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Bauernverband

10.05.2017

Über 1000 Jahre Ehrenamt

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Auf dem Ehrungsabend des Dillinger BBV wurden sieben nach langjähriger Tätigkeit ausgeschiedene Ortsobleute zu Ehrenortsbäuerinnen und Ehrenortsobmännern ernannt. Vonseiten des BBV-Hauptamts gratulierten ihnen Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer (links) und der Leiter der schwäbischen Hauptgeschäftsstelle, Markus Müller (rechts): Apollonia Lorenz, Resi Steinle, Annegret Sinning, Anton Hahn und Anton Dölle (von links). Nicht auf dem Foto: Elmar Sinning (Schwenningen) und Josef Straub (Pfaffenhofen).

Zahlreiche Landwirte wurden ausgezeichnet. Der Beruf birgt viele Herausforderungen

„Ehrenamtliche sind Menschen, die mehr machen als sie müssen.“ Auf dem Ehrungsabend für die ausgeschiedenen und aktiven langjährigen Obleute des Dillinger BBV fasste Kreisobmann Klaus Beyrer die Leistung der Ehrenamtsträger im bäuerlichen Berufsverband so zusammen.

Mehrere Dutzend Verbandsjubilare waren in Finningen erschienen, um sich ihre Urkunden und Präsente für insgesamt rund 1500 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im BBV abzuholen. „Das sagt schon etwas aus, wenn so viele Leute so lange erfolgreich zusammenarbeiten und ein Zeichen gegen den um sich greifenden Populismus setzen“, bekundete BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer, der die Ehrungen moderierte. Kreisobmann Klaus Beyrer bezeichnete das Ehrenamt als „Rückgrat des Berufsverbands“ mit seinen mehr als 150000 Mitgliedern in Bayern. „Wir sind durchorganisiert bis in die kleinste Ortschaft hinein.“ Als Repräsentanten des BBV vor Ort brachten und trugen die Orts-obleute ihre Ideen in den Verband und zeigten Eigeninitiative, sagte Beyrer.

Die neue Bezirksbäuerin Christiane Ade sagte, eine vordringliche Aufgabe der Bäuerinnen und Bauern sei es, der Bevölkerung Grundkenntnisse über die moderne Landwirtschaft zu vermitteln. „Und wer könnte das besser als wir selbst?“ Ade hat vor fast 20 Jahren in einen Milchviehbetrieb in Gerlenhofen im Landkreis Neu-Ulm eingeheiratet. „Das bereue ich bis heute nicht“, betonte die Bezirksbäuerin. Trotz mancher Unannehmlichkeiten bereite das Ehrenamt Freude und führe zu vielen Begegnungen. Es sei aber wichtig, dass die Ehrenamtlichen mit einer Stimme sprechen, sagte Ade. Schließlich vertrete der BBV als Einheitsverband alle Betriebsformen ohne Unterschied ob konventionell oder biologisch. Diese Einheit gewinne zusätzlich an Bedeutung, je mehr die bäuerlichen Familien zu einer kleinen Berufsgruppe geworden seien.

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Fast 60 Ehrenamtsträger standen auf der Liste, die die neue Kreisbäuerin Annett Jung, Klaus Beyrer und Eugen Bayer mit Urkunden und Geschenken auszeichneten. Ausgeschiedene Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner: Maria Konrad (Hochstein), Sieglinde Strasser (Steinheim) und Annemarie Vesenmaier (Frauenriedhausen). : Monika Berchtold (Gundelfingen), Gustav Holand (Zusamaltheim), Inge Jaworski (Mörslingen), Josef Liepert jun. (Wortelstetten), Bernhard Schüle (Fronhofen), Rosemarie Senning (Deisenhofen) und Brigitte Sinning (Finningen). Johannes Hurler (Thalheim), Armin Jäger (Zöschingen), Maria Killensberger (Wertingen), Sofie Muff (Eppisburg), Mathilde Schnalzger (Zöschingen), Hannelore Veh (Oberliezheim) und Simon Wetschenbacher (Schwennenbach). Paul Girstenbrei (Unterliezheim), Friedrich Heider (Oberringingen), Alwin Hieber (Eppisburg), Christine Hurler (Thalheim), Anni Keis (Osterbuch-Asbach), Traudl Ott (Unterringingen-Zoltingen) und Arthur Sinning (Mödingen).

Erstmals wurden langjährige Ortsobleute zur Ehrenortsbäuerin bzw. zum Ehrenortsobmann ernannt: Anton Dölle (Peterswörth), Anton Hahn (Weisingen), Apollonia Lorenz (Unterliezheim), Annegret Sinning (Bissingen) und Resi Steinle (Buggenhofen-Kesselostheim). Elmar Sinning (Schwenningen) und Josef Straub (Pfaffenhofen).

Amtierende Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner: Irene Adel (Oberringingen), Claudia Böck (Aislingen), Ulrike Brugger (Bachhagel), Barbara Hartmann (Villenbach-Rischgau), Gabi Huber (Landshausen-Syrgenstein), Hermann Joas (Bergheim), Karola Kitzinger (Fristingen), Ingrid Kratzer (Hirschbach), Franz Lingel jun. (Landshausen-Syrgenstein), Gabi Lipowsky (Unterthürheim), Jürgen Meitinger (Bocksberg), Veronika Scheu (Bächingen), Pia Schmid (Schabringen), Laura Schüle (Unterringingen-Zoltingen), Leonhard Schweyer (Blindheim), Margit Sequenz (Warnhofen), Hubert Sporer (Laugna), Charlotte und Franz Stetter (Schretzheim), Eva Wiedemann (Holzheim), Karl Winkler (Binswangen) und Elfriede Zacher (Ziertheim). Helmut Hitzler (Prettelshofen). Michael Trauner (Hohenreichen). Klara Kitzinger (Faimingen).

Eine ganz besondere Auszeichnung wurde Hannelore Schmid und Hermann Kästle zuteil. Schmid, die 40 Jahre lang als Ortsbäuerin in Göllingen und von 2007 bis 2017 als Kreisbäuerin wirkte, wurde zur Ehrenkreisbäuerin ernannt. 30 Jahre lang agierte Kästle als Ortsobmann von Steinheim und von 2002 bis 2012 als Kreisobmann. Dafür wurde er mit dem Titel eines Ehrenkreisobmanns bedacht. Abschließend wurde auch der berufsständische Einsatz von Albert Sporer aus Unterliezheim gewürdigt, der von 2012 bis 2017 das Amt des Dillinger Kreisobmanns ausübte.

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