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Wittislingen

23.01.2019

Ulrich Müller über Herausforderungen und Fortschritt in Wittislingen

Grußwortredner und Referenten beim Neujahrsempfang in Wittislingen. Im Bild von links: Ministerialdirektor Herbert Püls, Bürgermeister Ulrich Müller, Europaabgeordneter Markus Ferber, MdL Johann Häusler, MdL Eva Lettenbauer, Landrat Leo Schrell und Gemeindearchivar Harald Lemmer, der im Rahmen des Neujahrsempfangs den ersten von sechs Bänden der Schriftreihe „Historie und Geschichte von Wittislingen“ vorstellte.
Bild: Horst von Weitershausen

Prominente Redner halten beim Neujahrsempfang eindringliche Vorträge in der Aula der Grund- und Mittelschule Wittislingen.

„Es bleibt schwierig.“ Mit dieser Aussage begann Wittislingens Bürgermeister Ulrich Müller seinen Vortrag „Ausblick 2019“ beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der voll besetzten Aula der Grund- und Mittelschule.

Als Begründung nannte Müller den Sanierungsstau der Gemeinde. Rund zehn Millionen Euro seien notwendig, um ihn aufzulösen. In diesem Zusammenhang stehe auch die Problematik des kommunalen Haushalts der Marktgemeinde sowie die Liquiditätserzeugung. Doch er sei optimistisch, diese Probleme mit dem Gemeinderat wie in der Vergangenheit nach und nach bewältigen zu können. Dabei verwies er unter anderem auf die erfreuliche Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen seit dem Jahr 2012.

Wittislingen habe beigetragen, Flächenfraß einzudämmen

160000 Euro standen damals im Haushalt dafür zu Buche. Im vergangenen Haushaltsjahr seien es rund 650000 Euro gewesen, was auf die gestiegene Gewerbeansiedlung zurückzuführen sei. Daher dürfe die Gemeinde nicht nachlassen, Wittislingen als Standort für Unternehmen bekannt zu machen, besonders mit Blick auf die Ausweisung eines ökologischen Gewerbegebiets. Darüber hinaus habe die Gemeinde beigetragen, den Flächenfraß einzudämmen, indem keine weiteren Baugebiete ausgewiesen wurden. Mit Blick auf die Innenentwicklung sei Wittislingen als Wohnstandort besonders bei jungen Familien immer beliebter geworden und durch den Bau des Seniorenheims habe sich auch die Lebensqualität im Alter enorm verbessert. Des Weiteren konnten die Schülerzahlen in der Grund- und Mittelschule stabilisiert werden und die Kindertagesstätte erfreue sich einer erhöhter Nachfrage.

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Vor dem Vortrag des Bürgermeisters verwies Landrat Leo Schrell in seiner Grußwortrede auf die äußerordentlich gute wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises, was auf einen gesunden Branchenmix von Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung zurückzuführen sei. Darin eingebunden sei die zukunftsorientierte Ausbildung in den Betrieben, auch die vielfältigen Bildungseinrichtungen und außerschulischen Bildungsträger leisteten seit Jahren einen wichtigen Beitrag, um die Region attraktiv zu gestalten. Ein weiterer Baustein für die nachhaltige Zukunftsperspektive des Landkreises sind nach den Worten des Landrats die Millionen-Investitionen in die beiden Kreiskliniken, die Wiedergewinnung der Geburtenstation sowie die Stärkung der Arztpraxen durch junge ausgebildete Ärzte.

Auch Europaabgeordneter Markus Ferber spricht in Wittislingen

Nach den Grußworten der Landtagsabgeordneten Johann Häusler von den Freien Wählern und Eva Lettenbauer, Bündnis 90/Die Grünen, die beide die Schwerpunkte ihrer Arbeit im Landtag vorstellten, referierte der Europaabgeordnete Markus Ferber zum Thema „Chancen und Herausforderungen für Europa“. Zum Brexit äußerte sich der CSU-Politiker mit den Worten, er können die Engländer nicht verstehen – mit dem EU-Austritt hätten sie keine großen Perspektiven. Daher sei es für die anderen EU-Länder äußerst wichtig, sich bei den Brexit-Verhandlungen darauf zu besinnen, was Europa stark macht. Durch die Veränderungen in der Welt sei die Sicherheit der 90er Jahre nicht mehr vorhanden, worauf sich auch Europa einstellen müsse. Daher müssten die europäischen Außengrenzen gesichert werden. Denn die Krisengebiete der Welt, Naher Osten und Afrika liegen vor der EU-Haustüre, wodurch mehr gemeinsame Außenpolitik gefordert sei. Des Weiteren sei die Regelung einer nachhaltigen Landwirtschaft eines der großen Themen in Europa, ebenso wie die Schaffung von Rahmenbedingungen, um die Arbeitslosigkeit EU-weit weiter zu senken. Wichtig sei dem EU-Parlament ebenfalls, für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen.

Anschließend sprach der Amtsleiter des Bayerischen Kultusministeriums, Misterialdirektor Herbert Püls zum Thema „Mittelschule – ein Erfolgsmodell“. Nach dem ausführlichen Einblick in das bayerische Schulwesen zeichnete der Bürgermeister Theobald Sing und Franz Schabel für ihr vielfältiges ehrenamtliches Wirken mit der Ehrenmedaille in Gold der Marktgemeinde Wittislingen aus.

Den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs gestaltete die Chorgemeinschaft Wittislingen.

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