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18.06.2009

Unerwarteter Geldregen für die Gemeinde Bissingen

Bissingen Wo andere Kommunen bereits voll von der Krise erfasst werden, ergießt sich über Bissingen ein warmer Geldregen. Nicht nur, dass die Gemeinde beim Konjunkturpaket mit rund 300 000 Euro berücksichtigt wurde, jetzt kann sie sich auch noch auf rund 2,2 Millionen Euro Gewerbesteuer freuen. Der Höchstbetrag ist umso erfreulicher, da es sich um unerwartete, aber bereits feststehende Nachzahlungen handelt, erläuterte Bürgermeister Michael Holzinger in der Sitzung des Gemeinderats.

Kreditaufnahme notwendig

Man werde sich nicht dazu verführen lassen, die strenge Ausgabendisziplin zu verlassen, sagte Holzinger. Kämmerer Jürgen Ostermair erläuterte den Haushalt, der ein Volumen von rund 9,6 Millionen Euro hat, in vielen Details. Bei den geplanten Investitionen kommt die Gemeinde nicht um eine Kreditaufnahme von rund 420 000 Euro herum. "Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, die wirtschaftliche Lage wird auch uns zu schaffen machen", so Holzinger. Schwerpunkte sind in diesem Jahr, wie schon in der Vergangenheit, Kanalbau und Wiederherstellung von Straßen, u. a. in Diemantstein und Unterringingen.

Doch kommende Projekte werfen ihre Schatten. Für den neuen Brunnen bei Kallertshofen sind 100 000 Euro eingeplant. Für die Sanierung des Rathauses, die nach dem Konjunkturprogramm bis 2011 beendet sein muss, sind in diesem Jahr 50 000 Euro vorgesehen. Der dicke Brocken für Umbau und Erweiterung von 1,5 Millionen Euro wird auf die Jahre 2010 und 2011 verteilt. Für die Schule fällt eine Investitionsumlage in Höhe von 203 000 Euro an.

Unerwarteter Geldregen für die Gemeinde Bissingen

460 000 Euro für Grundstücke

Der Etat war bereits im Hauptausschuss intensiv beraten worden. Dabei habe es durchaus kontroverse Diskussionen gegeben, wie Holzinger meinte. Wolfgang Schmid (CSU) erinnerte an seine kritische Haltung zum Budget für den Kauf von Grundstücken in Höhe von 460 000 Euro. Ein Teil der Flächen soll Landwirten im neuen Wasserschutzgebiet zum Tausch angeboten werden. Holzinger sicherte Schmid zu, das, was nicht gebraucht wird, werde verkauft. Ottmar Hurler, 2. Bürgermeister, betonte, der Kauf sei eine Investition in die Zukunft. Mit dem eigenen Brunnen werde Fremdwasser gemindert. Lutz Trzeciak (SPD) nannte die Nettoverschuldung "mehr als moderat". Sie sei zu vertreten, wenn so zurückgezahlt werde wie bisher.

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