtigkeiten gewesen sein, die zu dieser Attacke geführt haben“, ist der Kommandant schockiert. Für den Kommandanten der Wertinger Feuerwehr, Rudolf Eser, war es sofort klar, dass er die Solidaritätsaktion unterstützen wird. „Wir wollten ein Zeichen gegen die Gewalt setzen“, sagt Eser. Der Wertinger Kommandant zeigt sich überzeugt, „dass es jeden hätte treffen können, der in diesem Fall Zivilcourage zeigt“. Und dies mache ihn sprachlos. „Da zeigt einer Zivilcourage, und dann wird er umgebracht, das kann nicht sein“, so stellt sich der Zusamstädter den Ablauf der Attacke am Freitagabend in Augsburg vor.

Auch in anderen Städten und Gemeinden gab es ähnliche Aktionen

Etwa 20 Angehörige der Wertinger Feuerwehr seien am Montagabend im Feuerwehrgerätehaus versammelt gewesen. „Wir haben eine Kerze vor dem Haus aufgestellt“, berichtet Eser. Und als sie später wieder aus dem Haus gekommen seien, standen drei weitere Kerzen dort. Für Eser ein Zeichen, dass das tragische Schicksal des 49-Jährigen auch Wertinger, die nicht in der Feuerwehr sind, bewegt hat.

Tödliche Attacke in Augsburg: Feuerwehren aus dem Landkreis zeigen sich solidarisch

Der Wertinger Kommandant weist darauf hin, dass auch andere Feuerwehren im Landkreis dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt sind. Aktionen habe es unter anderem in Rieblingen, Gottmannshofen, Buttenwiesen, Ober-/Unterthürheim und Lauingen gegeben.

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