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Debatte

24.01.2018

„Unsachliche Aussagen“

Die Höchstädter Umlandfraktion reagiert auf den Leserbrief des Unternehmers Rudolf Kimmerle. Die Räte stellen heraus, was gemeinsam für die Stadt erreicht wurde

Die Stadträte der Höch-städter Umlandfraktion haben zum Leserbrief des Unternehmers Rudolf Kimmerle mit dem Titel „Das Umland regiert Höchstädt“ Stellung genommen. „Als Stadträte des Umlandes können wir die durch Herrn Kimmerle getätigten unsachlichen Aussagen so nicht stehen lassen“, heißt es in dem Schreiben, das Annett Jung, Armin Hopfenzitz, Johann Jall, Siegfried Mayerle und Simon Wetschenbacher geschickt haben.

Die Umlandfraktion im Höchstädter Stadtrat setzt sich laut Pressemitteilung aus vier unabhängigen Wählervereinigungen zusammen, dies sind der Bürgerblock Deisenhofen, die Wählervereinigung Schwennenbach, die Wählerschaft Oberglauheim und die Bürgervereinigung Sonderheim. Dabei spielt es nach Angaben der Stadträte keine Rolle, ob und welcher Partei diese Listenbewerber angehören. „Das Umland ist keine Partei, deren Stadträte sind überwiegend parteilos. Unsere Arbeit im Stadtrat sehen wir neben dem Wohl der gesamten Stadt Höchstädt auch vordringlich darin, die Ortsteile weiterzuentwickeln. Dafür sind wir demokratisch gewählt. Wir stellen bereits seit Jahren fünf von 20 Stadträten, woher sich hier automatisch eine Mehrheit ergibt, ist schleierhaft“, heißt es in der Pressemitteilung.

Und weiter schreiben die Stadträte: „Wir erinnern an einige Maßnahmen der vergangenen Jahre, die ohne die Unterstützung der Umlandfraktion im Stadtrat nicht umgesetzt worden wären: Neben dem Marktplatz und der Neugestaltung der Herzogin-Anna-Straße mit Schlossumfeld sind dies vor allem der Kindergarten Don Bosco mit dem angrenzenden Parkplatz. Interessanterweise haben sich jetzt bereits zwei Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler an den Stahlstehlen, die symbolisch das Stadttor am Schloss nachbilden, für Wahlwerbung ablichten lassen, und das, obwohl gerade diese Fraktion das Projekt Schlossumfeld torpediert hatte. Wir können nur eindringlich an alle Einwohner Höchstädts appellieren, sich diese mit Unterstützung der Umlandfraktion verwirklichten Projekte anzusehen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.“

„Unsachliche Aussagen“

Die Umland-Stadträte sind laut Pressemitteilung überzeugt, „dass die Stadt Höchstädt durch diese wichtigen Projekte modern, attraktiv und zukunftsorientiert aufgestellt ist“. Die Entscheidung für einen Bürgermeisterkandidaten sollte „nicht einem Rudolf Kimmerle“ überlassen werden, teilen Jung, Hopfenzitz, Jall, Mayerle und Wetschenbacher mit.

Zu Wort hat sich nach dem Leserbrief auch CSU-Kreisrat Josef Sing gemeldet. Der frühere Umland-Stadtrat aus Schwennenbach fragt: „Was wäre Höchstädt ohne diese tragenden Säulen im Stadtrat, in dem ich 30 Jahre gerne tätig war?“ CSU und Umland hätten Entscheidendes auf den Weg gebracht. Sing nennt unter anderem die Neugestaltung des Marktplatzes, die Errichtung des zentralen Parkplatzes, „plus fünf Millionen Euro für die moderne Kindertagesstätte im verkehrsberuhigten Bereich direkt am Pfarrgarten“, den SSV-Erweiterungsbau, die neuen Radwege in der Innenstadt sowie in allen Stadtteilen, die Stärkung der Berufsschule, das „großzügige und bessere Konzept“ für Grund- und Mittelschule mit dem Erhalt der Verbindung zum Schwimmbad und der Turnhalle.

„Dagegen haben einflussreiche Leute Marktplatz, Radwege zum Beispiel von Schule bis Bahnhof, Verkehrsentlastung durch Lückenschluss, Café im Schloss … blockiert und schlechte Stimmung verbreitet“, bedauert Sing in seiner Mitteilung.

Höchstädt und seine Stadtteile gehörten seit 40 Jahren zusammen – „zum Wohle aller“, betont Sing. Die Umlandfraktion bleibe mit fünf von 21 Stimmen eine Minderheit im Stadtrat. (pm, dz)

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