1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Was Roland Emmerich mit Ballmertshofen zu tun hat

Filmfest

27.07.2016

Was Roland Emmerich mit Ballmertshofen zu tun hat

Regisseur Roland Emmerich posiert am 09.06.2016 während eines Photocalls zum Hollywoodfilm "Independence Day: Wiederkehr" in Berlin.
Bild: Foto: Jens Kalaene/dpa

Zum 39. Mal lockt der kleine Ort an der Landesgrenze Filmenthusiasten an. Zu sehen sind Raritäten des Kinojahrs

Ballmertshofen Das Ballmertshofer Filmfest ist längst zum Kultevent geworden und lockt Jahr für Jahr mehr Besucher in die kleine Ostalbgemeinde, als das Dorf Ballmertshofen Einwohner zählt. „In einem kleinen Dorf, gerade noch links von der bayerischen Grenze“ – so warben die Festival-Organisatoren schon Mitte der 80er-Jahre für das kultige „Wochenende des Films, der Freude und der Fantasie“.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Versucht man die Erfolgsgeschichte des Ballmertshofer Filmfests zu verstehen, dann sind zuerst wohl die hohe Professionalisierung und das unermüdliche Engagement des Filmfestteams anzuführen. Wahrscheinlich gibt es kein zweites Filmfest, das in solch hohem Maße von Pädagogen, IT-Technikern, Designern, Ingenieuren und anderweitigen Experten organisiert wird wie das „kleinste, aber feinste Filmfest im Ländle“.

Ein zweiter Grund für den Erfolg dürfte darin liegen, dass es der Filmfest-Crew Jahr für Jahr gelingt, großes Kino in die kleine, idyllische Härtsfeld-Gemeinde zu bringen. Die besten und sehenswertesten Filme des letzten Kinojahrs – die leider nur noch in den Programmkinos der Großstädte zu finden sind – flimmern am ersten bayerischen Sommerferien-Wochenende im ehemaligen Schulsaal und – ganz ländlich – im Scheunenkino über die Leinwand.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Idylle des Festivalgeländes, der Charme und Zauber der Ostalb-Gemeinde und die eingespielte Zusammenarbeit mit den Ballmertshofern – all dies macht das Ballmertshofer Filmfest zu einem Event, für das die Stammbesucher stundenlange Anfahrten in Kauf nehmen. Längst ist das Ballmertshofer Filmfest zu einem generationenübergreifenden Kultevent geworden, das inzwischen in der dritten Generation angekommen ist. Es gibt Filmfestgäste, die mit Stolz darauf verweisen, dass dies bereits ihr 25. oder 30. Filmfest ist, und die heute noch mit ihren eigenen Kindern oder Enkeln zum Ballmertshofer Filmfest kommen.

Tradition verpflichtet: Und so gibt es wie beim allerersten Filmfest im Jahre 1978 nach wie vor den Bezug zu Bob Dylan, der sich nicht nur im Filmfest-Flyer, sondern auch in der Hommage an Bob Dylan anlässlich des 75. Geburtstags des Troubadours niederschlägt – mit toller Live-Musik. Höhepunkt des Rahmenprogramms ist neben dem traditionellen Filmfest-Fußballderby zwischen dem Filmfestteam und dem Dorf das Konzert der Kultband HISS, die zum ersten Mal auf dem Härtsfeld aufspielt.

„Für Filmemacher Roland Emmerich gibt es auf der Welt nur zwei richtige Independent-Film-Festivals – das Sundance-Festival in Kalifornien und das Filmfest Ballmertshofen.“ In diesem Zitat des weltbekannten Hollywood-Filmregisseurs gipfelte die Laudatio von Landrat Thomas Reinhardt im vergangenen Herbst im Heidenheimer Konzerthaus, wo das Filmfest Ballmertshofen in der Kategorie Lebenswerk für beispielhaftes kulturelles Engagement mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet wurde. Bei der 39. Auflage dieses Kulturevents auf der Ostalb vom 29. bis 31. Juli stehen Highlights und Raritäten des vergangenen Kinojahres (under anderem Dalton Trumbo, Love and Mercy, Kiss the Cook) auf dem Programm. (pm)

Informationen zum Rahmen- und Filmprogramm sind der Filmfest-Website zu entnehmen: www.filmfestkuh.de

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren