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Baumaßnahmen

08.11.2018

Unsere Straßenprojekte werden teurer

In Donaualtheim wurde die Vorfahrt am Ortsausgang Richtung Mörslingen geändert, die Kreisstraße ist zur Vorfahrtsstraße geworden, Hackenberg- und Neresheimer Straße wurden untergeordnet.
Bild: Berthold Veh

Die Mitglieder im Kreisentwicklungsausschuss nicken bei der Sitzung in Höchstädt alles ab. Ein Punkt allerdings wierd vertagt.

In seiner Sitzung beschäftigte sich der Kreisentwicklungsausschuss im Höchstädter Schloss unter anderem mit der Kreisstraße DLG 22 bei Donaualtheim. Wie berichtet, wurde die Vorfahrt am Ortsausgang Richtung Mörslingen geändert, die Kreisstraße ist zur Vorfahrtsstraße geworden, Hackenberg- und Neresheimer Straße wurden untergeordnet. Auch die landschaftspflegerische Begleitplanung ist inzwischen laut Roman Bauer vom Tiefbauamt fertiggestellt. Allerdings haben sich zur im Februar vorgestellten und teils umgesetzten Planung zwei Änderungen ergeben: Die Querung des Radweges über die Kreisstraße erfolgt nun gemeinsam mit dem Gehweg im Bereich des Friedhofs-Zuganges. Da die Friedhofsmauer aber nicht versetzt werden kann, muss der nördliche Radweg aufgrund mangelnder Platzverhältnisse im Bereich des Zuganges enden und dort die Ortsdurchfahrt Donaualtheims queren.

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Kosten um 23 Prozent gestiegen

Deswegen müssen privater Grund erworben und eine Gartenmauer versetzt werden. Landrat Leo Schrell bedankte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei Eigentümern, die bereit sind, Grund für solche Maßnahmen zu verkaufen. Westlich der Hackenbergstraße bis zur Staatsstraße entfällt der Geh- und Radweg. Dort war der notwendige Grunderwerb laut Bauer nicht möglich gewesen. Fußgänger und Radfahrer könnten dennoch ohne Umweg über die Ortsstraße von Donaualtheim das Radwegenetz entlang der Staatsstraße 2032 erreichen. Die Stadt Dillingen habe den Planungen zugestimmt. Die Kosten sind von der geschätzten Finanzplanung in Höhe von 800000 Euro um rund 23 Prozent auf 982000 Euro gestiegen. Der Eigenanteil des Landkreises wird sich auf rund 200000 Euro belaufen. Dillingens Zweiter Bürgermeister Franz Jall sagte, man habe relativ lang verhandelt und jetzt ein optimales Ergebnis erzielt. Dies sei laut Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz auch bei der Bürgerversammlung in Donaualtheim auf Zustimmung gestoßen, sagte Landrat Schrell. Der Kreisentwicklungsauschuss stimmte der Planung zu. Tut das auch die Regierung von Schwaben, kann in Abstimmung mit der Stadt Dillingen die Ausschreibung beginnen und die Maßnahme nächstes Jahr umgesetzt werden.

Planung für Oberthürheim ist eingereicht

Bereits bei der Regierung von Schwaben eingereicht ist die Planung für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Oberthürheim. Folgende Grundsätze wurden laut Bauer festgelegt: Die Fahrbahn ist sechs Meter breit, es gibt einen einseitigen, behindertengerechten Gehweg und auf der anderen Seite einen Grünstreifen. Auf dieser Seite werden nur die Grundstückszufahrten befestigt. Am Ende der Kreisstraße soll ein Mini-Kreisel angelegt werden, in den die drei weiterführenden Gemeindestraßen einmünden. Außerdem wird im Rahmen der Dorferneuerung ein Dorfplatz angelegt. Laut Kreisrat Christian Knapp könne die Situation in der kleinen Gemeinde nur besser werden, als sie ist. Und er lobte die umtriebige Dorfgemeinschaft.

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Auch für diese Maßnahme sind die Kosten gestiegen. Insgesamt sind 937000 Euro ausgewiesen, davon entfallen 667000 auf die Fahrbahn und die Kreisstraße. Ursprünglich waren dafür 530000 Euro angesetzt gewesen. Ein Grund für die Kostensteigerung ist die teuere Entsorgung entlasteter Böden. Das gilt in Donaualtheim, noch mehr aber in Oberthürheim. Beim Landkreis verbleiben rund 160000 Euro der Kosten. Vermutlich wird die Maßnahme im Herbst 2019 umgesetzt. Der Ausschuss stimmte zu.

Auch in Blindheim tut sich was

Ebenso der Vorstellung der P-&-R-Anlage am Blindheimer Bahnhof. Die soll ebenfalls im nächsten Jahr umgesetzt werden. Der Parkplatz soll gleichzeitig als Bushaltestelle dienen. Da die Busse wenden müssen, sind zwei Anbindungen an die Kreisstraße erforderlich. Diese sind über eine parallel zur DLG 32 verlaufenden Straße miteinander verbunden, die als Einbahnstraße verläuft. Auch an der Südseite der Kreisstraße sind laut Roman Bauer Aufweitungen erforderlich, damit die Busse problemlos wenden können. Der Landkreis unterstützt die Gemeinde bei der Beantragung der Zuschüsse. Kreisrat Thomas Häußler (Bürgerliste) bedankte sich für diese Hilfe. Für die Gemeinde sei das eine sehr große Baumaßnahme, die seit zehn Jahren geplant werde. „Es ist wie ein Marathonlauf.“

Auch die Planung für den Geh- und Radweg zwischen Ziertheim und Mödingen wurde genehmigt. Demnach werden die Kosten der Planung zwischen Kreis und Gemeinden im Verhältnis 60 Prozent (Landkreis) zu 40 Prozent (Gemeinden) aufgeteilt. Dem Radwegebau selbst hatten die Gemeinden bereits 2017 zugestimmt.

Zur Staatsstraße abstufen?

Der letzte Tagesordnungspunkt der Sitzung wurde verschoben. Irgendwie sei es zu einem Missverständnis gekommen, erklärte Landrat Schrell. Die Kreisstraße ab der B16 bei Lauingen über Wittislingen, Oberbechingen, Bachhagel, Landshausen, Ballhausen und Staufen bis zur Landesgrenze soll zu einer Staatsstraße aufgestuft werden. Im Gegenzug dafür könnte die weniger belastete Staatsstraße 2025 von Lauingen bis Burghagel zur Kreisstraße abgestuft werden. Dafür war ein laut Schrell zufriedenstellendes Konzept gefunden worden.

Doch aus irgendeinem Grund stimmte das Staatliche Bauamt Krumbach nur einem Teil dieses Konzeptes zu. Der Landrat will sich mit den betroffenen Behörden noch mal zusammensetzen.

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