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Versammlung

25.01.2017

Warum ist die Arbeit der Soldatenvereine wichtiger denn je?

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Bei der Kreisversammlung der BKV im Wertinger Ortsteil Hirschbach wurden zahlreiche Ortsvorsitzende geehrt. Eingeladen hatte Kreisvorsitzender Anton Schön (Zweiter von rechts). Im Zeitabstand von fünf Jahren werden die Ortsvorsitzenden vom Kreisverband geehrt, ebenso die Vorsitzenden der neu aufgenommenen Ortsvereine.
Bild: Bunk

Die Ortsverbände der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung im Landkreis Dillingen treffen sich in Hirschbach. Sie zeigen, was Kameradschaft bedeutet

Wie aktiv die der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) im Kreis ist, zeigt der Bericht von Kreisgeschäftsführer und Schriftführer Stefan Käsmayr: Er spricht unter anderem von der Teilnahme an den Friedenswallfahrten in Unterthürheim und Gottmannshofen, dem Besuch des 145-jährigen Jubiläums des Krieger- und Soldatenvereins Bissingen und der BKV-Landeswallfahrt in Altötting. Auch auf Bundeswehrebene nimmt der BKV-Kreisverband an zahlreichen Veranstaltungen teil. Kreisvorsitzender Anton Schön weist auf die 40-Jahr-Feier hin, die am 29. April um 17.30 Uhr in der Dillinger Studienkirche und anschließend im Stadtsaal begangen wird. Sein Stellvertreter Werner Brost gibt Hinweise zur Aktion „Kameraden helfen“, bei der im Jahr 2016 auf Kreisebene bereits 2200 Euro gesammelt werden konnten für Soldaten, die bei ihren Einsätzen seelische Schäden erlitten haben. Diese treten oft erst nach Jahren auf. Das Bundeswehr Sozialwerk sorgt dafür, dass die Spenden bei Betroffenen ankommen. In diesem Jahr findet die Aktion auf Bezirksebene statt.

Warum ist die Arbeit in den Ortsverbänden heute wichtiger denn je? Das zeigen die Grußworte bei der 40. Kreisvollversammlung der BKV. Die Versammlung fand beim Krieger- und Soldatenverein Hirschbach und Possenried mit dem örtlichen Vorsitzenden Erwin Liepert statt und wurde von einer Abordnung der Stadtkapelle Wertingen musikalisch umrahmt. Es sei notwendig, meinte Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier, wachsam zu bleiben, sich politisch für die Demokratie einzusetzen. Er erklärte: „Wir brauchen jeden Einzelnen.“

Auch Leo Schrell stellte klar, dass die demokratischen Strukturen nicht selbstverständlich seien. Dabei erinnerte der Landrat an die Zeit vor 20 Jahren, als im Gegensatz zu heute jeder, der die Worte Vaterlandsliebe, Kameradschaft, Ehre und Treue gebrauchte, schräg angeschaut worden sei. Schrell erklärte: „Wir dürfen stolz auf unsere Heimat sein. Ohne andere abwerten zu wollen.“ Für Fabian Mehring sind die von der BKV vertretenen Tugenden wie Zusammenhalt, Vaterlandsliebe und Verlässlichkeit wichtiger denn je. In einer Zeit, wo die außenpolitische Lage zunehmend unberechenbar sei, wo es durch den Wegfall der Wehrpflicht und der Umorganisierung der Bundeswehr nicht mehr so einfach sei, junge Menschen zu erreichen im Land, wo die Stimmung durch den Terror verändert sei.

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Major Christoph Ludwig vom Führungsunterstützungsbataillon 292 in Dillingen verwies darauf, dass bei den vielen Auslandseinsätzen jeden Tag neue Veteranen geschaffen würden. Er drückte seinen Respekt und die Anerkennung dafür aus, dass die Kreis- und Ortsverbände helfen, „dass das Thema Veteranen ein Thema der Gegenwart ist“. Landtagsabgeordneter Georg Winter meinte: „Wir haben unheimlich viel zu verlieren.“ Er wies auf die Zusammenarbeit in Europa hin, auf 70 Jahre Demokratie und Meinungsfreiheit, auch auf den Föderalismus, in dem sich die einzelnen Ebenen bis hinunter in die Kommunen ihre Eigenständigkeit bewahrt haben.

Werner Wölfel, Vorsitzender der Kreisgruppe Schwaben-Nord des Reservistenverbands, drückte die tiefe Verbundenheit zu den Streitkräften aus, die für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten. Ziel der Verbandsarbeit auf Bundesebene sei es, dass die Reservisten vor Ort spüren, dass sie gebraucht würden, ihr Engagement Sinn mache und dieser Einsatz in heimatnahen Strukturen stattfinde.

Ehrungen im Rahmen der BKV-Kreisvollversammlung:

in Gold: Reiner Bühler (Binswangen), Jürgen Haberkorn (Lutzingen).

: Josef Rau (Wertingen), in Gold: Georg Nittbaur (Wertingen).

: Josef Gerblinger jun. (Wortelstetten), in Gold: Josef Gerblinger sen. (Wortelstetten).

Alwin Schmid (Wittislingen).

Herbert Ranz (Oberthürheim).

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