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Dillingen

23.11.2018

Warum die Post dringend ein neues Zuhause gebraucht hat 

Vom neuen Zustellstützpunkt im Gewerbegebiet im Dillinger Osten beliefert die Deutsche Post künftig knapp 19000 Haushalte im Bereich Dillingen und Höchstädt. Der Neubau war vor allem aus Platzgründen notwendig.
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Vom neuen Zustellstützpunkt im Gewerbegebiet im Dillinger Osten beliefert die Deutsche Post künftig knapp 19000 Haushalte im Bereich Dillingen und Höchstädt. Der Neubau war vor allem aus Platzgründen notwendig.
Bild: Bianca Herker

Im Dillinger Osten eröffnet der neue Zustellstützpunkt für knapp 19000 Haushalte. Der Neubau kommt kurz vor Weihnachten genau richtig.

Der Betrieb läuft bereits. Eine wichtige Nachricht, gerade angesichts der anstehenden Weihnachtszeit. Dann werden wieder haufenweise Geschenke im Internet bestellt oder als Päckchen verschickt. Für die Post eine herausfordernde Zeit. Die Zusteller in der Region sind für diese Zeit nun gewappnet. Im Gewerbegebiet im Dillinger Osten ist der neue Zustellstützpunkt eröffnet. Ein Investor aus Dillingen ließ den Neubau für rund zwei Millionen Euro errichten. Die verantwortliche Projektentwicklung lief über den Höchstädter Immobilienunternehmer Hannes Geierhos (lesen Sie hier Hintergründe zur Entstehung). Die Deutsche Post ist als Mieter vor fünf Wochen eingezogen. An dem Standort landen nicht nur die Sendungen für den Dillinger, sondern auch für den Höchstädter Raum. Die Post bündelt die beiden Zustellstützpunkte, die bisher eigenständig waren, im Neubau in der Einsteinstraße.

Dillingen: Neubau für die Post vor allem aus Platzgründen nötig

Hier laufen nach Angaben der Post durchschnittlich mehr als 10000 Pakete und 125000 Briefe pro Woche durch. Die Postautos, die von hier starten, beliefern etwa 18800 Haushalte in Dillingen sowie in Höchstädt, Mödingen, Wittislingen, Holzheim, Ziertheim, Blindheim, Finningen, Lutzingen und Schwenningen.

Der Neubau war vor allem aus Platzgründen nötig. Sowohl in Dillingen als auch in Höchstädt waren die Platzverhältnisse beengt. „Wir sind aus allen Nähten geplatzt“, sagt Annette Herzog, Niederlassungsleiterin für den Bereich Ravensburg, zu dem auch die Region gehört, bei der Eröffnungsfeier am Mittwochabend. „Wir haben gesehen, dass wir uns dem wachsenden Paketmarkt anpassen müssen.“ In Höchstädt kam laut Betriebsleiter Hermann Rott dazu, dass der Stützpunkt über zwei Stockwerke verteilt war – für die Mitarbeiter sei dies umständlich gewesen. „Wir waren zuletzt räumlich stark eingeschränkt, das war nicht mehr ausreichend“, sagt Rott. Es freue ihn, dass die Bauarbeiten so zügig vorangegangen sind und nach gut sechs Monate fertig waren – rechtzeitig vor dem stressigen Weihnachtsgeschäft.

Für die insgesamt 55 Mitarbeiter eröffnen sich jetzt neue räumliche Möglichkeiten. 1000 Quadratmeter Nutzfläche auf einem Grundstück von 5000 Quadratmetern – laut Rott mindestens doppelt so viel wie an den bisherigen Standorten. Dazu kommen ebenerdige Be- und Entlademöglichkeiten. Mitarbeiter sind mit der neuen Umgebung zufrieden. Man müsse sich zwar erst an die weiten Wege gewöhnen, aber das Platzangebot sei hervorragend und die Arbeit effizienter und besser organisiert, ist zu hören. Zuletzt sei es derart beengt gewesen, dass Pakete zum Teil im Freien zwischengelagert werden mussten, heißt es. Jetzt ist genügend Platz, um alles unter einem Dach zu verarbeiten.

Post will auch in Dillingen auf Elektromobilität setzen

Zur Einweihungsfeier überbrachte auch Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz seine Glückwünsche. „Danke für das Vertrauen in den Standort Dillingen“, sagte er im Rahmen seiner Rede. Kunz lobte außerdem den „sehr guten Kurs“, was die E-Mobilität angeht. Die Deutsche Post will zunehmend auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Der neue Zustellstützpunkt in Dillingen ist dafür gewappnet. Dort wurden Voraussetzungen für bis zu 30 Streetscooter, so heißen die elektrischen Kleintransporter der Post, geschaffen. Die Kabel zum Laden hängen vom Vordach über den Stellplätzen. Kunz kündigte außerdem an, dass die Stadt Dillingen Möglichkeiten für eine weitere Vergrößerung der Fläche für die Post bieten kann. „Für eine Erweiterung stehen wir jederzeit bereit.“

Zwei Fragen sind derzeit noch offen: Zum einen, wie nun das bisherige Areal der Dillinger Post in der Klemens-Mengele-Straße genutzt wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies unklar. Und auch die Zukunft der Packstation in Dillingen ist ungewiss. Diese wurde im Rahmen des Umzuges abgebaut. Ob und wo sie wieder aufgestellt wird, muss nach wie vor geklärt werden, heißt es von der Post (lesen Sie hier mehr zur Dillinger Packstation).

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