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Umfahrung

18.01.2014

Vorentwurf für B16 neu in Höchstädt abgesegnet

Feierabendzeit in Höchstädt: Hunderte Autos rollen durch die Innenstadt der Donaustadt. Mit der Freigabe des Vorentwurfs für die B16 neu wurde eine wichtige Hürde in Sachen Verkehrsentlastung genommen.
Bild: Reinbold

Bundesverkehrsministerium erteilt die Freigabe. In nächsten Schritt wird nun das Baurecht geschaffen

Höchstädt Nicht mal zehn Monate nach Einreichen der Unterlagen erreichte Höchstädt diese Woche ein positives Signal aus Berlin. Das Bundesverkehrsministerium winkte den Vorentwurf für die B16 neu durch, die oberste Baubehörde gab ihr Einverständnis. Damit ist der Straßenbau haushaltstechnisch genehmigt, die Planungen für die Ortsumfahrung haben damit eine große Hürde genommen, wie Roswitha Schömig vom Staatlichen Bauamt Krumbach gestern bestätigte. Sie sei mehr als überrascht gewesen, dass diese Prüfung so schnell vonstatten ging. „So etwas kann bis zu zwei Jahre dauern“, so Schömig. Mit dieser schnellen Antwort habe niemand gerechnet.

Dank guter Vorarbeit des Stadtrates

Im nächsten Schritt könne nun das Baurecht geschaffen werden, das Verfahren der Planfeststellung kann eingeleitet werden. „Das braucht aber auch seine Zeit, denn wir müssen die Unterlagen nun alle neu bearbeiten“, so Schömig weiter. Für Höchstädts Bürgermeisterin Hildegard Wanner war gestern Nachmittag nur wichtig: „Es geht weiter.“ Auch sie habe nicht so früh mit einer Freigabe gerechnet, umso erfreulicher seien diese Nachrichten aus Berlin. Außerdem spreche dies für die gute Vorarbeit im Stadtrat und die enge Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt. Nun hoffe sie, dass es weiter so zügig vorangehe, denn wenn die B16 für Dillingen 2015 fertiggestellt werde, herrsche in Höchstädt noch mehr Verkehr in der Innenstadt. „Deshalb müssen wir jetzt weiter am Ball bleiben.“

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Zusätzlich fünf Milliarden Euro

Dass auch die Politik hinter dem Vorhaben steht, bestätigen Bundestagsmitglied Ulrich Lange und Landtagsabgeordneter Georg Winter (beide CSU) in einer Pressemitteilung. Darin steht auch, dass die Große Koalition mehr Investitionen in Infrastruktur-Projekte stecken will, von zusätzlichen fünf Milliarden Euro ist die Rede.

Winter: „Mit dieser Freigabe haben wir nun etwas ganz Wesentliches erreicht. Das ist mehr als ein wichtiger Schritt.“ Vor allem, wenn er zurückblicke. Lehnte man in den 80er Jahren eine Umfahrung in Höchstädt noch strikt ab, stieg man in den 90er Jahren immerhin schon in die Verkehrswegeplanung ein – bis heute. Dass es nun so schnell über die Bühne ging, sei auch der gründlichen Vorarbeit des Stadtrates zu verdanken. „Deshalb gilt es jetzt so weiterzumachen“, so Winter im Gespräch mit der DZ.

Insgesamt rund 34 Millionen Euro

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts davon aus, dass die B16 neu für Höchstädt rund 34 Millionen Euro kostet. Allererste Schätzungen beliefen sich noch auf 18 Millionen Euro. „Ob es so bleibt, können wir aber auch jetzt noch nicht sagen“, so Baurätin Roswitha Schömig. Nach Anfertigung der Planfeststellungsunterlagen beginnt das gleichnamige Verfahren. In dieser Zeit können Rechtsmittel eingelegt werden – von Privatleuten ebenso wie von Vertretern öffentlicher Belange.

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