1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Was sich die Lauinger von ihrer Stadt wünschen

Postkartenaktion

27.12.2017

Was sich die Lauinger von ihrer Stadt wünschen

Sie wissen, was sich die Lauinger Bürger von ihrer Stadt wünschen: Quartiersmanagerin Ulla Seeßle (links) und Sozialwirtin Anna Bösch.
Bild: Alexander Millauer

Von der Minigolfanlage bis zum Eislaufplatz: Die Bürger haben viele Anregungen zur Auflebung der Mohrenstadt

Eine Minigolfanlage im Luitpoldhain? Mehrfach wünschten sich das Lauinger Bürger. Das ergab die Auswertung der Postkartenaktion der Sozialen Stadt. Im Sommer dieses Jahres verschickte das Quartiersbüro der Sozialen Stadt an 2000 Lauinger Haushalte Postkarten und rief sie auf, Wünsche und Anregungen zur Verbesserung der Stadt abzugeben (wir berichteten).

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

„Wir haben gemerkt, dass die Menschen großen Wert darauf legen, dass sie in ihrer Stadt eine hohe Lebensqualität haben“, sagt die Quartiersmanagerin Ulla Seeßle. Das sieht man auch an den Teilnehmern der Postkartenaktion. Rund achtzig Prozent derjenigen, die daran teilnahmen, seien hier bisher noch nie aufgeschlagen, verrät Seeßle. Manche seien sogar extra ins Büro der Sozialen Stadt, gegenüber vom Rathaus gekommen, um ihre Ideen weiter auszuführen.

„Die Themen, die uns vorgeschlagen wurden, bedürfen einer großen Planung“, sagt Seeßle. Deswegen sei es jetzt der nächste Schritt, gute Ideen an die richtigen Stellen weiterzugeben. „Im Januar treffen wir uns mit der Stadtverwaltung zur Lenkungsgruppe, da werden wir die Ergebnisse der Postkartenaktion auf jeden Fall einbringen“, sagt die Sozialwirtin Anna Bösch, die gemeinsam mit Seeßle im Quartiersbüro arbeitet. Wichtig ist vielen Lauingern auch, dass etwas gegen die vielen Leerstände in der Innenstadt getan wird. Die Idee einiger Bürger: Alte, leerstehende Gebäude sollen über eine Tochtergesellschaft angekauft und anschließend saniert und als Wohnraum vermietet werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch die Sanierung von Marktplatz und Herzorg-Georg-Straße wurde häufig gewünscht. „Viele wünschen sich auch eine Bepflanzung im Stadtkern und eine Aufwertung durch mehr Grünflächen“, erzählt Bösch. Doch die Soziale Stadt kann da wenig tun – denn sie ist nicht Teil der Stadtverwaltung, sondern ein Städtebauförderprogramm des Freistaates, das den sozialen Zusammenhalt stärken soll.

Einen Beitrag dazu könnten Vorschläge, wie der zur Gründung eines Jugendgemeinderats leisten. Oder der, mehr Freizeitangebote am Donauufer zu schaffen, wie etwa Bootswandertouren oder die Schaffung eines Eislaufplatzes. Einige weitere Wünsche waren: Ein Umweltpreis der Stadt für besondere Leistungen zum Umweltschutz, einen Sicherheitsdienst in der Nacht, die verstärkte Einbindung der türkischen Gemeinde, eine Anleinpflicht für Hunde im erweiterten Stadtgebiet, die Schaffung eines Motorboothafens und Sportgeräte, ein Kino-Center, eine Bürgerkneipe und ein Vereinsstammtisch.

„Dazu brauchen wir aber die tatkräftige Unterstützung der Lauinger Bürger“, fordert Seeßle. Denn sonst sei vieles nicht umzusetzen. Auch für die Minigolfanlage braucht es viele Lauinger, die anpacken. Die Lauinger Vereine, so der Vorschlag, sollten diesen ehrenamtlich betreiben – finanziert werden soll die Anlage durch einen Kiosk und einen Getränkeverkauf für Radfahrer.

Werden im Luitpoldhain also bald die Schläger geschwungen?

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren