Newsticker

Trotz steigender Infektionszahlen: Kliniken halten wenige Intensivbetten frei
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Vier Abschlüsse an einer Schule

29.07.2010

Vier Abschlüsse an einer Schule

Vierfachen Grund zur Freude gab es zum Schuljahresschluss an der Montessorischule in Wertingen. Im Bild Entlassschüler und Fachabiturienten der MOS. Fotos: MOS
3 Bilder
Vierfachen Grund zur Freude gab es zum Schuljahresschluss an der Montessorischule in Wertingen. Im Bild Entlassschüler und Fachabiturienten der MOS. Fotos: MOS

Wertingen Erfolgreicher Hauptschulabschluss, QA, Mittlere Reife, Fachabitur - es gab einiges zu feiern an der Montessori-Schule in Wertingen. Am Freitag begingen die Schüler der 9. und 10. Klasse zusammen mit ihren Lehrern und Erziehern ihren letzten Schultag traditionell auf dem Michelsberg beim "walkaway". Abends wurde mit den Eltern im Forum der Schule Abschied gefeiert.

Von den 44 Neuntklässlern hatten sich 39 als Externe den QA-Prüfungen an der Hauptschule Wertingen gestellt. Elf von ihnen nahmen die Herausforderung mit Bravour: Sie schlossen mit einer Eins vor dem Komma ab. Zwölf Schüler verlassen die Schule mit dem erfolgreichen Hauptschulabschluss in Richtung Berufsausbildung, für die sie durch Praktika ab der 5. Klasse und das Jahresseminar "Vertiefte Berufsorientierung" bestens vorbereitet sind. Alle haben eine feste Zusage für ihren geplanten Weg. Von den 16 Schülern der M 10 haben 15 den Mittleren Schulabschluss erlangt. Die meisten von ihnen möchten eine weiterführende Schule besuchen; sieben von ihnen gehen auf die "hauseigene MOS" (Montessori-Fachoberschule), die weiteren 13 Schüler der künftigen 11. Klasse kommen von anderen Schularten.

Den entscheidenden Schritt für die dauerhafte Genehmigung hat die bisher im Aufbau befindliche MOS dieses Jahr mit der erreichten Erfolgsquote von 73 Prozent getan. Darüber, dass auch heuer 50 Prozent der Fachabiturienten sogar den Schnitt für den Besuch einer FOS 13 geschafft haben und 25 Prozent der Schüler mit einem Einser-Abitur gehen, freut sich der Schulträger besonders.

Einige kleine Besonderheiten sind außerdem zu vermelden: Lena Schmidt, eine hochbegabte Schülerin, die im Vorjahr ihr Fachabitur in nur einem Jahr (statt üblicherweise zwei) an der MOS geschafft hat, hat sich heuer als externe Gastschülerin nahezu selbstständig auf die Prüfungen zur fachgebundenen Hochschulreife vorbereitet und glanzvoll bestanden (FOS 13) - die "Montessori-Luft" hat ihr offensichtlich gut getan. Dass gleichzeitig ein Schüler mit einer schweren chronischen Krankheit unter größter Disziplin sein Fachabitur gemeistert hat, veranlasste die Schulgemeinschaft bei der Feier am vergangenen Samstag zu lautem Jubel.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die gesellschaftskritischen und gleichzeitig aufmunternden Worte der Schulleiterin Heike Kahler umfassten dann auch genau diese Bandbreite: "Kennen wir wirklich noch den Unterschied zwischen Wachsen und Optimieren?" […] Ich hoffe, alles, nicht nur das Verwertbare, hatte Platz. Ich hoffe, Du hattest Platz. Ich ermuntere Euch, Ureigenes zu hegen, damit es nicht vor lauter Anpassung an den Marktwert verloren geht."

Mit großer Zuversicht scheinen die Schüler von ihrer Montessori-Schule zu gehen, wie aus der beeindruckend frei gehaltenen Rede der frischgebackenen Fachabiturientin Valentina Tröndle zu entnehmen war: "Wir sind jung, alles liegt vor uns und diese Schule hat ihr Bestes gegeben, um uns zu wappnen und auszurüsten. […] Ich weiß nach dieser Zeit, dass ich Ziele erreichen und dass ich Rückhalt geben, wie annehmen kann. Wir dürfen uns zu Recht auf die Zukunft freuen."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren