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Sport

10.08.2016

Volle Konzentration auf Biathlon

Die Biathlon-Jugendweltmeisterin Marina Sauter aus Bächingen ist nun Mitglied im Zoll Ski Team und kann sich nach ihrem Abitur jetzt ganz auf ihren Sport konzentrieren.
Bild: Karl Aumiller

Marina Sauter aus Bächingen ist jetzt Mitglied im Zoll Ski Team und Vollzeitathletin. Wie ihre Vorbereitung bisher gelaufen ist und welche Ziele sie für die neue Saison hat

64 Mitglieder hat das Zoll Ski Team in dieser Saison. Davon 19 Biathleten. Bekannte Namen sind dabei. Laura Dahlmeier gehört ebenso zum Team wie Miriam Gössner und Simon Schempp. Bei den Alpinfahrern sind Felix Neureuther und Viktoria Rebensburg dabei. Kurz: die Crème de la Crème der deutschen Wintersportler. Seit 1. August nun hat dieses Team Zuwachs aus dem Landkreis Dillingen. Denn unter den 64 Namen findet sich auf der Homepage des Zoll Ski Teams jetzt auch der von Marina Sauter aus Bächingen.

Damit hat sich für die 19-Jährige, die in diesem Jahr als beste deutsche Athletin mit einer Gold- und einer Bronzemedaille von der Biathlon-Jugendweltmeisterschaft in Rumänien zurückkehrte und dann noch deutsche Meisterin wurde, ein lang gehegter Traum erfüllt. Nach ihrem Abitur am Sportinternat in Furtwangen kann sie sich nun voll und ganz auf den Sport konzentrieren. Marina Sauter ist froh, dass die stressige Zeit, in der es galt, Sport und Schule unter einen Hut zu bringen, endlich vorbei ist.

Nun ist das Kapitel Schule erfolgreich abgehakt. Der Fokus liegt für die Athletin, die jetzt auch einen Platz im C-Kader hat, ganz auf dem Biathlon. Trainiert wird nun zwei Mal am Tag. Insgesamt bis zu fünf Stunden. Das, sagt Marina Sauter, sei von der Intensität her schon etwas ganz anderes. Mit vielen ihrer Trainingspartner hat sie schon früher trainiert, auch der Trainer ist der gleiche geblieben. Und der Ort. Marina Sauter lebt weiterhin in Furtwangen. Nur eben jetzt in einer eigenen Wohnung. Ein großer Vorteil, wie sie sagt. Denn dort herrsche nicht der Trubel, den es im Internat oft gab. „Da kommt man besser zur Ruhe, und die Regeneration ist ja auch ein wichtiger Teil des Trainings“, sagt die Biathletin, die zwischen den Lehrgängen weiterhin gerne Kraft bei ihrer Familie in Bächingen tankt. Doch Zeit bleibt momentan nicht viel. Schließlich werden Biathleten im Sommer gemacht. Erst kürzlich ist Marina Sauter mit ihrer Trainingsgruppe mit Skirollern von Freiburg nach Frankreich gerollt. 240 Kilometer in drei Tagen. Die Bächingerin ist eigentlich ganz zufrieden damit, wie die Vorbereitung auf die neue Saison bisher gelaufen ist. Wenn da nicht der Fahrradunfall im Trainingslager in der Toskana Ende Mai gewesen wäre. Bei einem Sturz verletzte sich die 19-Jährige an der Hand. Gebrochen war nichts. Doch Schmerzen hat die Biathletin immer noch. Besonders bei der Belastung mit den Stöcken. „Aber das dauert eben einfach, bis das ausheilt“, gibt sich die Sportlerin optimistisch. Ihr nächstes großes Ziel sind die Deutschen Meisterschaften im September, wenn es mit Skirollern auf Medaillenjagd geht. Dann läuft Marina Sauter bei den Erwachsenen mit. Und misst sich mit den Stars der Szene um Laura Dahlmeier und Co.

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Chancen auf einen Titel rechnet sich Marina Sauter da nicht aus. Auch nicht bei der Junioren-WM im Winter. Schließlich gehört sie da in dem Doppeljahrgang zu den Jüngeren. „Da ist es schon sehr schwer. Ich will einfach nur an meine Leistungen vom letzten Jahr anknüpfen, mich kontinuierlich verbessern und natürlich auch mal eine von den Älteren schlagen.“ Die 19-Jährige weiß, dass sich im Hochleistungssport schnell alles drehen kann. Da entscheidet ein Wochenende, an dem man nicht ganz fit ist, ob man zu den Weltmeisterschaften darf oder eben nicht.

Die nächsten zwei, drei Jahre will sich die frisch gebackene Abiturientin voll auf ihren Sport konzentrieren, schauen, was geht. Nachdem sie im Zoll Ski Team ist, muss sie neben Training und Wettkämpfen nicht arbeiten. Möglicherweise wird die Bächingerin aber nebenbei ein Fernstudium machen, so, wie es auch einige andere im Zoll Ski Team machen. Heuer wird sie aber sicher nicht mit dem Studium beginnen. Marina Sauter ist froh, dass sie eine Pause vom Lernen einlegen kann. Die Loipe, der Schießstand – da wird sie jetzt erst einmal zu finden sein. Und vielleicht, das ist der große Traum, irgendwann einmal bei Olympischen Spielen. Denn auch wenn in Rio gerade die Sommerausgabe stattfindet, verfolgt Marina Sauter im Fernsehen die Wettkämpfe dort, so oft sie kann. „Einmal bei Olympia dabei zu sein, das ist für jeden Sportler das Größte“, sagt sie. Für diesen Traum geht sie gerne an ihre Grenzen. Und darüber hinaus. Jetzt auch in Vollzeit.

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