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Benefizkonzert

13.11.2019

Vom Jagdhorn bis zur „Waschbrettgitarre“

Der Bissinger Männerchor trug unterhaltsame Hits von früher, teils auch zum Mitsingen, vor.
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Der Bissinger Männerchor trug unterhaltsame Hits von früher, teils auch zum Mitsingen, vor.

Der Volksmusiknachmittag im Rittersaal des Höchstädter Schlosses ist für viele Besucher ein Magnet. Das Singen der Nationalhymne am Ende hat einen besonderen Anlass

„Rote Lippen soll man küssen…“ singen die Gäste, im Takt klatschend, zusammen mit dem Bissinger Männerchor im Rittersaal des Höchstädter Schlosses. Diesen Klassiker und auch vieles mehr gaben die von Georg Barfuß eingeladenen Musikgruppen beim Volksmusikkonzert 2019 zugunsten des Leserhilfswerks Kartei der Not zum Besten.

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Nicht ganz alltägliche Instrumente wie die „Waschbrettgitarre“, die nicht durch Saiten, sondern durch ein eingebautes waschbrettartiges Metallelement, über das gestrichen wird, erklingt, oder die „Teufelsgeige“, ein Schlaginstrument, welches auf einfallsreiche Weise Trommeln oder ein Schlagzeug ersetzen kann, zeichnen „D’Häckelbuam“ aus. Doch auch Klängen aus Südamerika von Heidi y los Latinos können die Anwesenden lauschen, hier singt auch Barfuß, der den beliebten Volksmusiknachmittag bereits mehrfach organisiert hat, bei mehreren Liedern mit. Der „Haunsheimer Dreigesang“ begeistert das Publikum mit dreistimmig gesungenen und unterhaltsamen Liedern wie „Gschupfte Nudla“ und „I gang net hoim bis hellat“. Zahlreiche Lacher kitzelt Walter Manz mit einem Vortrag über das dialektische Wörtchen „Ebbes“, dem Lied „Nix Amore“ und einer teils gesungenen, lustigen Geschichte, aus den Zuschauern heraus. Die Jagdhornbläser des Landkreises Dillingen befördern Zuhörer mit authentischen Jagdsignalen, Märschen und weiteren Jagdhymnen in die Welt der traditionsbewussten Jäger.

Für FDP-Kreisrat Georg Barfuß sind die Hörner der Schwerpunkt des Abends: „Seit tausenden von Jahren benutzen die Menschen schon Hörner, beispielsweise den jüdischen Schofar“, erklärt er seinen Gästen. „Sie senden Reize aus, die auf jeden Menschen und jedes Tier unterschiedlich wirken“, führt er aus. Doch sie dienen bei der Jagd neben den Signalen für die Jäger auch als „Requiem“ für die erlegten Tiere, erzählt der ehemalige Lauinger Bürgermeister.

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„Ich komme jedes Jahr hierher, weil es einfach schön ist,“ sagt die Höchstädterin Marianne Herch. Auch Helmut Mayer, der früher selbst gesungen hat und ebenfalls aus Höchstädt kommt und die Veranstaltung mit seiner Frau Helga besucht, empfindet so. „Wir sind seit dem ersten Mal jedes Jahr dabei. Die Musik ist besonders, auch weil es Lieder von früher sind“, erzählt der 82-Jährige.

Der 68-jährige Otmar Pennert aus Oberbechingen ist von der Veranstaltung ebenfalls begeistert: „Es ist sehr abwechslungsreich, da alles Mögliche dabei ist“, berichtet er. Seine Frau Irmie findet es ebenfalls „super, gerade weil lustige schwäbische Sachen aufgeführt werden. Auch muss es nicht unbedingt immer nur Blasmusik sein“, erzählt die 65-Jährige.

Anlässlich des 30. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer am vergangenen Samstag singen die Gäste am Ende des Konzerts zusammen die deutsche Nationalhymne. Der Jägerchor hat ebenfalls noch etwas Besonderes vorbereitet. Er beendet die Veranstaltung im Innenhof des Schlosses mit Beleuchtung durch Fackeln.

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