1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Warum der Seniorenkreis Bissingen "Gold wert ist"

Bissingen

20.11.2019

Warum der Seniorenkreis Bissingen "Gold wert ist"

Zahlreiche Ehrengäste waren anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Seniorenkreises Bissingen zusammengekommen. Unter ihnen befanden sich von links: Pater George Vadakkinezhath, der langjährige Vorsitzende Nikolaus Keis, Altenseelsorge-Bildungsreferentin Johanna Quis, der langjährige Zweite Vorsitzende Anton Schiele, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Elmar Sager, Erste Vorsitzende Hildegard Ebermeyer, Pastoralratsvorsitzender Gerd Broersen, Landrat Leo Schrell und Bürgermeister Stephan Herreiner.
2 Bilder
Zahlreiche Ehrengäste waren anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Seniorenkreises Bissingen zusammengekommen. Unter ihnen befanden sich von links: Pater George Vadakkinezhath, der langjährige Vorsitzende Nikolaus Keis, Altenseelsorge-Bildungsreferentin Johanna Quis, der langjährige Zweite Vorsitzende Anton Schiele, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Elmar Sager, Erste Vorsitzende Hildegard Ebermeyer, Pastoralratsvorsitzender Gerd Broersen, Landrat Leo Schrell und Bürgermeister Stephan Herreiner.
Bild: Helmut Herreiner

Den Seniorenkreis Bissingen gibt es seit 50 Jahren. Gegründet wurde er einst als „Altenklub“

Es war eine sehr stattliche Anzahl an Ehrengästen, welche die Vorsitzende des Seniorenkreises Bissingen, Hildegard Ebermeyer, im vollen Saal des Gasthauses Krone anlässlich des 50. Jubiläums des Seniorenkreises Bissingen begrüßen konnte.

Zuvor hatte Pater George Vadakkinezhath in der Pfarrkirche St. Peter und Paul den feierlichen Jubiläumsgottesdienst zelebriert, bei dem Gemeindereferent Adolf Rechner die Festansprache hielt und Organist Roman Bauer für die musikalische Gestaltung sorgte.

Den beiden galt im Gasthaus Krone ebenso der Dank der Vorsitzenden Hildegard Ebermeyer wie den vielen Gästen der Feier und dem Musikverein Kesseltal-Bissingen unter Leitung von Jochen Ruf. Unter den Ehrengästen war auch der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Bissingen, Wolfgang Neudert, der dem Seniorenkreis für dessen ehrenamtlichen Einsatz zugunsten der älteren Mitbürger im Kesseltal einen Scheck überreichte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Wunibald Hitzler hatte den Seniorenkreis gegründet

Hildegard Ebermeyer hielt anschließend Rückschau auf das 50-jährige Wirken des am 11. November 1969 vom damaligen Ortspfarrer Wunibald Hitzler als „Altenklub“ gegründeten Seniorenkreises. Die Idee des Pfarrers wurde damals von Hauptlehrer Johann Hoesch begeistert aufgegriffen und von ihm mit Unterstützung eines fünfköpfigen Beisitzerteams in die Tat umgesetzt. Josef Hils, Zita Conrad, Friedrich Hartmann, Richard Riegg, Nikolaus Keis und Hildegard Ebermeyer hießen seither die Vorsitzenden des Altenklubs, der anlässlich des 20-jährigen Bestehens im Jahr 1989 in „Seniorenkreis“ umbenannt wurde. Sie alle zeichneten über ein halbes Jahrhundert lang federführend, immer aber unterstützt von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, für ein reichhaltiges Programm verantwortlich, das den Senioren im Kesseltal Raum für Begegnung und Unterhaltung, aber durchaus auch Bildung bieten sollte. So passte auch die indische Weisheit von Pater George Vadakkinezhath genau, die dieser aus seinem Heimatland mitgebracht hatte: „Alt ist Gold!“ Damit wandte er sich an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der älteren Generation und sagte: „Sie sind Gold wert! Begleiten Sie unsere Gemeinde mit Ihrem goldenen Erfahrungsschatz!“

Schrell: Die Menschen zusammenbringen

Dies war auch ganz im Sinne von Landrat Leo Schrell, der sein Lob für den herausragenden Wert der Seniorenarbeit in und um Bissingen so zusammenfasste: „Es geht darum, aktiv zu sein und Menschen zusammenzubringen! Das macht Ihren Seniorenkreis so unschätzbar wertvoll.“ Je älter die Menschen seien, desto mehr schätzten sie auch ihre Heimat, gab er ebenfalls zu bedenken.

Eine ausgesprochen heimatliche Note brachte dazu passend Johanna Quis, Bildungsreferentin in der Altenseelsorge der Diözese Augsburg, in den Nachmittag ein, denn sie gratulierte dem Seniorenkreis Bissingen nicht nur mit eigenen schwäbischen Versen, sondern auch mit dem Lied „Raureifstauda“, dessen Text aus der Feder des Kesseltaler Heimatdichters Michel Eberhardt stammt – eine besondere Freude für die Besucher im Kronensaal, von denen viele mitsangen.

"Hier sind Menschlichkeit und Nächstenliebe keine Fremdworte"

Applaus gab es danach auch für Klemens Linder aus Lauingen, der als langjähriger Organisator der Seniorenwallfahrt des Landkreises nach Buggenhofen an die mehr als vier Jahrzehnte währende Tradition der Wallfahrt mit Besuchern aus dem ganzen Landkreis erinnerte. Zum Dank für deren Organisation vor Ort lud Klemens Linder die Bissinger Senioren zu einer Stadtführung in Lauingen auf den Spuren von Albertus Magnus ein. Im Namen der Marktgemeinde Bissingen gratulierte Bürgermeister Stephan Herreiner dem Seniorenkreis als einem „besonderen Teil der Gemeinde, in dessen Reihen Menschlichkeit und Nächstenliebe keine Fremdworte sind“.

Die Kontaktpflege, die Pflege religiöser Werte, die Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Festen, Veranstaltungen zu Bildung und Kultur, Ausflüge und Fahrten, die Seniorengymnastik und immer wieder auch Spendenaktionen belegen dies. Und ebenso wie ein Orchester des Zusammenspiels vieler bedürfe, funktioniere auch die Seniorenarbeit nur im gemeinsamen, einvernehmlichen Arbeiten.

Dies war ein Stichwort für den Pastoralratsvorsitzenden Gerd Broersen, der in sein Grußwort die Botschaft einfließen ließ, in den Reihen der Bissinger Senioren die anstehende Nachfolgefrage für die langjährige und äußerst engagierte Vorsitzende Hildegard Ebermeyer zu lösen. Dann könne der Seniorenkreis im Kesseltal auch in einem sich ändernden Umfeld weiter so erfolgreich wirken. (HER)

Lesen Sie auch:

55 Jahre für die Pfarrgemeinde Ziertheim
Wohnraum wird in Haunsheim dringend gesucht

Ziertheim trauert um Altbürgermeister Josef Foitl

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren