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28.06.2009

Überraschende Ideen von Aislingern für Aislingen

Aislingen Dorfladen, Grünflächenpflege, Jugendtreff, Parken - 23 Aislinger haben beim ersten Bürgergutachten ihre wichtigsten Anliegen an die Gemeinde diskutiert.

In kleinen Runden besprachen Rentnerin, Schüler, Landwirt, Schichthandwerker zunächst was sie an ihrer Gemeinde mögen und was sie gerne verändern würden. Christian Högel hat sich schon vor dem Termin überlegt, was er einbringen könnte: "Was brauche ich täglich? Was fehlt? Was klappt gut?" Wolfgang Scheffler, der gemeinsam mit Heike Hoedt das Bürgergutachten organisiert hat, freut die engagierte Teilhabe und die offene Atmosphäre. "Sie sind alle ganz konzentriert dabei", bemerkt er mit einem zufriedenen Lächeln.

Trotz Altersunterschied gemeinsame Themen

Der 28-jährige Högel war überrascht, wie schnell sich sein Team trotz des großen Altersunterschieds auf drei Hauptanliegen einigen konnte. "Es gab einige generationsübergreifende Punkte, denen wir alle sofort zustimmten." Zum Beispiel würden auf der Straße abgestellte Autos andere Verkehrsteilnehmer und im Winter die Räumdienste behindern.

Überraschende Ideen von Aislingern für Aislingen

Die mit 13 Jahren jüngste Teilnehmerin konnte diesen Punkt, der auch in ihrer Gruppe zur Sprache kam, nicht so recht nachvollziehen. "Da fehlte mir der Bezug." Trotzdem fiel es auch ihrem Team leicht, die etwa zwölf gemeinsam gefundenen Anregungen, in drei wesentlichen Punkten zusammenzufassen.

Nach knapp einer Stunde zogen die fünf Vierer- und Fünfergruppengruppen eine kurze Zwischenbilanz und präsentierten ihre wichtigsten Anregungen im Plenum. Dann hieß es: bewerten. Mit jeweils fünf roten Klebepunkten ausgestattet konnte jeder Teilnehmer seine liebste Idee darunter markieren. Ziemlich eindeutig das Ergebnis: Die Einkaufsmöglichkeiten im Ort sind verbesserungswürdig. Für jüngere Jugendliche gibt es keinen richtigen Treffpunkt und die an den großen Straßen parkenden Pkws stören. Die Pflege der gemeindlichen Grünflächen lasse teils zu wünschen übrig und bereite manchen Anwohnern, die die Arbeiten oft übernehmen, Schwierigkeiten.

Bürgermeister Jürgen Kopriva, der bereits gespannt auf die Ergebnisse gewartet hatte, ist überrascht: "Dass die gemeindlichen Grünflächen einen derart großen Stellenwert haben, hätte ich nicht gedacht." Er war sich sicher, dass diese bisher ganz ordentlich gepflegt wurden.

Aber die 23 Aislinger waren nicht nur geladen, um Forderungen an den Gemeinderat zu stellen. Im Gegenteil: In neu eingeteilten Kleingruppen machten sie sich daran, adäquate Lösungen zu finden. Zum Abschlussgespräch in der großen Runde sprudelten sie vor frischen Ideen: "Ramadama gemeinsam mit der Jugend veranstalten, um die Grünflächen zu säubern." "Landwirte, die bereits jetzt ihre Produkte ab Hof anbieten, könnten diese an einem gemeinsamen Ort verkaufen." "Vielleicht stellt jemand einen freien Platz zum Parken zur Verfügung." Jetzt sind alle Bürger gefragt, die Überlegungen aus der ersten Aislinger Bürgerversammlung umzusetzen. Schon bald soll es einen weiteren Termin geben, wo die Ergebnisse im Detail ausgearbeitet werden sollen.

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