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Bürgerversammlung

29.11.2017

„Vogelwilde“ Parksituation in Höchstädt?

Die Parksituation in der Bachgasse ist ein Problem, sagt eine Bürgerin. Teils gebe es kaum ein Durchkommen mit dem Kinderwagen.
Bild: von Weitershausen

In der Bachgasse und in der Apothekergasse gibt es Probleme. Und eine Uhr tickt anders

Es ist die letzte Wortmeldung an diesem Abend. Aber die hatte es in sich – im positiven Sinn. Franz Schön sagt: „Man muss sich mal Gedanken machen, was in den letzten zwölf Monaten alles in Höchstädt passiert ist. Ich finde, da kann man ruhig mal auch Vergelts Gott sagen.“ Er erntet für das Lob nicht nur großen Applaus von den rund 50 Zuhörern bei der Bürgerversammlung im Pfarrheim Höchstädt am Montagabend. Er spricht auch Stephan Karg, Zweiter Bürgermeister der Stadt, aus der Seele. Mehr als ein Jahr vertritt er nun in Zusammenarbeit mit dem Dritten Bürgermeister Hans Mesch den erkrankten Stefan Lenz – und das noch bis Ende Februar nächstens Jahres. Karg: „Wir sind in dieser Zeit alle enger zusammengerückt. Ich bin stolz, dass wir das alles so geschafft haben.“ Dazu zählt neben dem normalen „Rathaus-Geschäft“ auch die Umsetzung und Planung von Projekten. In seinem Vortrag stellt Karg wichtige in der Donaustadt vor. Sei es die Einweihung Parkplatz Weite Gasse, die Planungen für den Ausbau An der Bleiche und den zweiten Bauabschnitt des Interkommunalen Bürgerhauses, der Umbau im Rathaus und die Schaffung des Wohngebiets Ensbach Süd mit 22 Bauplätzen. Über die Platzvergabe, die Stadtverwaltung wendete wie berichtet aufgrund der hohen Nachfrage ein Punktesystem an, beschwert sich an diesem Abend Stadtrat Günter Ballis. Für ihn sei dies nicht gerecht, er wolle zudem auch Familien „von außen“ die Chance auf ein Grundstück in Höchstädt gewähren. Kämmerer Bernhard Veh erklärt: „Für diese Situation hat sich das System bewährt. Zudem ist die Stadt gut beraten, wenn sie Höchstädter Familien Vorrang gibt. Was natürlich nicht heißt, dass kein anderer zum Zug kommt.“

Nicht fehlen bei der Höchstädter Bürgerversammlung darf das Thema B16. Karg sagt dazu: „Wir als Stadt sind dran und klopfen dem Bauamt auf die Finger. Im Frühjahr soll der überarbeitete Plan wieder ausgelegt werden.“ Weiter wird bei der Bürgerversammlung nicht über die geplante Umfahrung geredet. Trotzdem beschäftigt der Verkehr die Höchstädter. Astrid Brinz stört die Parksituation in der Bachgasse. Sie sagt, dass es dort „vogelwild zugehe“ und sie mit ihrem Kleinkind im Kinderwagen kaum ein sicheres Durchkommen hat. „Das ist einfach gefährlich“, sagt sie und fragt, ob man nicht die Parkflächen besser kenntlich machen könne. Stephan Karg sagt, dass es gekennzeichnete Flächen gibt, einmal im Monat werde es kontrolliert. Dritter Bürgermeister Hans Mesch sagt: „Jetzt warten wir mal ob, wie sich die Parksituation mit den neuen Parkplätzen in der Weiten Gasse entwickelt – und wir müssen verstärkt überwachen.“ Das gilt auch für die Apothekergasse. Wilhelm Glogger sagt: „Wenn ein Notarzt hinter zum Altenheim muss, kommt er eigentlich nicht durch.“ Karg kennt das Thema und weist daraufhin, dass es bereits ein halbseitiges Parkverbot gibt. „Aber wir schauen danach.“

Bernhard Behringer ist dagegen etwas anderes aufgefallen: Er hat bemerkt, dass eine Zeitschaltuhr, die mit einem Strahler, der die Stadtpfarrkirche beleuchtet, verknüpft ist, zu spät leuchtet – zumindest springt der Strahler später an, als der Zweite, der auf dem Dach der Kirche installiert ist. Stephan Karg weiß in seiner Funktion als Messner, was das los ist: Nach der Zeitumstellung geht die Uhr nicht mehr richtig. „Das Problem ist, dass der Dachboden versperrt ist und ich nicht rankommen. Das sind drei Schlösser und wir haben aktuell keinen einen Schlüssel. Aber ich verspreche, dass bis zum Christkindlmarkt alles wieder geht“, sagt er und schmunzelt.

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