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Höchstädt

27.11.2019

Viel Applaus für den neuen Dirigenten beim Donauklang

Der neue Dirigent des Musikvereins Donauklang, Tizian Foag, und sein Orchester nahmen am Ende des Herbstkonzerts in der Nordschwabenhalle den Beifall der begeisterten Zuhörer entgegen.
Bild: Christian Zoth

Tizian Foag und seine Musiker überzeugen beim Konzert in Höchstädt mit sinfonischer und traditioneller Blasmusik. Schon vor dem Beginn gibt’s eine Überraschung.

Mit sinfonischen Klangwelten und souverän dargebotener traditioneller Blasmusik hat der Musikverein Donauklang Musikliebhabern der Region einen musikalischen Hörgenuss auf hohem Niveau geboten. Positiv überrascht zeigten sich viele Besucher bereits beim Eintreten ins Foyer der Nordschwabenhalle, als sie mit fetzigem Blasmusiksound und einer hippen Lichtshow empfangen wurden, was die passende Atmosphäre für die kreativ in Szene gesetzte Begrüßungs-Bar bot.

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Die Musiker hatten nämlich vor Konzertbeginn zur Einstimmung auf das Konzert alle Gäste zu einem kühlen Getränk eingeladen, bei dem auch mit dem neuen Dirigenten Tizian Foag angestoßen werden konnte, der an diesem Abend sein Debüt in Höchstädt gab.

Von Filmmusik in die Musicalwelt

Zu Beginn des Konzerts betrat das Jugendorchester „Simply the Best“ die große Bühne der stimmungsvoll beleuchteten Halle und begrüßte mit einem Medley bekannter James-Bond-Hits die erwartungsvollen Zuhörer, die die Darbietungen der Jugendlichen mit reichlich Applaus belohnten. Nach diesem Ausflug in die Welt der Filmmusik hieß Vorsitzender Norbert Lutmayr die rund 350 Besucher herzlich willkommen. Unter der souveränen Leitung von Simone Feldengut bewiesen die jungen Nachwuchsmusiker anschließend in „Legend of Davil’s Lake“ und dem Charthit „Rolling in the Deep“ viel Spielfreude und bereits vielfältige musikalische Ausdruckskraft.

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Nach weiteren Titeln aus der Musical- und Filmwelt verließ die Donauklang-Jugend mit Stolz die Bühne. Abgelöst wurde sie von der Stammkappelle des Vereins, die mit fanfarenartigen Klängen im Konzertmarsch „Sympatria“ (Thomas Asanger) ihr anspruchsvolles, vielseitiges Programm eröffnete.

Die Zuschauer werden auf eine musikalische Reise mitgenommen

Dirigent Tizian Foag, der erst seit Mai die Leitung der Kapelle übernommen hatte, überzeugte nicht nur durch professionelles Auftreten, sondern vor allem durch sicheres Dirigat, exakte Tempovorstellungen und sensible Interpretationsfähigkeit. Diese zeigte sich besonders beim sinfonischen Werk „Neuschwanstein“(Anton Ulbrich), das die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch das beliebte Märchenschloss mitnahm und die verschiedenen Klangräume des Orchesters immer wieder transparent werden ließ.

Rhythmische Exaktheit und präzise Artikulation demonstrierte die Kapelle besonders im klanggewaltigen Konzertstück „Schmelzende Riesen“ (Armin Koffler), das programmatisch die erhabene Eleganz von Gletschern thematisiert, im „Klagelied“ aber ebenso die Gefahren der Klimaveränderung darstellt. Dies setzten Foag und sein Orchester gekonnt musikalisch um.

Das Bariton-Saxofon verzaubert die Zuschauer

Das Moderatoren-Team Tina Lenz und Jürgen Wurm führte locker durch das Programm und lud bei „My Dream“ (Peter Leitner) alle Anwesenden dazu ein, sich bei geschlossenen Augen ihren persönlichen Traum gedanklich vor Augen zu führen, ehe Solist Jürgen Wurm (Flügelhorn) die Gäste mit seiner einfühlsamen Darbietung dieser ausdrucksstarken Ballade zum Schwelgen brachte.

Als Intermezzo vor der Pause präsentierte sich das MVD-Saxofonquintett mit „Elke in Kur“, einem schwierigen, polyfon arrangierten Stück, das die fünf Musiker sowohl dynamisch als auch rhythmisch gekonnt interpretierten. Dabei durften sich die Besucher von der fantastischen Klangfülle des neuen Bariton-Saxofons überzeugen, das mit Hilfe von Spenden von Firmen aus Höchstädt und Umgebung finanziert werden konnte.

Mit großer Freude beglückwünschte Lutmayr zahlreiche Musiker des Orchesters zu langjähriger Mitgliedschaft. Und auch der Vorsitzende des ASM-Bezirks 17, Josef Werner Schneider, schloss sich diesen Glückwünschen an und gratulierte besonders Maria Kapfer für zehnjähriges musikalisches Engagement. Die Kapelle glänze mit einer grandiosen Darbietung und überzeuge mit ihrem Dirigenten in vollem Maße, lautete das Urteil des langjährigen Musikers.

Auch Foag selbst richtete sich gegen Ende des gelungenen Konzertabends an das begeisterte Publikum und die zufriedenen Musiker. Dabei betonte er besonders die konzentrierte Leistung des Orchesters sowie die große Freude beim gemeinsamen Erarbeiten der Stücke, ehe der sympathische junge Dirigent die Gäste auf die Zugaben des Abends einstimmte, bei der die Freunde der traditionellen Blasmusik voll auf ihre Kosten kamen. (pm)

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