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Übergabe

10.05.2013

Vom Kapuzinerkloster zum Gästehaus

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Einen „Kapuzinerschlüssel“ überreichte Baudirektor Frieder Vogelsgesang (2. von links) an Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle als Zeichen der Übergabe des ehemaligen Klosters an die Akademie für Lehrerfortbildung; rechts Stimmkreisabgeordneter Georg Winter, links Akademiedirektor Dr. Paul Olbrich.
Bild: von Neubeck

Insgesamt neun Millionen Euro in Sanierung in Dillingen gesteckt

Dillingen Neun Millionen Euro waren es, nimmt man Umbau, Neubau, Kirchensanierung, Außenanlagen etc. zusammen, die für die Nutzung des ehemaligen Dillinger Kapuzinerklosters für Zwecke der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung ausgegeben wurden. Am vergangenen Mittwoch wurde die Fertigstellung mit einem Festakt gefeiert.

Direktor Dr. Paul Olbrich freute sich, dass mit der Sanierung des dem Verfall preisgegebenen Klosters der dringende Bedarf der Akademie an modernen Gästezimmern befriedigt werden könne. Entstanden sei „eine Tagungsstätte, die in jeglicher Hinsicht beispielhaft ist“. Olbrich dankte für alle Unterstützung, besonders dem Ministerium, den Abgeordnetem Professor Dr. Georg Barfuß und Georg Winter – dies wurde bei Letzterem von spontanem Applaus begleitet – sowie dem Bauamt Krumbach, Oberbürgermeister Frank Kunz und den Fördervereinsvorsitzenden Landrat Leo Schrell und Thomas Schwarzbauer.

„Die Kapazität wird erweitert, der Betrieb erfreulich verbessert“, sagte Kultusminister Spaenle. Lehrerfortbildung stelle im 21. Jahrhundert eine ganz besondere Herausforderung dar, will sie sich den veränderten Herausforderungen stellen. Spaenle nannte drei Säulen: die Reflexion unter Kollegen vor Ort, die regionale Fortbildung an eigenen Zentren an den Landesuniversitäten und die zentrale bayerische Fortbildung in Dillingen. An den Universitäten, so die Forderung des Ministers, müsse die Lehrerfortbildung als für viele Fächer in den Geisteswissenschaften stützender Faktor ernster genommen werden und dringend eine noch stärkere Verzahnung mit Fach- und Berufswissenschaften erfahren: „Das muss die größte Querschnittsaufgabe der Universitäten sein.“

Der frühere Direktor der Akademie, Professor h.c. Ludwig Häring, gab Einblick in den geschichtlichen Hintergrund des Klosterbaus. Er hob besonders die Beliebtheit der Kapuzinermönche durch ihre „volkstümliche Pastoral und ihre glaubwürdige Spiritualität“ hervor. Die stellvertretende Akademieleiterin, Katharina Schlamp, erläuterte die Qualifizierung pädagogischer Führungskräfte an der Akademie. Die Pfarrer Wolfgang Schneck und Manuel Kleiner gaben dem Haus und den dort tätigen Menschen den kirchlichen Segen. Baudirektor Frieder Vogelsgesang überreichte Minister Spaenle symbolisch den Schlüssel, den dieser prompt an Paul Olbrich weiterreichte. Die gesanglich-tänzerische Umrahmung der Feier besorgte der Chor der Grundschule Dillingen.

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