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Plage

02.08.2018

Ungeziefer: Kakerlaken in Lutzingen

Eine Kakerlake.
Bild: dpa

Tiere sind im Kanalsystem von Lutzingen. Eine Fachfirma ist im Einsatz. Was getan wird?

Bäckerschabe, gemeine Küchenschabe oder orientalische Schabe – für das Insekt mit den langen Fühlern und den behaarten Beinchen gibt es viele Namen. Bekannt ist es meist als Kakerlake. Egal wie man die Schabe nennt – haben will sie keiner. Auch nicht Eugen Götz. Doch Lutzingens Bürgermeister hat gerade mit jeder Menge solcher Vorratsschädlinge zu tun. Er bestätigt: „Ja, wir haben Kakerlaken in der Kanalisation. Ab und an kommen sie abends dann rauf. Aber es ist schon besser geworden.“

Bürgermeister geht auf Nummer sicher

Im Juni wurde das Problem in der Gemeinde bekannt, der Rathauschef hat sich informiert und im ersten Versuch mithilfe von Spezialmitteln, die auch im Höchstädter Bauhof zum Einsatz kommen, gegen die unbeliebten Tiere angekämpft. Es sei daraufhin schon viel besser geworden, trotzdem ist seit Donnerstag eine Fachfirma nun vor Ort. „Wir gehen auf Nummer sicher“, so Götz.

Mit einer speziellen Paste werden 19 betroffene Hauptschächte und zusätzlich die Straßeneinlaufschächte behandelt. Die Tiere, so erklärt es Bürgermeister Götz, sollen die Paste fressen, sterben und werden dann wiederum von anderen Kakerlaken gefressen, die ebenfalls verenden. „Die Schabe ist ein Kannibale. Das soll wie ein Schneeballsystem funktionieren“, sagt Eugen Götz.

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Kam die Kakerlake wegen Futtermittel?

Betroffen sind vor allem Schächte in der Kreuzung Hauptstraße, Höchstädter Straße und Oberglauheimer Straße. Vier Wochen wird nun alles beobachtet und auch die Quelle soll ermittelt werden. „Die erste Vermutung der Fachfirma ist, dass die Schabe durch Futtermittel eingeführt wurde. Aber auch Essensreste, die von Anwohnern, in Kanal geworfen werden, können ein Problem sein.“

Gesundheitsamt Dillingen ist informiert

Eine Anwohnerin hat den Kakerlaken-Fall auch beim Gesundheitsamt in Dillingen gemeldet. Die Behörde, so sagt es Lutzingens Bürgermeister, stehe beratend zur Seite, er halte die Verantwortlichen auf dem Laufenden. „Es ist alles schon deutlich besser geworden. Wir kriegen das in Griff“, hofft Götz.

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