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Misiones

18.09.2013

Viele Türen öffnen sich

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Beim Besuch einiger Vertreter von Misiones in der Redaktion diskutierten Georg Schrenk, Marianne Maier, DZ-Redaktionsleiter Peter von Neubeck, Julia Gärtner und Schwester Anrika (von links) über die bisherigen Erfahrungen.
Bild: Bronnhuber

Junge Gläubige ziehen eine positive Zwischenbilanz

Dillingen Seit Montag gehen 34 Jugendliche aus ganz Deutschland in der Pfarreiengemeinschaft Dillingen von Tür zu Tür, um über Glauben und dessen Rolle im Alltag zu sprechen. Bei einem Besuch in unserer Redaktion zogen drei von ihnen ein Zwischenfazit.

„Wir möchten den Dillingern etwas weitergeben, ohne ihnen unseren eigenen Glauben oder unsere Ansichten aufzuzwingen. Niemand muss am Ende der Gespräche christlich sein“, erklärt Schwester Anrika aus Oberkirch in Baden das Ziel des Projekts Misiones. Dabei habe man in der Zwischenzeit schon zahlreiche Haushalte besucht.

Die Reaktionen fielen laut Marianne Maier, Unternehmensberaterin und Teil der Gruppe, ganz unterschiedlich aus: „Natürlich werden uns nicht alle Türen geöffnet. In einem Fall machte auch einer der Bewohner seinem Ärger über die Kirche Luft. Das ist aber keine Ablehnung, sondern vor allem Enttäuschung.“ Solche Begegnungen sehen die Teilnehmer allerdings nicht negativ. Es sei sogar gut, wenn in den Gesprächen gesagt werde, was die Menschen wirklich fühlten. „Eine andere Gruppe traf auf ein Sektenmitglied, das sehr kritische Ansichten äußerte“, berichtet Georg Schrenk, der die Gruppe logistisch unterstützt.

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Die 25-jährige Julia Gärtner, die in Würzburg Sonderschullehramt studiert, begegnete aber auch vielen, die sich über den Besuch der jungen Missionare freuten. „An der ersten Türe trafen wir gleich auf ein Ehepaar zweier Religionslehrer. Mit denen haben wir uns gut unterhalten und konnten viel lernen. Sie waren davon überrascht, dass es in der katholischen Kirche junge Christen gibt, die einen modernen Glauben leben.“ Die oft sehr konservativen und in der Bevölkerung unpopulären Ansichten der Kirchenführung könne Misiones zwar nicht ändern, allerdings solle gezeigt werden, dass es bei den Katholiken auch eine moderne Seelsorge vor Ort gebe, ergänzt Schwester Anrika. „Wir haben Erfolg. Beim Besuch einer Schulklasse konnten wir die Schüler mit Gesang und Gemeinschaftsübungen so begeistern, dass uns am Ende applaudiert wurde“, bestätigt Gärtner.

Die Hausbesuche, die immer vormittags und nachmittags stattfinden, sind der Hauptteil der noch bis Sonntag laufenden Projektwoche. „Dabei gehen wir auf die Themen der Menschen individuell ein. Wir nehmen uns die Zeit, die sie mit uns verbringen wollen“, erklärt Julia Gärtner, warum aber bis zum Ende voraussichtlich nicht alle Haushalte besucht werden können.

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