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Sozialverband

09.03.2017

VdK Binswangen gibt auf und schließt sich Wertingen an

Bei der voraussichtlich letzten eigenständigen Mitgliederversammlung des VdK-Ortsverbands Binswangen ehrten (von links) Kreisvorsitzender Georg Böck und Vorsitzender Helmut Wagner Anton Mayr für 20 Jahre Treue zum VdK. Bürgermeister Anton Winkler gratuliert ebenfalls.

Niemand wollte den Vorsitz beim VdK Binswangen übernehmen. Das Einsverständnis des Wertinger Ortsverbands steht noch aus. Wie es jetzt weitergeht

Der VdK-Ortsverband Binswangen schließt sich dem VdK Wertingen an. Dies haben die bei der Jahresversammlung anwesenden Mitglieder am Montag im Binswanger Schützenheim mehrheitlich beschlossen. Den Vorschlag hatte Vorsitzender Helmut Wagner unterbreitet, der erklärte: „Ich habe viele Gespräche geführt, aber keiner hat sich bereit erklärt, den Vorsitz des VdK Binswangen zu übernehmen.“

Auch die weiteren Vorstandsmitglieder legten wie Wagner nach 16 Jahren ihre Ämter nieder. Wertingens Vorsitzender Hans Bürkner und Kreisvorsitzender Georg Böck erklärten das weitere Vorgehen: Bei der Jahresversammlung am 31. März entscheiden die Mitglieder in Wertingen, ob sie dem Anschluss der 105 Mitglieder aus Binswangen zustimmen. Dann wird Marlies Bschorr, die bisher bereits im Vorstand war, zusammen mit Heike Gumpp die Binswanger dort vertreten. Die Formalitäten des Zusammenschlusses sollen bis zum 1. Juli abgewickelt sein. Bis dahin bleibt Helmut Wagner mit seinen Vorstandsmitgliedern noch im Amt.

Kreisvorsitzender Böck sah keine Alternative, obwohl er die Notwendigkeit des Schritts bedauerte: „Heute sehen die meisten Menschen den VdK als Dienstleistungsunternehmen. Nur wenige engagieren sich ehrenamtlich.“ Auf ein gutes Miteinander freut sich Wertingens Vorsitzender Hans Bürkner, der sich offen für die Anliegen der Binswanger Mitglieder zeigte. Er sicherte ihnen seine Hilfe zu, wenn sie sich an ihn wenden.

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Im Vorfeld berichtete Anneliese Kraus von einem soliden Kassenstand und Helmut Wagner über die Tätigkeit des Binswanger Ortsverbands. Die über 75-Jährigen bekamen Weihnachtssterne, die von der Firma Reiter gespendet wurden. Kranke wurden besucht und die Haussammlung „Helft Wunden heilen“ durchgeführt. Marlies Bschorr, Klara Rollenmiller, Anneliese Kraus, Josef Lorenz und Helmut Wagner selbst waren unterwegs im Ort und bekamen insgesamt 1053,50 Euro gespendet.

Georg Böck blickte in seinem Referat auf Meilensteine der 70-jährigen Geschichte des VdK zurück. Er sprach auch über die höhere Mütterrente, bei deren Durchsetzung im Jahr 2014 der VdK ebenfalls beteiligt gewesen sei. 664000 Mitglieder habe der Sozialverband derzeit in Deutschland, 69800 Mitglieder in Schwaben, davon 6400 Mitglieder im Kreisverband Dillingen/Wertingen.

Darin sieht Böck einen starken Rückhalt für die anstehenden Aufgaben, denn er weiß: „Es gibt in vielen Fällen noch großen Handlungsbedarf.“ Er nannte Beispiele: Unter anderem dürfe die Erhaltung der Gesundheit nicht vom Geldbeutel abhängig gemacht werden.

Auch fordert Böck auch eine Barrierefreiheit ohne Ausnahme. 16 Millionen Menschen in Deutschland seien außerdem von Armut bedroht. Böck machte den Mitgliedern klar, wie wichtig jeder Einzelne für den Verband ist: „Ihr seid die Multiplikatoren unseres Verbandes.“ Deshalb stand auch die Ehrung langjähriger Mitglieder an. Helmut Wagner und Georg Böck ehrten für 20 Jahre Mitgliedschaft Anton Mayr. Für 25 Jahre bekommen Franz Heinle und Reinhilde Mayerle noch ihre Ehrung, sowie für 40 Jahre Mitgliedschaft Anna Fürbaß. (bbk)

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