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Stadtrat 1

11.05.2011

Viel Grün und schräge Parkplätze

Neues Konzept für Kirchgasse wurde vorgestellt. Gremium gefällt einstimmig der erste Entwurf

Höchstädt Eine Einfahrt von der B16, eine Ein- und Ausfahrt von der Prinz-Eugen-Straße und die Zufahrt über den Marktplatz – das war die Grundlage für den ersten Entwurf für die Neugestaltung der Höchstädter Kirchgasse. Wie berichtet, sollen dort neue Parkplätze anstelle des jetzigen Kindergartens „Don Bosco“ entstehen. Rupert Zeitzler, vom gleichnamigen Architektenbüro in Landshut stellte bei der Stadtratssitzung am Montagabend einen Entwurf, der bereits vom Hauptverwaltungs- und Grundstücksausschuss sowie dem Bau- und Umweltausschuss empfohlen wurde, vor. Bürgermeisterin Hildegard Wanner betonte, dass es außerdem vorab ein Gespräch mit Anwohnern, die von der Zufahrt von der B16 betroffen sind, gegeben habe. „Ihnen war wichtig, dass sie künftig die Möglichkeit des Be- und Entladens haben“, so Wanner.

Kleiner Aufenthaltsplatz

Der neue Kirchplatz, der entstehen soll, soll laut Architekt Zeitzler der „kleine Bruder zum Marktplatz“ werden. Vorgesehen sind ein barrierefreier Boden ohne Stufen und Kanten, vier kleine Bäume (Kugel-Steppenkirsche) mit zwei Bänken und eventuell könnte auch die Nepomuk-Figur Platz finden. „Wir schaffen vor der Kirche einen angenehmen Aufenthaltsplatz, wo man sich auch mal hinsetzen und ratschen kann“, erklärte Zeitzler. Außerdem solle der Kirchplatz autofrei bleiben, einzig die Zufahrt für den Pfarrer soll möglich sein.

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Mithilfe einer Baumreihe (Felsenbirnen) soll die Kirchgasse im Süden aufgeschmückt werden. „Außerdem wird somit klar der Fahr- vom Fußgängerbereich optisch getrennt“, so der Architekt. Trotz der Baumreihe könne aber seinen Berechnungen zufolge immer noch ein Lastwagen passieren. Der Parkplatzbereich soll komplett mit einer Einbahnregelung gestaltet werden, sodass „kein Durchgangsverkehr oder ein Schleichweg provoziert wird“. Auf Wunsch des Stadtrates sollen die Parkplätze schräg angeordnet werden.

Der Bereich vor dem neuen Kindergarten im Pfarrhof wurde besonders vorsichtig geplant. Unter anderem soll der bestehende Gehweg von der Prinz-Eugen-Straße kommend auf die linke Seite verlegt werden. „So kann der Kindergarten ohne Überqueren der Straße erreicht werden“, betonte Zeitzler. Poller und Baumreihen sollen den Fußgängerweg zusätzlich optisch abgrenzen. „Die Autos müssen hier generell schon langsamer fahren, weil der Straßenverlauf eine starke S-Kurve nimmt“, so der Architekt.

Weitere Parkplätze entstehen in der neuen Zufahrt von der B16. „Weil die Straße relativ breit ist, können die Autos mittig einfahren, sodass links und rechts noch Platz ist“, sagte Zeitzler. Stadtrat Günter Ballis (FDP) und Stadträtin Rita Oberfrank (CSU) wünschten sich an dieser Stelle mehr Begrünung. „Da wäre noch genügend Platz. Zwei oder drei Bäume könnte man locker noch unterbringen“, sagte Ballis. Oberfrank könne sich auch große Kübelpflanzen vorstellen. SPD-Stadtratskollege Wolfgang Konle war gegen mehr Grün: „In der Planung ist schon genug. Ich finde das zwar toll, denke aber auch an die Unterhaltskosten. Was bleibt bei der Stadt hängen?“ Architekt Zeitzler konnte beruhigen: „Wir haben extra solche Bäume ausgesucht, die eigentlich keinen Schnitt benötigen. Außer Laub machen die Bäume keine Arbeit.“ Stadtrat Hans Mesch (FW) gefiel der Plan, aber: „Ich muss schon ungefähr wissen, mit welchen Kosten wir rechnen.“ Die Antwort: mindestens 450000 Euro brutto abzüglich einer Förderung, die Bürgermeisterin Wanner auf rund 50 Prozent schätzt. Eine detaillierte Kostenplanung ist nun der nächste Schritt, nachdem der Stadtrat am Montagabend dem Entwurf einstimmig genehmigte.

Zusätzlich aufgenommen wurde der Wunsch nach mehr Grünflächen, die Kindersicherheit und die Schrägstellung der Parkplätze. „Wenn es die Finanzlage zulässt, dann können wir die Kirchgasse nächstes Jahr anpacken“, schloss Wanner.

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