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Blindheim

22.11.2019

Walter Ritter will Bürgermeister in Blindheim werden

In Blindheim gibt es einen neuen Bürgermeisterkandidaten.
Bild: dz (Archiv)

Der 55-Jährige kündigt an, im März gegen Amtsinhaber Jürgen Frank anzutreten. Warum er dies tun möchte.

Die Freien Wähler haben in diesen Tagen in Blindheim nicht nur einen Ortsverband gegründet (wir berichteten). Mit Walter Ritter werden die FW BUW auch einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Und der 55-Jährige rechnet sich, wie er gegenüber unserer Zeitung sagt, gute Chancen aus, Amtsinhaber Jürgen Frank (Freie Bürger Blindheim) aus dem Rathaus zu verdrängen. Ritter saß von 1996 bis 2007 bereits elf Jahre lang im Blindheimer Gemeinderat. Bis vor wenigen Wochen gehörte der Blindheimer noch der CSU an, er hatte auch mehrere Jahre den Ortsverband Blindheim geführt. Inzwischen hat Ritter aber die Christsozialen verlassen, um für die Freien Wähler als Bürgermeister- und Kreistagskandidat antreten zu können. Der Blindheimer sagt: „Ich bin von mehreren Bürgern angesprochen worden, dass ich kandidieren soll.“

Ritter, der seine Schreinerei als Ein-Mann-Betrieb führt, versichert, dass er im Falle seiner Wahl seine unternehmerische Tätigkeit in Richtung „zehn Prozent“ reduzieren würde. „Ich könnte es mir so einrichten, dass ich die meiste Zeit für die Gemeinde da wäre“, sagt Ritter. Und dies sei es, was sich die Bewohner vom ehrenamtlichen Bürgermeister in Blindheim wünschen würden.

Walter Ritter will Bürgermeister in Blindheim werden. Mehrere Bürger hätten ihn dazu gedrängt, zu kandidieren, teilt der 55-Jährige mit.
Bild: Karl Aumiller

In Sachen Flutpolder will er "das Maximum" rausholen

Ritter stellt fest, dass die Gemeinde Blindheim unter einer angespannten Finanzsituation leide. Deshalb würde der Kandidat, wie er auf Anfrage mitteilt, im Falle einer Wahl „zuerst einmal einen Kassensturz machen“. Bei der Erschließung des Gewerbegebiets habe die Gemeinde nicht glücklich agiert, Betriebe müssten jetzt für die Straße und den Kanal hohe Summen zahlen. Deshalb würde er jetzt als Erstes „mit den Gewerbetreibenden reden“. Dass 250.000 Euro dafür investiert worden seien, dass die Kanalisation nun mit GPS-Daten hinterlegt sei, halte er ebenfalls für fragwürdig. In Sachen Flutpolder will Ritter „das Maximum für die Betroffenen und die Gemeinde rausholen“. Dass Flutpolder gebaut werden, werde sich nicht verhindern lassen, vermutet der FWler.

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Walter Ritter ist verheiratet, seine Frau Barbara ist Mesnerin. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder.

Der 55-Jährige weist darauf hin, dass er nahezu in jedem Blindheimer Verein aktiv sei. Unter anderem im Obst- und Gartenbauverein, dem er als Sponsor etwa 20 Jahre lang kostenlos seinen Krautgarten als Streuobstwiese zur Verfügung gestellt hatte. Der Verein habe sich inzwischen anders orientiert. Die Pachteinnahmen wolle er aber den Gartlern weiter angedeihen lassen, sagt Ritter. Das Vereinsleben sei ihm „sehr wichtig“. Seine Nominierung, so Ritter, werde im Dezember stattfinden.

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