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Lauingen

23.11.2019

Vom Bundestag zurück an die Schultafel

Seit August ist Iris Eberl die neue Schulleiterin des Albertus-Gymnasiums in Lauingen. Ihre Zeit im Bundestag hat auch Einfluss auf ihre jetzige Arbeit – vor allem, wenn es um Fehler geht.
Bild: Jonathan Mayer

Plus Das Albertus-Gymnasium in Lauingen hat eine neue Leiterin. Iris Eberl saß schon im Parlament. In ihrer Zeit als Abgeordnete hat sie für den Schulalltag vor allem eines gelernt.

Schon seit Anfang August ist Iris Eberl die neue Schulleiterin des Lauinger Albertus-Gymnasiums. Doch einen Termin für ihre offizielle Amtseinführung zu finden sei angesichts all der Ehrengäste nicht leicht gewesen, sagt sie. Nun, drei Monate später, hat es endlich geklappt.

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Ein wenig nervös sei sie schon, gibt sie vor dem Festakt zu. Der Vorteil der späten Amtseinführung: Eberl ist nach einem Vierteljahr in ihrem neuen Job angekommen. Sie kenne die Schule, die Lehrer und viele Schüler. „Das wirkliche Kennenlernen ist immer ein längerer Prozess“, erklärt sie.

Die neue Schulleiterin saß zwei Jahre im Bundestag

Mehr als 30 Jahre ist Eberl bereits als Lehrerin tätig. Ihre Fächer: Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Die Lauinger Schule musste es für die Aichacherin aber aus einem bestimmten Grund werden: „Ich wollte unbedingt an ein musisches Gymnasium.“ Eberl lernte als Jugendliche Geige zu spielen, nennt sich selbst musikbegeistert. Zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung um eine Schulleitung sei das AGL das einzige Gymnasium mit dieser Ausrichtung und freiem Schulleiterposten gewesen. „Ich kannte die Schule vorher nur von außen“, erzählt sie.

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Eberl war jedoch nicht durchgängig als Lehrerin tätig. Von 2015 an saß sie zwei Jahre lang für die CSU im Deutschen Bundestag. Damals rückte sie für Peter Gauweiler nach. Bei der Bundestagswahl 2017 verpasste sie jedoch den Wiedereinzug. Ihre Zeit im Bundestag fasst sie so zusammen: „Sie war zu kurz. Ich hätte noch vieles vorgehabt.“ Mit Blick auf ihre jetzige Tätigkeit betont Eberl, sie habe schon lange vor dem Mandat die Weichen für den Posten als Schulleiterin gestellt.

Eine entscheidende Lehre, sagt Eberl, habe sie aus Berlin für den Schulalltag jedoch mitgebracht: „Ich hinterfrage seither immer wieder die Bedeutung von einzelnen Fehlern in den Prüfungsarbeiten von Schülern hinsichtlich ihrer Wirkung: Ist es richtig, dass einige wenige Fehler zum Wiederholen einer Klasse führen können?“ Ihr sei deshalb wichtig, im Einzelfall mehr auf pädagogisches Ermessen zu setzen und Schüler vorausschauend zu fördern, um solche Situationen von vornherein zu verhindern.

Das Albertus soll wachsen

Allgemein sei ihr wichtigstes Ziel, dafür zu sorgen, dass die Schüler auch weiterhin gern zur Schule gehen. „Ich bin noch nie in eine Schule gegangen, an der mich alle so angelächelt haben.“ Das solle so bleiben. Und in ihrer Rede beim Festakt, der von mehreren Schülern – unter anderem natürlich mit Geigen – musikalisch begleitet wurde, sagt sie später: „Es ist unsere Aufgabe, den Schülern die Freude am Lernen zu erhalten.“

Was die 61-Jährige an ihrer neuen Schule alles verändern will? Nicht viel. Ihr Vorgänger habe alles richtig gemacht und ihr eine ordentliche Schule hinterlassen. Zwei Dinge nennt Eberl dann aber doch: „Ich würde mir mehr Publicity für die Schule wünschen, vor allem für den Wirtschaftszweig.“ Außerdem soll das aktuell von rund 570 Schülern besuchte Albertus-Gymnasium wachsen. „Wir sind eine kleine Schule. Ich würde mich freuen, wenn sich das ändert.“

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