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Kreistag

10.05.2014

Vier Stellvertreter für Schrell

Die neuen Mitglieder des Kreistages wurdne von Landrat Leo Schrell vereidigt (von links): Carolin Wanner, Dr. Jürgen Beck, Thomas Häußler, Claudia Stocker, Günter Schwertberger, Heidi Terpoorten, Jürgen Hartshauser, Katja Müller, Ludwig Klingler, Friedrich Käßmeyer, Klaus Friegel, Martin Bannert, Walter Joas, Erich Herreiner, Dr. Herbert Nuber, Franz Bürger, Wolfgang Konle, Stefan Lenz, Mirjam Steiner, Werner Wittmann.
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Die neuen Mitglieder des Kreistages wurdne von Landrat Leo Schrell vereidigt (von links): Carolin Wanner, Dr. Jürgen Beck, Thomas Häußler, Claudia Stocker, Günter Schwertberger, Heidi Terpoorten, Jürgen Hartshauser, Katja Müller, Ludwig Klingler, Friedrich Käßmeyer, Klaus Friegel, Martin Bannert, Walter Joas, Erich Herreiner, Dr. Herbert Nuber, Franz Bürger, Wolfgang Konle, Stefan Lenz, Mirjam Steiner, Werner Wittmann.

Warum der Landrat von einem Familientreffen spricht und einer gestern gerührt war

Zweimal Steiner, zweimal Wanner, zweimal Friegel: Als gestern Vormittag im Dillinger Kreistag die Anwesenheit der Räte geprüft wurde, konnte sich Landrat Leo Schrell ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Wir könnten ja fast ein Familientreffen machen“, witzelte er. Tatsächlich sitzen mit Bernd und Mirjam Steiner Vater und Tochter für die Sozialdemokraten im Gremium. Die beiden Friegel-Brüder Erhard und Klaus wurden für die Freien Wähler gewählt. Und sowohl Mama Hildegard (CSU) als auch Tochter Carolin Wanner (Bürgerliste) debattieren im neuen Kreistag mit.

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Der kam gestern erstmals zur konstituierenden Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stand ein Thema, das noch sechs Jahre zuvor für mächtig Wirbel gesorgt hatte: die Wahl der Stellvertreter des Landrates. Damals einigte man sich nach einer Unterbrechung der Sitzung darauf, dass jede Fraktion einen Vertreter des Landrats bekommt. Gestern dagegen kam von Ludwig Klingler (Bündnis 90/Die Grünen) die Bitte, doch nur einen Stellvertreter zu wählen und nur zwei weitere Stellvertreter zu bestellen – dies sei ja auch im Sinne der Haushaltsdisziplin. Einen Antrag wollte Klingler jedoch nicht stellen. Das ärgerte FDP-Fraktionsvorsitzenden Professor Dr. Georg Barfuß: „Entweder ist das jetzt ein Antrag oder keiner. Über eine Bitte kann man nicht abstimmen.“ Am Ende votierte das Gremium einstimmig für die Geschäftsordnung. Darin wird in Paragraf 44 die Zahl der weiteren Stellvertreter mit drei festgelegt.

Für den Posten des stellvertretenden Landrates schlug CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Johann Popp den bisherigen Amtsinhaber Alfred Schneid vor. Der habe sich in der vergangenen Wahlperiode nicht nur loyal gegenüber Landrat Schrell, sondern gegenüber dem gesamten Kreistag verhalten. Er sei kompetent in Sachfragen und „einsatzbereit zu jeder Tages- und Nachtzeit“. Auch Schrell (FW) sprach sich für den CSUler aus – mit ihm habe er hervorragend zusammengearbeitet. In der geheimen Wahl bekam Schneid 57 Stimmen. Ein Wahlzettel war ungültig, ein Rat hatte Reinhold Sing gewählt, einer Michael Holzinger. Schneid freute sich sichtlich über das Ergebnis: „Ich bin fast ein bisschen gerührt.“ Die weiteren Stellvertreter wurden per Handzeichen vom Gremium bestellt: erster ist Michael Holzinger (FW), zweiter Hans-Jürgen Weigl (SPD) und dritte Ingrid Krämmel (Zukunft).

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Landrat Leo Schrell hatte zu Beginn der Sitzung auf die aktuelle, bis 2020 laufende Wahlperiode geblickt. Er wünschte sich keine parteipolitischen Auseinandersetzungen, sondern sachbezogene Lösungen sowie keine unfaireAttacken, sondern einen fairen Umgang miteinander. „Die besten Ergebnisse sind in der sachlichen, konstruktiven Auseinandersetzung und in einem menschlich guten Klima zu erzielen.“ Zudem sprach Schrell über die aktuelle Lage des Landkreises und die anstehenden Herausforderungen. Wieder einmal kritisierte der Landrat deutlich die Unterfinanzierung der Krankenhäuser, an der die Bundesregierung etwas ändern müsse: „Seit Jahren wird dies in einer für mich sträflichen Form vernachlässigt.“

Bereits vor der Sitzung hatten die Kreisräte einen ökumenischen Gottesdienst mit Stadtpfarrer Wolfgang Schneck und Pfarrer Manuel Kleiner gefeiert. Schneck wünschte den Anwesenden, politisch prägend zu werden. "Kommentar

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