Newsticker
Corona-Gipfel: Kostenlose Schnelltests sollen ab nächster Woche möglich sein
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Von Hip Hop bis Alternative

Donauside in Dillingen

24.06.2017

Von Hip Hop bis Alternative

Silent Session.
4 Bilder
Silent Session.

Das Festival am 22. Juli im Dillinger Schlosshof rückt immer näher. Mit dabei sind auch zwei Bands aus Lauingen, die Überraschungsband und ein DJ. Ein Überblick.

Auf dem Donauside- Festival am 22. Juli im Schlosshof Dillingen ist eine Vielfalt an Musikgenres vertreten. Da darf Hip-Hop nicht fehlen. Dafür sorgen Felix Härge und die Brüder Benedict und Simon Schwarzmann der Band Silent Session aus Lauingen. „Wir machen keinen klassischen Hip-Hop, sondern eher eine Mischung. Mal wird der Refrain gesungen, mal arbeiten wir mit akustischen Elementen“, erzählt Felix, der für die Beats und Production zuständig ist. Das käme davon, dass Simon und Benedict aus einem sehr musikalischen Zuhause kommen. Die drei Jungs kennen sich schon seit der Grundschule. 2011 haben sie ihre Band gegründet, wenig später stieß auch Benedict hinzu. „Ich habe mir viel selbst über das Abmischen beigebracht, aber die Jungs erklärten mir alles über Musik, wie Harmonien funktionieren und so weiter“, sagt er. Auch im Tonstudio Würzburg haben sie extrem viel gelernt und große Fortschritte gemacht. Dort entstand ihr erstes richtiges Album, alles davor seien eher Mixtapes gewesen. „Jeder unserer Song ist etwas besonderes“, meint Felix, „denn die Jungs sind sehr wählerisch. Wenn ich ihnen zehn Songs präsentiere, nehmen sie vielleicht einen“. Meistens schreibe Simon die Texte. „Wenn mal ein Konzept steht, entwickelt sich der Song ganz automatisch, denn wir verstehen uns auch ohne Worte“. Daher kommt ihr Name Silent Session. In ihren Texten wollen die Jungs rüberbringen, dass man etwas aus seinem Leben machen soll. Optimistisch zu sein, egal wie schwierig die Situation scheint, und einfach eine gute Zeit haben.

Eine gute Zeit hatte auch Silent Session auf dem Donauside-Festival 2016. Felix erzählt: „Es war richtig geil! Wir waren überrascht, wie professionell das Event von den Killerpilzen aufgezogen war, und die Resonanz war überragend.“ Deshalb kamen die Killerpilze auch dieses Jahr wieder auf Silent Session zu. „Sie fanden unseren Auftritt mega stark. Außerdem gibt es im Landkreis keine andere Hip-Hop Gruppe, die das so durchzieht wie wir. Wir sind den Killerpilzen sehr dankbar für den Support und freuen uns schon auf das Donauside-Festival“, sagt Felix. Dort wird Dillingen ein Mix-Up primär aus den beiden Hauptalben RISE und LOVE zu hören bekommen.

Heimspiel haben auch ihre Freunde von der Band Dude Spencer aus Lauingen. Die vier Jungs, die unter den Namen Dude Spencer, Rodriguez Kartoschka, Flash Gordon und Chris Leser auftreten, machen schon zusammen Musik, seit sie 16 Jahre sind. Zwischendrin war mal eine Zeit lang Pause, doch für das Donauside-Festival 2016 haben sie sich wieder zusammengefunden. „Die Killerpilze hatten viel Vertrauen in uns, denn das war unser erster richtiger Auftritt“, erzählt Rodriguez. Und es hat funktioniert. „Wir haben gemerkt dass wir eine ganz gute Mischung sind, und sind uns auch einig mit unserem Musikstil – welcher auch immer es ist.“ Für ihren ersten Auftritt hat sich die Band ein kleines Set mit eigenen Songs aufgebaut. „Die Songs entstehen in einem Gruppenprozess. Einer hat eine Melodie im Kopf und dann treffen wir uns um die Idee voranzutreiben“, erklärt Rodriguez. Momentan seien sie sehr mit ihren alten Liedern beschäftigt. „Angefangen haben wir mit akustischen Instrumenten. Wir haben zwei Gitarristen, einen Bassisten und einen Schlagzeuger. Inzwischen sind wir aber auch auf Elektrogitarren umgestiegen und entwickeln uns ständig weiter“. Deswegen passen sie die alten Songs an und verändern sie ein wenig. Dabei versuchen Dude Spencer bei ihren Wurzeln bleiben. Die Texte der Band behandeln Themen rund um das Leben und den Alltag ganz unverblümt. „Wir sind heiß auf das Donauside“, sagt Rodriguez, denn für sie sei es umso schöner Zuhause zu spielen. Bei ihrem Auftritt werden die vier Jungs neue und alte Songs spielen. Eine Mischung aus Indie-Folk und Blues.

Überraschung! Die Band Take Off Your Shirts aus Regensburg ist auch dabei. Bei einem Online-Voting haben sie den zweiten Platz belegt und konnten im Jury-Finale – bei dem die Killerpilze und unsere Zeitung dabei waren – von sich überzeugen. „Wir freuen uns unglaublich, denn das bringt uns als relativ unbekannte Band um einiges weiter“, sagt Sänger und Gitarrist Timo Raith. Neben seinem Bruder Florian am Schlagzeug gehören auch Bassist Markus Tautz und Gitarrist Georg Fraunhofer zur Gruppe. Wenn ihnen früher jemand gesagt hätte, dass sie mal mit den Killerpilzen ein Konzert spielen, hätten sie ihn für wahnsinnig erklärt, meint Timo lachend. „Ich kenn die Killerpilze selber noch aus der Bravo.“

Die „T.O.Y.S.“ – so lautet ihr Bandname abgekürzt – gründete Timo 2009 in seiner Heimatstadt Cham, doch in der jetzigen Besetzungen gibt es sie erst seit einem Jahr. Der Sänger erzählt: „Unser erster Proberaum war auf dem Dachboden. Weil es dort so heiß war, haben wir quasi in Unterhosen geprobt und uns unser Motto zum Namen gemacht.“ Im November 2017 soll ihr erstes Album erscheinen. Die Band hat schon zwei EPs rausgebracht und einige Auftritte hinter sich. „Ich bin trotzdem noch nervös wie am ersten Tag bis der Moment kommt, wo wir spielen“, erzählt er. Konzerte machen den Jungs großen Spaß. „Wir freuen uns immer neue Leute kennenzulernen. Außerdem ist es ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man schon ein paar Menschen mit seinen Songs erreichen kann“, sagt der 26-jährige Sänger. In ihren Songs geht es um unterschiedliche Themen. Ihre Platte „Noah“ beschreiben sie als ein Stück vertonte Bandgeschichte. Take Off Your Shirts ist eine sehr autonome Band. Von Komponieren über Tonstudioaufnahmen hin zu Organisation machen die Jungs alles selbst. „Wir freuen uns beim Donauside-Festival einfach aufs Musik machen und die anderen Bands kennzulernen“, sagt Timo. „So grob würde ich uns in Richtung Alternative-Rock schieben, aber modern arrangiert und teilweise mit Elementen aus den 70ern.“ Nicht nur darauf darf sich Dillingen freuen, sondern auch auf einen kleinen Vorgeschmack auf ihr erstes Album.

Für heiße Beats beim Donauside sorgt DJ Dertypmitdembart aus München. Schon 2016 legte er auf der Aftershow-Party auf. „Es hat mir gut gefallen“, erzählt er. Mit den Killerpilzen ist der DJ schon länger befreundet. „Mit Freunden bei so einem Festival dabei sein zu dürfen, ist etwas ganz besonderes.“ Auch heuer will er dem Publikum ordentlich einheizen. „Das Wichtigste am Gig ist, dass die Leute Spaß haben.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren