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Bürgerversammlungen

14.06.2018

Viele Fragen in Unterglauheim und Wolpertstetten

Streitpunkt zwischen Bürgermeister und Anliegern. Die Erschließung für das Gewerbegebiet Unterglauheim erscheint den Anliegern zu kostspielig.
Bild: HOW

Kernwegenetz, Feldwege und Erschließungsmaßnahmen im Fokus der Versammlungsteilnehmer

Wie zu erwarten, gab es auch bei der Bürgerversammlung in Unterglauheim nach dem Vortrag von Bürgermeister Jürgen Frank Wortmeldungen und Anregungen aus dem rund 40-köpfigen Versammlungskreis im Sportheim.

Wie schon in den beiden vorausgegangenen Bürgerversammlungen in Blindheim und Wolpertstetten meldete sich Gemeinderat Ludwig Schaflitzel zum Thema Kernwegenetz zu Wort. Dabei gab er zu verstehen, dass diese interkommunale Maßnahme, gegen die er im Gemeinderat gestimmt habe, nicht den ortsansässigen Landwirten zugutekommen werde, sondern nur den Großbauern und Biogasbetreibern, damit diese ihre diversen Pachtfluren an den verschiedenen Standorten außerhalb ihrer Betriebe leichter erreichen können. Dadurch werde nur wieder Steuergeld kaputtgemacht. Bürgermeister Frank ließ dieses Statement ohne weitere Diskussionsbeiträge so stehen und lobte anschließend die Anregung von Anton Hofer, aus Gründen der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger an der anderen Dorfeinfahrt ebenfalls eine Verkehrsinsel zu installieren, wie sie bereits an der Dorfeinfahrt beim Sportheim bestehe. Jürgen Frank stimmte ihm zu und bezeichnete den Vorschlag als ein berechtigtes Anliegen, das er im Gemeinderat vortragen werde. Mit Lob sparte der Rathauschef bei der Wortmeldung von Stephan Stieglauer. Der kritisierte die Erschließungsmaßnahmen zum Gewerbegebiet in Unterglauheim. So bemängelte er, wie bereits schon bei einem Ortstermin mit der DZ eine Woche zuvor, trotz unklarer Kostensituation die Umsetzung der Kanalerschließung sowie die kostspieligen Straßenbaumaßnahme mit vollkommen überflüssigen Randbefestigungen. Hier werden nach den Worten von Stieglauer die sieben Anlieger in einer beispiellosen Art und Weise zur Kasse gebeten, um den Willen der Gemeinde durchzusetzen. Darüber hinaus sei auch der Zeitraum nicht abzusehen, wann die Straße fertig sein werde.

Dem Vorwurf des verzögerten Zeitplans der Maßnahme stimmte Bürgermeister Frank zu. Was die Kosten des Kanals angehe, würden diese nach einer rechtskräftigen Satzung berechnet und die Bescheide dann vom Kämmerer für jeden Anlieger berechnet und verschickt. Sollte ihm als Anlieger die Kanalgebühren zu hoch erscheinen, könne er jederzeit ein Gericht bemühen.

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Bezüglich des Ausbaus der Straße mit den Randsteinbefestigungen seien diese vom Planer für den besseren Halt und die damit verbundene größere Lebensdauer der Zufahrt zu den Gewerbetreibenden eingebaut worden. Zu den Kosten der gesamten Erschließung sagte Jürgen Frank, dass er diese aus dem Stegreif heraus nicht nennen könne. Ob denn jeder Radweg auch von Landwirten mit ihren Schleppern befahren werden darf, wollte Helmut Rössle wissen. „Das hängt von der Beschilderung ab“, antwortete Rathauschef Frank, und den in diesem Zusammenhang genannten Radweg an der Wolpertstettenerstraße in Unterglauheim werde er nach der Erörterung im Gemeinderat überprüfen lassen. Zum Thema Radweg-Verunreinigungen durch die Landwirtschaft sagte Jürgen Frank: „Die Verschmutzungen lassen sich nicht vermeiden, doch müssen die Verursacher die Verschmutzungen auch wieder beseitigen.“ Leider seien die Verursacher nicht immer auszumachen, weshalb die Bürger die Landwirte ruhig darauf ansprechen sollten, sofern sie direkt damit konfrontiert werden. „Meine Unterstützung haben sie dabei“, sagte Jürgen Frank. Das Kernwegenetz und die Feldwege waren auch Tage zuvor bei der Bürgerversammlung in Wolpertstetten großes Thema.

Auch hier argumentierte der Bürgermeister, mit dem Kernwegenetz wolle man den landwirtschaftlichen Verkehr aus den Dörfern herausbringen, was jedoch auch mit dem Problem des Flächenausgleichs verbunden sei.

Über die Feldwege könne immer diskutiert werden, sagte in diesem Zusammenhang der Bürgermeister, doch bei aller Wertschätzung der Landwirte sei die Gemeinde immer nur nach und nach in der Lage, diese wieder instandzusetzen. Denn für die heutigen schweren landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte seien die Wege einfach nicht im letzten Jahrhundert angelegt worden. „Dennoch, wir sind bemüht und haben in jedem Haushaltsjahr für die Sanierung der Feldwege eine Summe eingestellt.“

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