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Konzert

20.03.2018

Von einer, die auszog, um Saxofon zu lernen

Steph Winzen erhielt für ihren Auftritt mit Fritz Walther im Rittersaal des Höchstädter Schlosses viel Applaus.

Die Kicklingerin Steph Winzen hat sich nach ihrer Ausbildung bei Grünbeck ganz der Musik verschrieben. Die Entscheidung war richtig – in Höchstädt spielt die Mainzer Stadtmusikantin groß auf

Zehn Jahre lang hat Steph Winzen Flügelhorn im Musikverein Donautaler in Fristingen gespielt, bevor sie ihre Leidenschaft für ein anderes Blasinstrument, das Tenorsaxofon, entdeckte. Da half es auch nichts, dass ihre Schwester am Anfang das Instrument unter dem Bett versteckte. Die Kicklingerin fand es trotzdem und gab sich ihrer neuen Passion hin. Dies führte später dazu, dass sie sich nach ihrer Ausbildung bei der Firma Grünbeck für ein Saxofonstudium entschied. Inzwischen ist die Frau aus dem Donautal in Mainz. Dort wirkt sie als erfolgreiche Saxofonistin – und im vergangenen Jahr wurde sie als Mainzer Stadtmusikantin ausgezeichnet.

Hildegard Wanner, Vorsitzende des Förderkreises Schloss Höchstädt, freute sich deshalb in ihrer Begrüßung am Samstagabend besonders, dass es gelungen ist, mit Steph Winzen und dem studierten Pianisten Fritz Walther, zwei hervorragende Künstler für das Konzert im Rittersaal zu gewinnen. Unter dem Titel „Sax classique“ bot das Duo den Gästen ein sehr vielfältiges Programm, das von Barock über französische Romantik auch filmmusikartige impressionistische Werke und wahre Klassiker, wie „The Pink Panther“ von Henry Mancini, enthielt.

Das breite Repertoire bestach dabei nicht nur durch die Bandbreite aus verschiedenen Epochen, sondern auch durch die kulturelle Vielfalt an europäischen, nord- und südamerikanischen Werken. Das Duo wechselte mühelos zwischen den einzelnen Genres und intonierte die Musik des Tango Nuevo von Astor Piazzolla ebenso perfekt wie den Jazzklassiker „Take five“ von Paul Desmond.

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Als Virtuosin am Sopransaxofon demonstrierte Steph Winzen Mut, indem sie sich entschied, das eher abstrakte Werk „Ku Ku“ von Barry Cockroft vorzutragen. Das Publikum war von den lautmalerischen Imitationen des Musikstücks angetan und zollte kräftigen Applaus. Hilfreich war dabei sicherlich auch die humorvolle, mit persönlichen Anekdoten garnierte Moderation der Künstlerin, die die Hintergründe der einzelnen musikalischen Motive erklärte, ohne dabei prätentiös zu wirken.

Walter Ernst, ehemaliger Geschäftsführer der Firma Grünbeck, zeigte sich beeindruckt von der musikalischen Darbietung der Saxofonistin: „Ich bin zum zweiten Mal zu einem Konzert von ihr hier in Höchstädt, weil sie so gut ist. Sie hat das Saxofon weggebracht von einem reinen Jazzinstrument“, sagte Ernst. Der gemeinsame Auftritt mit dem Pianisten runde das Ganze schön ab.

Am Ende des Konzerts würdigte das Publikum die Darbietung des Duos mit stehend dargebrachtem Applaus.

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