Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. "Topografie gibt nicht mehr her"

04.03.2009

"Topografie gibt nicht mehr her"

Elchingen/Aalen (sto) - Dass er "nach wie vor an einem moderaten Ausbau des Verkehrslandeplatzes Aalen-Elchingen interessiert" ist, versicherte der Vorstand des Luftsportrings Aalen in einer Stellungnahme. Der Verein als Eigentümer des Verkehrslandeplatzes sei sich seiner Verantwortung bewusst, er sehe und kenne die Interessen der Wirtschaftsregion. Aus Sicht des Luftsportrings, so betonte der Vorstand, bestünden deshalb weiterhin gute Chancen, eine einvernehmliche Lösung zwischen den berechtigten Interessen der Anwohner, den Anforderungen der Wirtschaftsregion und den Belangen der Sportfliegerei in Gesprächen und Diskussionen herbeiführen zu können.

Wie ausführlich berichtet, hat die IHK Ostwürttemberg das vorläufige Aus für die vielfältigen Bemühungen verkündet, den Verkehrslandeplatz Aalen-Elchingen auszubauen. Zur Begründung wurde auf den Vereinsbeschluss des Luftsportrings Aalen hingewiesen, der einen zu engen Rahmen vorgegeben habe.

Nicht willkürlich

Dieser Beschluss des Luftsportrings, so sieht sich der Vorstand veranlasst zu erläutern, sei jedoch nicht willkürlich zustande gekommen. Vielmehr beruhe er auf mehreren von außen bestimmten Faktoren. Grundsätzlich bestehe auf dem Härtsfeld "eine nicht ganz einfache Geländesituation". Zwei Straßen müssten bei einem Landeanflug in einer luftrechtlich bestimmten Mindesthöhe überflogen werden. Daraus und aus einem einzuhaltenden definierten Gleitwinkel ergäben sich die frühestmöglichen Aufsetzpunkte im Westen und im Osten und damit die maximal nutzbare Länge der Piste. "Die Topografie auf dem Härtsfeld zwischen dem Großkuchener Weg und der Neresheimer Straße gibt als verfügbare Pistenlänge einfach nicht mehr her, als die im Vereinsbeschluss genannten 1350 Meter", unterstreicht der LSR-Vorstand. Für die Einrichtung eines ebenfalls von der Industrie gewünschten Instrumenten-Anflugverfahrens sei der Elchinger Flugplatz insgesamt zu schmal. Fast alle Gebäude würden die vorgeschriebenen Hindernisfreiflächen massiv durchdringen. Ob hier eine Ausnahmeregelung möglich gewesen wäre, hätte in einer "aeronautical study" geklärt werden müssen, für dass niemand bezahlte.

"Insbesondere finanzielle Erwägungen", so meint der LSR-Vorstand, dürften für den Rückzug der Industrie entscheidend gewesen sein.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren