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Dillingen

09.05.2018

Ulrichspreis: Alle sind eingeladen

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Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl erhielt 1997 in Dillingen den Europäischen St.-Ulrichs-Preis. Rechts der frühere Landrat Dr. Anton Dietrich
Bild: Marcus Merk

Die Stiftung hofft, dass am Samstag viele Menschen kommen. Ein Preisträger hatte bisher mit Abstand den größten Zulauf.

Es ist die zwölfte Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises, die am Samstag, 12. Mai, in Dillingen über die Bühne gehen wird. Und die Stiftung um den Vorsitzenden Leo Schrell hat dabei den Wunsch, dass möglichst viele Menschen aus der Region beim Festakt dabei sind. Denn eine Preisvergabe bei nur halb gefüllten Bänken in der Studienkirche würde die Feier trüben. Der Geschäftsführer der Ulrichsstiftung, Peter Hurler, ist aber zuversichtlich, dass das Interesse am kommenden Samstag groß sein wird. „Wir haben sehr viel Zuspruch erfahren, was die Auswahl des Preisträgers anbelangt“, sagt Hurler. Der Ulrichspreis geht 2018 an die Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. Und der Tenor bei den Bürgern und Bürgerinnen im Landkreis war laut Hurler eindeutig. „Die haben es verdient“, so lauteten die Kommentare.

Unbestrittener Höhepunkt in Sachen Publikumsresonanz dürfte die Preisverleihung 1997 an den inzwischen verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl gewesen sein. Der CDU-Politiker marschierte damals vom Goldenen Saal durch die Kardinal-von-Waldburg- und Königstraße zum Festessen im Stadtsaal. Eine ordentliche Zahl von Schaulustigen säumte damals die Straßen.

Der Festakt am Samstag beginnt um 11 Uhr in der Studienkirche in Dillingen. „Zur Teilnahme an diesem für den Landkreis und die Stadt Dillingen herausragenden kulturellen Ereignis ist ausdrücklich auch die Bevölkerung eingeladen“, betont Landrat Schrell. Lediglich im vorderen Bereich der Studienkirche seien Plätze für geladene Gäste reserviert. Bürger und Bürgerinnen könnten die anderen freien Plätze ohne Einlasskarte einnehmen. Die Studienkirche öffnet dazu bereits um 9.30 Uhr. Pünktlich um 11 Uhr beginnt der Festakt in der Studienkirche, der etwa 75 Minuten dauern und von Axel Flierl an der Orgel und den Dillinger Barockbläsern musikalisch umrahmt wird.

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Bereits ab 10.30 Uhr erwarten die Mitglieder des Stiftungsvorstandes die Ankunft des Präsidenten der deutschen Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“, Dr. Volker Westerbarkey, sowie die Laudatorin und Schirmherrin von Unicef Deutschland, Elke Büdenbender, auf dem Ulrichsplatz. Für die musikalische Umrahmung bei der Begrüßung der Festgäste hat die Stiftung die „Wood & Brass Band“ des Sailer-Gymnasiums mit ihrem Bandleader Felix Mack und das Orchester „Blas den Blues“ mit seiner Dirigentin Ingrid Philipp engagiert. In dem Orchester spielen Menschen mit und ohne Handicap.

Für welches Nothilfe-Projekt die „Ärzte ohne Grenzen“ das Preisgeld in Höhe von 10000 Euro einsetzen werden, kann Dr. Volker Westerbarkey noch nicht genau sagen. Möglicherweise werde es für die Versorgung der zahllosen Rohingya, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen sind, Verwendung finden – oder für die hunderttausende Vertriebene in der Zentralafrikanischen Republik oder für die unglaublich teure Behandlung von Patienten mit multiresistenter Tuberkulose in Zentralasien. (mit pm)

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