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Dillingen/Heidenheim

14.11.2018

„Unglaublich“: B492-Sanierung verzögert sich erneut

Die B 492 zwischen Bergenweiler und Hermaringen ist in einem schlechten Zugang. Doch die geplante Sanierung muss immer wieder verschoben werden.  
Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbol)

Die Posse um den Ausbau des Autobahnzubringers geht in die nächste Runde. Ein Baustart ist derzeit nicht absehbar. Und auch die Kosten steigen massiv an.

Es ist eine nicht enden wollende Geschichte: Seit Jahren soll die B 492 zwischen Bergenweiler und Hermaringen saniert werden. Doch das Projekt um den maroden Autobahnzubringer musste immer wieder verschoben werden. Zuletzt wurde bekannt, dass der Untergrund torfig und somit nicht genügend tragfähig ist, weshalb der geplante Baustart auf Frühjahr 2019 verschoben wurde (lesen Sie hier mehr dazu).

B 492: Der Baustart ist ungewiss, die Kosten steigen massiv an

Doch auch daraus wird nun nichts werden. Wie im Rahmen des bayerisch-württembergischen Kommunalstammtisches am Mittwochabend in Herbrechtingen bekannt wurde, ist der Baustart der lange geplanten Maßnahme derzeit nicht absehbar. Heidenheims Landrat Thomas Reinhardt gab Informationen des Landes Baden-Württemberg weiter, die er selbst erst seit kurzem habe. Demnach werde die Baumaßnahme durch den schlechten Untergrund massiv teurer. Bisher war die Rede von rund sechs Millionen Euro. „Man geht mittlerweile von deutlich über zehn Millionen Euro aus“, sagte Reinhardt.

Und damit nicht genug: Nun schaltet sich der Bund in die Angelegenheit ein. Ausschreibungen für das Projekt dürfen erst nach einer Genehmigung des Bundes erfolgen. Wann diese Genehmigung erfolgen wird, ist derzeit ungewiss. Ein Baustart ist somit nicht absehbar.

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Die Nachricht löste am Kommunalstammtisch Unverständnis aus. Einhellige Meinung der anwesenden Bürgermeister: Diese Entwicklung ist der Bevölkerung nicht mehr vermittelbar. „Das ist im höchsten Maße peinlich“, kritisierte Dillingens Landrat Leo Schrell. Auch Amtskollege Reinhardt schimpfte: „Das ist unglaublich, da fällt einem nichts mehr ein.“ Er betonte, dass der Abschnitt zu den unfallträchtigsten Strecken im Landkreis Heidenheim zählt. „Da muss ganz schnell etwas passieren.“

Die Landräte erklären die Angelegenheit zur "Chefsache"

Heidenheims Landrat erklärte die Angelegenheit nun zur „Chefsache“. Heißt: Er und Schrell wollen sich zusammenschließen und persönlich die Ministerien in München und Stuttgart sowie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kontaktieren. „Sollten wir von einer Genehmigung des Bundes abhängig sein, muss diese so schnell wie möglich kommen“, forderte Reinhardt. „Der Baubeginn muss nächstes Jahr erfolgen, alles andere wäre ein Skandal.“

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