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Gundelfingen

24.05.2020

Walken bis zur Öko-Berme

Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet die Öko-Berme am Offinger Stauseedamm (hinten links die Reisensburg). Auch Seerosen sind auf den Sedimenten heimisch geworden (rechts).
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Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet die Öko-Berme am Offinger Stauseedamm (hinten links die Reisensburg). Auch Seerosen sind auf den Sedimenten heimisch geworden (rechts).

Plus Von der „Radler-Tankstelle“ an der Offinger Donaubrücke via Staustufe durch den Gundelfinger Stadtwald – der Donauwald-Wanderweg beweist: Für eine schöne Tour braucht es nicht zwangsläufig Bergblick

Bremse oder Berme? Beides! Nicht nur an heißen Tagen kann etwas Mückenspray nicht schaden – schließlich spielt das Thema Wasser auf dem DonAUwald-Wanderweg eine ganz große Rolle: „Mit der Donau selbst, Bachläufen, Altwässern und Seen“, erklärt Angelika Tittl, ihres Zeichens Teamleiterin Tourismus und Naherholung beim Verein Donautal-Aktiv. Und wo Wasser ist, da ist auch Stechgetier nicht weit. Bremsen etwa. Nicht zu verwechseln mit der Öko-Berme – dem Wendepunkt der hier beschriebenen Walking-Runde entlang des Offinger Donauufers und durch den Gundelfinger Stadtwald.

Auf einigen Dutzend Metern Dammlänge des Offinger Stausees stellt die sogenannte Öko-Berme eine umweltfreundliche Alternative zur schlichten Dammerhöhung dar. Mit ihr erfolgt die Dammsanierung am Ufer des Stausees. Zunächst werden dort Wurzelschutzmatten ausgelegt und mit einer Deckschicht aus Kies bedeckt. Dadurch verbreitert sich der Damm ins Wasser hinein. Sedimente lagern sich ab, auf denen mit Totholz und Wasserbausteinen naturnahe Strukturen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen. Ein ideales Habitat etwa für Jungfische, Haubentaucher, Ringelnattern oder Insekten.

Pause auf der Panoramaliege mit Donau-Blick.

All dies liest und lernt der Nordic-Walker auf einer Schautafel – ehe er sich auf den Rückweg zum Ausgangspunkt seiner 7,5 Kilometer langen Runde macht: der „Radler-Tankstelle“ an der Offinger Donaubrücke. Wegen der aktuellen Corona-Einschränkungen ist die „Tanke“ zwar geschlossen, soll aber geöffnet werden, sobald der Betrieb von Gaststätten wieder gestattet ist. Momentan empfiehlt sich das Mitbringen eines eigenen Kaltgetränks für den „Durst danach“.

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Gundelfinger Parklandschaft

Unterwegs geht es anfangs unter der Donautal-Bahnstrecke hindurch und an der Offinger Staustufe vorbei. Letztere ist das erste Wasserkraftwerk in Richtung Günzburg außerhalb unseres Landkreises und produziert Strom für 12000 Haushalte. Im Kreis Dillingen folgen übrigens in östlicher Richtung flussabwärts fünf weitere Staustufen: Gundelfingen, Faimingen, Dillingen, Höchstädt und Schwenningen. Der Gundelfinger Stadtwald öffnet sich nördlich zur Gundelfinger Parklandschaft hin, die auf unserer Strecke allerdings noch mehr von Feldern als von Wiesen geprägt ist.

Ein seltener Anblick: Schiffsverkehr auf der Offinger Donau.

Aber nicht nur Nordic Walken lässt sich ganz hervorragend auf dem Donauwald-Wanderweg, auch Spaziergänger oder Radler werden hier glücklich. Zuständig für den flachsten Premium-Wanderweg Deutschlands ist der Verein Donautal-Aktiv. Die Zertifizierung hat sich der DonauAUwald-Wanderweg verdient, weil er die nötigen Kriterien auch ohne Berge erfüllt: abwechslungsreiche Wege, interessante Blickwinkel auf Flora, Fauna und Landschaft. Die insgesamt rund 58 Kilometer im Auwald zwischen Günzburg und Schwenningen werden gepflegt vom Wegewart Joachim Lutz sowie seinen 22 ehrenamtlichen Wegepaten. Und sind bestens ausgewiesen: 1000 Markierungsschilder lassen keine Unklarheiten über die richtige Richtung aufkommen.

Richtung Günzburg oder Lauingen

Die Wegweiser zeigen an: Im Westen unserer Runde gibt es den Anschluss an die Seen bei Reisensburg und Günzburg, im Osten das Auwald-Wegenetz nach Gundelfingen, Lauingen und darüber hinaus. Wem die 7,5 Kilometer also zu kurz sind – kein Problem …

„Wir bleiben zu Hause!“ – es ist das Gebot dieser Corona-Krise: Das gilt wohl auch für den Urlaub. Reisen ist derzeit nicht möglich. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und Natur und Kultur vor unserer Haustür angeschaut. In der Serie „Urlaubsparadies Heimat“ berichten wir darüber.

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